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Wohnimmobilien in Deutschland

In der Immobilienwirtschaft haben Wohnimmobilien eine besondere Bedeutung. Als lebensnotwendiges Gut befriedigen sie das Grundbedürfnis Wohnen, indem sie Raum zum Leben schaffen. Wohnimmobilien werden daher nicht nur als Wirtschaftsgut, sondern zusätzlich in besonderem Maße unter sozialen Aspekten betrachtet. Der deutsche Wohnungsmarkt ist mit seinem hohen Wohnungsbestand der größte der Europäischen Union. Neben dem selbstgenutzten Wohneigentum wird Wohnraum von professionell gewerblichen Anbietern und von privaten Klein-bzw. Amateurvermietern zur Verfügung gestellt. An vielen Standorten Deutschlands entwickelt sich der Wohnungsmarkt zu einem Mietermarkt, in dem die Nachfrage nach Wohnraum geringer als das Angebot ist. Nur in einigen Standorten großer deutscher Metropolregionen besteht weiterhin Wohnungsknappheit.

Unter dem Einfluss des demographischen Wandels mit dem zu erwartenden Bevölkerungsrückgang wird der Wohnungsmarkt zukünftig von Veränderungen geprägt und vor neuen Herausforderungen gestellt werden.

Investments in Wohnimmobilien weisen geringe Volatilitäten und eine hohe Planungssicherheit auf, da Sollmieten und Leerstände bekannt sind und Cashflows gut prognostiziert werden können. Zusätzlich werden bei kleinteiliger Mieterstruktur Mietausfallrisiken breit gestreut. Trotz dieser Vorzüge sind bei einem Investment in Wohnimmobilien Marktkenntnisse notwendige Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Erfolg, die nicht unterschätzt werden sollten.

 

Letzte Aktualisierung: 15.12.2010

Kennzahlen Wohnungswirtschaft
Bevölkerung in Deutschland (2006) 82,62 Mio.
Bevölkerung in Deutschland (2008) 82,00 Mio.
Bevölkerungsprognose für Deutschland (2025) 77,9 Mio.
Anzahl Haushalte in Deutschland (2006) 39,8 Mio.
Anzahl der Wohnungen in Deutschland (31.12.2007) 39,9 Mio. WE
davon Mietwohnungen ca. 24 Mio. WE
davon beträgt die Eigentümerstruktur
private Klein- bzw. Amateurvermieter 61%
(ca. 14,5 Mio. WE)
professionelle gewerbliche Anbieter 39%
(ca. 9,2 Mio. WE)
unter den profesionellen gewerblichen Anbietern
beträgt die Eigentümerstruktur

professionelle privatwirtschaftliche Eigentümer 17%
(ca. 4,06 Mio. WE)
kommunale WU 9%
(ca. 2,12 Mio. WE)
Wohnungsgenossenschaften 9%
(ca. 2,08 Mio. WE)
Eigentümer mit Verwaltung durch gewerbliche WU 2%
(ca. 0,45 Mio. WE)
übrige prof. Anbieter (Kirchen, sonstige WU, etc.) 1%
(ca. 0,23 Mio. WE)
sonstige öffentliche WU 1%
(ca. 0,21 Mio. WE)
Leerstand
absolut 3,1 Mio. WE
Anteil am Gesamtwohnungsbestand 8%
Fertiggestellte Wohnungen (2007) 211.000
Fertiggestellte Wohnungen (2008) 176.000
Fertiggestellte Wohnungen (1.HJ 2009) 80.725
Durchschnittliche Wohnungsgröße (2006) 90,2 m²
Durchschnittliche Bruttokaltmiete (2006)
West 6,05 Euro/m²
Ost inkl. Berlin 5,60 Euro/m²
Ausgaben der privaten Haushalte für Wohnen
absolut 30 Mio. Euro
Anteil an den Konsumausgaben 25%
Anteil am Nettoeinkommen 23%
durchschnittliche Bruttokaltmiete pro WE 410 Euro/Monat
Wohneigentumsquote (1993) 39%
Wohneigentumsquote (2008) 43,2%

 

Vergleichsmietendurchschnitt in deutschen Großstädten (2009)
Stadt durchschnittliche Nettokaltmiete
in Bestandsverträgen
München 9,99 Euro/m²
Stuttgart 7,42 Euro/m²
Köln 7,35 Euro/m²
Hamburg 6,79 Euro/m²
Frankfurt am Main 6,74 Euro/m²
Erfurt 5,44 Euro/m²
Berlin (West) 5,42 Euro/m²
Dresden 5,28 Euro/m²
Berlin (Ost) 5,13 Euro/m²

Quellen:
Gutachten "Wirtschaftsfaktor Immobilien - Die Immobilienmärkte aus gesamtwirtschaftlicher Perspektivekann" (IW Köln, UNI Mannheim, ZEW)
Wohn- und Immobilienbericht 2009
BBR Studie, Wohnungs- und Immobilienmärkte in Deutschland 2006
FB Mietspiegelindex