
Pressemitteilung
ZIA: Energetische Sanierung von Immobilien nicht vergessen
Berlin, 22. Oktober 2009 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss vermisst in den bisher öffentlich gewordenen Aussagen der zukünftigen Koalitionäre Stellungnahmen zur Förderung der energetischen Sanierung von Gebäuden. „Anreize für gebäudebezogene Investitionen in den Klimaschutz sind dringend erforderlich. In den Koalitionsverhandlungen darf daher die energetische Sanierung von Immobilien nicht vergessen werden. Nur mit einer sinnvollen Förderung lassen sich die ehrgeizigen klimapolitischen Ziele der Bundesregierung erreichen“, so der ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner.
Der ZIA hat bereits einen Vorschlag erarbeitet, nach dem ähnlich wie bei Denkmalschutzimmobilien auch bei energetischen Sanierungen Investitionen steuerlich erhöht absetzbar sein sollen. Dieser könnte jetzt zur Umsetzung kommen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat in einem Gutachten die fiskalischen Auswirkungen des steuerpolitischen Vorschlags des ZIA zusammengefasst. „Die steuerliche Förderung von energetischer Sanierung ist sogar zum Nulltarif möglich. Eine Klimasanierung des deutschen Wohnungsbestands über Steuervergünstigungen muss nicht zwangsläufig zu großen Steuerausfällen führen. Das sind die Kernergebnisse des Gutachtens“, sagt Dr. Hans Volkert Volckens, Vorsitzender des Ausschusses Steuern bei ZIA und Geschäftsführer von Hannover Leasing. Das auch in der Diskussion befindliche Förderkonzept „Energie-Einspar-Prämie 130“ kann nach Ansicht des ZIA als Anschubvariante eine sinnvolle Ergänzung sein, wenngleich hierbei ähnlich wie bei der Abwrackprämie keine nachhaltige Wirkung durch voraussichtlich begrenzte finanzielle und zeitliche Deckelung zu erwarten ist.


