Zahlen, Daten, Fakten: Logistikimmobilien

Die Logistikbranche ist die Lebensader moderner Volkswirtschaften. Erst sie ermöglicht die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft innerhalb Deutschlands sowie zwischen Deutschland und der Welt mit allen notwendigen Rohstoffen und Waren. Sie stellt eine wichtige Basis für den ökonomischen Wohlstand in Deutschland dar, der stark vom Im- und Exportgeschäft der hiesigen Wirtschaft und Industrie abhängig ist. Die Entwicklung auf dem Markt für Logistikimmobilien wird jährlich im Rahmen des Frühjahrsgutachtens analysiert. Lesen Sie hier die Zusammenfassung für das Jahr 2020:

Nach wie vor kann festgestellt werden, dass sich Logistikimmobilien weiter als starke Assetklasse am Immobilienmarkt entwickeln. Auf dem Investmentmarkt verzeichneten Logistikimmobilien ein Transaktionsvolumen von 4,6 Mrd. Euro. Der Anteil von Portfoliotransaktionen stieg in den letzten Jahren auf bis zu 55% im Jahr 2017 an, ging aber zuletzt zugunsten von Einzeltransaktionen wieder etwas zurück. Die Investorennachfrage bleibt unverändert hoch und übersteigt weiterhin das verfügbare Angebot.

Die Mieten spiegeln die Bedeutung der Nähe zu großen Absatzmärkten wider: Die Spitzenmieten für Logistikimmobilien erreichten in A-Städten 6,40 Euro/m² pro Monat. Dort verzeichneten sie seit 2017, ausgehend von 5,70 Euro/m², einen überdurchschnittlich dynamischen Anstieg. In B-Städten sind Logistikflächen für bis zu 5,10 Euro/m² im Angebot, in C-Städten werden in der Spitze 5,00 Euro/m² verlangt und in D-Städten 4,30 Euro/m².

Der Neubau von Logistikflächen ging 2018 erstmals seit 2015 im Vergleich zum Vorjahr zurück. 2019 legten die fertiggestellten Flächen wieder deutlich zu und erreichten mit 4,7 Mio. m² wieder annähernd das bisherige Rekordniveau von 2017. Zurzeit besteht rund ein Viertel des Gesamtbestands von 150 Mio. m² aus modernen Neubauflächen. Bezogen auf die 70 Mio. m² Logistikfläche, die als investmentfähig gilt, beträgt der Anteil neuer moderner Flächen knapp 47%. Der Bedarf an zusätzlichen Flächen wird weiterhin hoch bleiben, ebenso wie die Neubauaktivität: In den nächsten zwei Jahren sind bereits 5,5 bis 6,0 Mio. m² in der Projektpipeline.

Der hohe Bedarf an Logistikflächen wird auch 2020 durch den dynamisch wachsenden Onlinehandel anhalten. Kleinere und näher an den Metropolregionen liegende Objekte werden besonders gefragt sein. Der private Konsum und das Produzierende Gewerbe sorgen für eine hohe Nachfrage nach adäquaten Logistiklösungen – all dies vor dem Hintergrund eingeschränkter Flächenverfügbarkeit.