Indexdaten

Aufgrund der Größe und Bedeutung des Immobiliensektors hat die Preisentwicklung von Immobilien hohe Bedeutung für den privaten Konsum, die Entwicklung des Bankensektors sowie für das gesamtwirtschaftliche Wachstum. 

Die Abbildung der Entwicklung von Immobilienpreisen ist deshalb wirtschaftspolitisch von hoher Bedeutung. Entsprechenden Wert legen daher die Notenbanken dieser Welt auch auf verlässliche Preisdaten, um Ihre Geldpolitik effizient zu gestalten. Fast schon legendär ist in diesem Zusammenhang das Zitat des britischen Notenbankchefs Mervyn King aus dem Jahr 1998, dass die unterschiedlichen Preisdaten von Nationwide und Halifax verwunderlich und unglücklich seien: „The recent divergence between the rates of house price inflation implied by the Halifax and the Nationwide indices is both puzzling and unfortunate." Die Bedeutung der Hauspreisdaten für die Bank of England wird auch dadurch verdeutlicht, dass ihre Vertreter mit Repräsentanten von Halifax und Nationwide versucht haben, die Gründe für die Unterschiede der Indizes zu klären. Als dies nicht gelang, hat die Bank of England begonnen, eigene Hauspreisanalysen durchzuführen. Mervyn Kings Äußerungen haben in Großbritannien eine lebhafte Diskussion angestoßen, die letztlich zur der Erstellung neuer Hauspreisindizes und der Überarbeitung bestehender Indizes geführt hat.

Ähnliche Bedeutung scheint die Europäische Union der Hauspreisentwicklung beizumesssen. Zu Beginn des Jahres 2002 wurde vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) ein „Pilotprojekt zur Erfassung des selbst genutzten Wohneigentums" gestartet.

Darüber hinaus haben Indizes aber auch für die privaten Marktteilnehmer große Relevanz, denn Investoren benötigen verlässliche Indizes zur Absicherung ihrer Investmententscheidungen, und Analysten nutzen die Datenreihen für ihre Bewertungen.

Marktindizes sind zudem ein wichtiges Kennzeichen für die Transparenz von Immobilienmärkten, denn bei der Befragung ausländischer Investoren zur Abschätzung der Transparenz der Immobilienmärkte durch Jones Lang LaSalle wurde dem Vorhandensein aussagekräftiger Indizes eine maßgebliche Bedeutung für die Beurteilung der Attraktivität eines nationalen Immobilienmarktes beigemessen.

IMX (02/2017)
Wohnhäuser Kauf Neubau (2007=100)  ggü. Vorjahr
Berlin k.A.
Hamburg k.A.
Frankfurt k.A.
Köln k.A.
München k.A.
Wohnhäuser Kauf Bestand (2007=100) ggü. Vorjahr
Berlin 196,5 (+32,9)
Hamburg 170,3 (+20,9)
Frankfurt 188,2 (+31,4)
Köln 156,9 (+19,5)
München 184,4 (+26,2)
Wohnungen Kauf Neubau (2007=100) ggü. Vorjahr
Berlin 187,3 (+21,2)
Hamburg 188,0 (+20,9)
Frankfurt 168,5 (+ 4,4 )
Köln 176,7 (+13,1)
München 181,9 (+20,3)
Wohnungen Kauf Bestand (2007=100) ggü. Vorjahr
Berlin 254,1 (+48,9)

Hamburg

205,1 (+25,5)

Frankfurt 200,1 (+30,0)
Köln 182,7 (+24,8)
München 230,4 (+35,9)
Wohnungen Miete (2007=100) ggü. Vorjahr
Berlin 170,6 (+17,0)
Hamburg 140,9   (+8,9)
Frankfurt 140,6   (+9,8)
Köln 126,6   (+6,7)
München 150,3 (+13,8)

 Quelle: Immobilienscout

Index Wert Zeitraum
EPX  
EPX mean    
apartment 140,66 01/2017
newhome 145,99 01/2017
existinghome 117,67 01/2017
EPX hedonic    
apartment 135,7001/2017
newhome 148,11 01/2017
existinghome 123,92 01/2017
Gesamtindex 135,91 01/2017
     
bulwiengesa-Immobilienindex (1990=100) 
Gesamt 142,1 Q1/2017
Wohnen 168,0 Q1/2017
Gewerbe 118,0 Q1/2017
     
vdp-Immobilienpreisindex (2003=100) 
selbst genutztes Wohneigentum  
selbst genutztes Wohneigentum 137,7 Q1/2017
Ein- und Zweifamilienhäuser 136,0 Q1/2017
Eigentumswohnungen 142,4 Q1/2017
Büroimmobilien    
Kapitalwert 147,8 Q1/2017
Büromieten 112,6 Q1/2017
Liegenschaftszinssatz

76,2

Q1/2017
     

F+B-Wohn-Index: Preis- und Mietenentwicklung – Index und Änderungen (in %)  (2004=100)

Index 2016-IV
 Einfamilienhäuser 118,1 2016
 Eigentumswohnungen  137,8  2016
 F+B-Wohn-Index          121,7
 2016
     
Änderung zum Vorquartal  
 Einfamilienhäuser 1,6 2016
 Eigentumswohnungen 1,3 2016
 F+B-Wohn-Index 1,2 2016
     
Änderung zum Vorjahresquartal  
Einfamilienhäuser  6,2 2016
Eigentumswohnungen  6,9 2016
F+B-Wohn-Index  5,2 2016
     
Statistisches Bundesamt - Preisindex für Wohnimmobilien (2010=100)  
Häuserpreisindex 127,2 Q3/2016
Preisindex für neu erstellte Wohnimmobilien 125,6 Q3/2016
Preisindex für bestehende Wohnimmobilien 127,4 Q3/2016

 Quellen:

  • Europace
  • BulwienGesa
  • VDP
  • Statistisches Bundesamt
empirica Miet- und Kaufpreis-Ranking (Q4/2016)  
die zehn teuersten Städte und Landkreise im Mietpreis-Ranking, Neubau (€/m²)  
München (KS) 16,40  
Frankfurt a.M. (KS) 13,17  
Stuttgart (KS) 12,75  
Heidelberg (KS) 11,94
Ingolstadt (KS) 11,93  
Mainz (KS) 11,38  
Berlin (KS) 11,31  
Darmstadt (KS) 11,26  
Düsseldorf (KS) 11,22
Hamburg (KS) 11,20
die zehn teuersten Städte und Landkreise im Kaufpreis-Ranking (ETW), Neubau  (€/m²)  
München (KS) 7,062  
Stuttgart (KS) 5,104  
Freiburg (KS) 4,894  
Ingolstadt (KS) 4,644  
Regensburg (KS) 4,313
Hamburg (KS) 4,290  
Erlangen (KS) 4,241  
Frankfurt (KS) 4,221  
Heidelberg (KS) 4,183  
Düsseldorf (KS) 4,182  
die zehn teuersten Städte und Landkreise im Kaufpreis-Ranking (EZFH), Neubau (€/m²)  
München (KS) 7,194
Heidelberg (KS) 5,277  
Stuttgart (KS) 4,686
Wiesbaden (KS) 4,469
Rosenheim (KS) 4,321  
Darmstadt (KS) 4,305
Augsburg (KS) 4,286  
Düsseldorf (KS) 4,281  
Ingolstadt (KS) 4,244
Frankfurt (KS) 3,953

Quelle: empirica

 

 

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