
Pressemitteilung
Tag der Immobilienwirtschaft: ZIA fordert Sparen mit Weitsicht
• Trotz Sparpaket: Stabilisierende Wirkung der Immobilienwirtschaft erhalten
• Diskussionsrunde mit Prof. Hans-Werner Sinn und Prof. Norbert Herzig
• Festredner: Bundesminister Ramsauer
Berlin, 18. Juni 2010 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss hat gestern zum „Tag der Immobilienwirtschaft“ in Berlin eingeladen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Von der Staatshilfe zum Haushaltsloch – was erwartet die Immobilienwirtschaft?“ stand im Zeichen der aktuellen Sparpolitik der Bundesregierung. Bundesminister Peter Ramsauer sprach zu den rund 450 Gästen und lobte den ZIA für seine pragmatische und kreative Verbandspolitik bei den Sparvorhaben der Bundesregierung. Zu den Referenten gehörten Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsförderung und Prof. Norbert Herzig, Direktor an der Universität zu Köln.
Die Mitgliederversammlung des ZIA hat außerdem im Rahmen dieser Veranstaltung eine Resolution verabschiedet. Dazu der Präsident der ZIA, Dr. Andreas Mattner:
„Die Immobilienwirtschaft ist in der Krise ihrer großen volkswirtschaftlichen Bedeutung gerecht geworden. Sie hat trotz vorangegangener Belastungen stabilisierend auf die gesamtwirtschaftliche Situation gewirkt.“ Als Belastungen seien die Erhöhung der Umsatzsteuer, die Einführung der Zinsschranke, die Grunderwerbsteuererhöhung oder die Abschaffung der Eigenheimzulage zu nennen. „Weitere Benachteiligungen der Immobilienwirtschaft im Rahmen der Konsolidierungspolitik sind daher keinesfalls gerechtfertigt.“ Anders als in anderen Ländern sei der Immobilienmarkt nicht der Auslöser der Krise gewesen. Die stabilisierende Wirkung der Branche für die Volkswirtschaft müsse unbedingt erhalten bleiben. Der ZIA erkenne jedoch die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen und strukturpolitischen Handeln an und begrüße die ersten Schritte der Bundesregierung. Der ZIA biete sich daher als Partner der Politik an. „Wir stehen im konstruktiven Dialog mit der Bundesregierung“, so Mattner abschließend.
Der ZIA fordert bei den anstehenden Maßnahmen in seiner Resolution die Berücksichtigung folgender Punkte:
- Ein ausgewogener Anlegerschutz muss die Produktvielfalt der indirekten Immobilienanlagen erhalten.
- Die Gemeindefinanzreform muss eine reine Strukturreform sein und darf nicht zu zusätzlichen Belastungen für die immobilienwirtschaftlichen Unternehmen führen. Keinesfalls darf es dabei zu einer Ausweitung der Besteuerung von ertragsunabhängigen Elementen kommen.
- Die überflüssigen Barrieren im REIT-Gesetz müssen kurzfristig abgebaut werden.
- Die Immobilienwirtschaft nimmt die ökologische Verantwortung gerne an. Eine faire Verteilung der Lasten aus dem Mammutprojekt der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes ist für die erfolgreiche Umsetzung jedoch unerlässlich.
- Wohn- und Gewerbeimmobilien müssen bei der Anwendung der Erbschaftsteuer gleichgestellt werden.
Weitere Infos zum Tag der Immobiliemwirtschaft 2010
Der nächste Tag der Immobilienwirtschaft findet am 28. Juni 2011 in Berlin statt.


