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Pressemitteilung


Hamburg: Wohnungsbau von SAGA und GWG reicht nicht

• Wiedereinführung der degressiven AfA gefordert
• Frühjahrsgutachten: Miet- und Kaufpreise steigen weiter

Berlin, 5. März 2010 – Die vom Senat angekündigte Wohnungsbauoffensive von SAGA und GWG wird die anstehende Krise auf dem Hamburger Wohnungsmarkt aus Sicht der Immobilienwirtschaft nicht verhindern. Ohne eine weitergehende Förderung des Wohnungsneubaus steuert Hamburg auf eine Wohnungskrise zu. „Der Wohnungsneubau in Hamburg muss gefördert werden“, sagt Andreas Wende, Regionalbeauftragter des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Eine Wiedereinführung der degressiven AfA und vereinfachte Baugenehmigungsverfahren könnten Impulse für den notwendigen Neubau setzen.“ Die Bundesregierung habe den Bedarf an zusätzlichem Wohnungsneubau in Ballungszentren erkannt und im Koalitionsvertrag verankert. Nun müsse sie handeln.

„Der Hamburger Senat sollte sich zudem überlegen, ob weitere Anforderungen an einen optimierten energetischen Wohnungsbau für die Fertigstellungszahlen nicht kontraproduktiv sind. Zur Erreichung der klimapolitischen Ziele gibt es auch andere Möglichkeiten“, so Wende weiter. Sinnvoll sei eine steuerliche Förderung energetischer Sanierung nach dem Vorbild der Denkmal AfA. Berechnungen des Instituts für deutsche Wirtschaft Köln IW zufolge sei diese Förderung von energetischer Sanierung sogar zum Nulltarif möglich.

Die Zahl der Einwohner ist in Hamburg in den letzten fünf Jahren um 2,1 Prozent angestiegen. Die Haushaltszahlen wuchsen noch stärker. Die dadurch gewachsene Wohnungsnachfrage wurde jedoch nicht durch neue Wohnungen aufgefangen. Im Gegenteil: Seit Mitte der neunziger Jahre ist die Zahl der Baufertigstellungen rückläufig und stagniert auf niedrigem Niveau. Ein weiterer Rückgang der Wohnungsfertigstellungen führt zu einer Wohnungskrise auf dem Hamburger Wohnungsmarkt. Weiter steigende Miet- und Kaufpreise sind die Folge. Dies ergibt sich aus dem Frühjahrsgutachten des Rats der Immobilienweisen, welches der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss vorgestellt hat.

Hamburg verzeichnet im Vergleich zu anderen Metropolen den stärksten Anstieg der Angebotsmieten. Die Neuvertragsmieten sind seit 2004 überproportional stark um 16 Prozent angestiegen und lagen im dritten Quartal 2009 bei 10,40 Euro pro Quadratmeter.


Hedonische Mietpreise für Eigentumswohnungen, I 2004 - III 2009, Top 5, Werte: Mietpreisanstieg II. 2009 gegenüber Mittelwert 2005/2006


Auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind gestiegen. Der Kaufpreis für Eigentumswohnungen lag im dritten Quartal 2009 bei 2.800 Euro pro Quadratmeter. Laut Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen werde der Trend zu steigenden Miet- und Kaufpreisen in den nächsten Quartalen anhalten.


Ausblick auf 2010, Top 5



Der Rat der Immobilienweisen
Seit Herbst 2002 haben sich drei führende unabhängige Forschungsinstitute zum „Rat der Weisen der Immobilienwirtschaft“ zusammengeschlossen. Sie sorgen seitdem durch ihre Frühjahrsprognosen für mehr Transparenz auf den Immobilienmärkten. Mitglieder sind BulwienGesa, GfK Geo Marketing und empirica. Für das Frühjahrsgutachten 2010 konnte der „Rat der Weisen der Immobilienwirtschaft“ mit Prof. Dr. Wolfgang Wiegard, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, um einen renommierten Volkswirtschaftler erweitert werden.

    Donnerstag, 09.09.2010

Pressekontakt

Klaus-Peter Hesse
Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.
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