Logistikimmobilien

Die Logistikbranche ist die Lebensader moderner Volkswirtschaften. Erst sie ermöglicht die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft innerhalb Deutschlands sowie zwischen Deutschland und der Welt mit allen notwendigen Rohstoffen und Waren. Sie stellt eine wichtige Basis für den ökonomischen Wohlstand in Deutschland dar, der stark vom Im- und Exportgeschäft der hiesigen Wirtschaft und Industrie abhängig ist.

Dabei umfasst der Begriff Logistik längst nicht mehr bloß Lagerei und Transport von Waren. Das Leistungsspektrum hat sich mit der Zeit stetig erweitert und professionalisiert. Inzwischen beinhaltet die Branche viele weitere Dienstleistungen – von einfachen Produktionsschritten bis hin zu Servicediensten wie Wartung und Reparatur oder Retourenmanagement. Damit ist die Logistik zu einem elementaren Bestandteil der Produktions- und Wertschöpfungsketten geworden.

Der Bedarf an Logistikflächen wird angesichts der Veränderungen in Konsum und Produktion weiterhin groß bleiben. Gleichzeitig bewirken sie große Veränderungen in der Art und Weise, wie die Menschen versorgt werden. Die Immobilien werden sich hier jedoch erst perspektivisch weiterentwickeln. Ein sehr hoher Anpassungs- und Veränderungsdruck wirkt sich eher im Bereich Transportwesen und Citylogistik aus.

In diesem Kontext wirken Digitalisierung und technologischer Fortschritt insbesondere auf die Belieferung ein. Der Einzug von E-Mobility bei den KEP-Dienstleistern ist erst ein zaghafter Anfang. Zukünftig wird die Belieferung immer mehr von autonom agierenden Systemen (Fahrzeuge, land- und luftgebundene Drohnen o.ä.) durchgeführt. Ein Teil davon wird darüber hinaus über die Sharing- Economy durchgeführt. Privatpersonen werden zukünftig bei ihren Fahrten Lieferungen übernehmen. Hier können sie im Vorfeld per App nachsehen, von wo nach wo ein Paket geliefert werden soll. Liegt hier etwas auf der vorgesehenen Route, kann die Auslieferung über die Privatperson erfolgen. Auch Carsharing- Anbieter steigen in diesen Markt ein, wie die Pilotphase von Daimler und DHL, bei denen Pakete mit Car2Go-Fahrzeugen transportiert werden, belegen. 

Flächenumsatz sowie Fertigstellungs- und Investmentvolumen sind seit Jahren hoch. Megatrends, veränderte Konsummuster und neue Technologien wirken auf die Art der Konstruktion der Logistikimmobilien ein. Dies hat auch zu gestiegenen Anforderungen an die Hallenkonstruktion geführt. Durch die Standardisierung und durch evolutionäre Schritte haben sich die Logistikhallen bereits sukzessive weiterentwickelt. Alles in allem erfüllen die Logistikhallen von heute bereits viele der gestiegenen Anforderungen.

Produktion, Distribution und Handel wachsen langfristig in einer Immobilie zusammen. Man sieht dies bereits an finalen Verarbeitungsschritten der Wertschöpfungskette, die in Logistikhallen durchgeführt werden. Auch After-Sales-Services wie Reparaturen und Garantiedienstleistungen werden bereits in der Logistikimmobilie durchgeführt. Die Logistikimmobilie entwickelt sich also weiter, die E-Fulfilment-Center zeigen hier bereits erste Ansätze. Wir sprechen hier vom Anfang eines grundlegenden strukturellen Wandels. Mittelfristig wird dies eindeutig Auswirkungen auf den Systemzusammenhang Produktion – Distribution – Konsum und damit auch die Immobilie haben.

Allgemeine Kennzahlen Deutschland 2013-2015
 

Anzahl der Beschäftigten in der Logistikbranche

 
 

2,90 Mio.  (2013)

 
 

Umsatz Logistikbranche Deutschland

 
 

230 Mrd. € (2013)

 
 
 

Straßennetz (überörtliche Straßen)

 
 

230.400 km (2014)

 
 

Schienennetz (Betriebsstreckenlänge)

 
 

37.860 km (2013)

 
 

Länge der Wasserstraßen

 
 

7.675 km (2013)

 
   
 

Flächenvolumen Logistik im Bestand

 
254,8 Mio. m²   (2012)
 

Flächenvolumen Logistik im Neubau

 
 

68,6 Mio. m²  (2012)

 
 

Marktvolumen Logistik im Bestand

 
 

127,4 Mrd. € (2012)

 
 

Marktvolumen Logistik im Neubau

 
 

61,7 Mrd. € (2012)

 
   
 

Transaktionsvolumen (Logistik und Industrieimmobilien)

 
 

4,2 Mrd. € (2015)

 
 

Steigerung ggü. Vorjahr

 
 

+ 66 %    (2015)

 

Quellen:

  • Hypzert
  • Statistisches Bundesamt
  • BulwienGesa
  • Colliers
  • Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft
BerlinJLLCBREBNP Paribas
Real Estate
Flächenumsatz
(in m²)
172.400  230.300 165.000  
Fertigstellungen
(in m²)
26.400  
Höchstmiete (€/m²) 4,7 4,8 4,9
Spitzenrendite (%) 5,4 5,2
Düsseldorf
Flächenumsatz
(in m²)
75.000 94.000  
Fertigstellungen
(in m²)
118.900      
Höchstmiete (€/m²) 5,4 5,4  
Spitzenrendite (%) 5,25  
Frankfurt
Flächenumsatz
(in m²)
200.000 260.200 354.000  
Fertigstellungen
(in m²)
87.700      
Höchstmiete (€/m²) 6,0 6,2 6,3
Spitzenrendite (%) 5,25 5,2
Hamburg
Flächenumsatz
(in m²)
255.000 289.600 255.000  
Fertigstellungen
(in m²)
47.300 51.200    
Höchstmiete (€/m²) 5,6 5,7 5,7
Spitzenrendite (%) 5,25  
Köln
Flächenumsatz
(in m²)
90.800   59.000  
Fertigstellungen
(in m²)
75.700      
Höchstmiete (€/m²) 5,0   5,0  
Spitzenrendite (%) 5,25    
München
Flächenumsatz
(in m²)
96.600   106.000  
Fertigstellungen
(in m²)

67.700

     
Höchstmiete (€/m²) 6,75 6,75
Spitzenrendite (%) 5,25   5,25
Leipzig
Flächenumsatz
(in m²)
    145.000  
Fertigstellungen
(in m²)
       
Höchstmiete (€/m²)     4,4
Spitzenrendite (%)    
= Daten aus Q2/16 Q2/16 Q2/16
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