Zahlen, Daten, Fakten: Hotelimmobilien

Das Hotel als Betreiberimmobilie rückt immer mehr in den Fokus privater und vor allem institutioneller Investoren. In der Vergangenheit wurden Hotelimmobilien lediglich Anlageportfolios beigemischt oder als Ersatzinvestition für beispielsweise Büroimmobilien angesehen. Die Hotelimmobilie hat sich nun als eine eigenständige Asset-Klasse auf dem deutschen Anlagemarkt etabliert. Die Entwicklung auf dem Markt für Hotelimmobilien wird jährlich im Rahmen des Frühjahrsgutachtens analysiert.

Die Übernachtungszahlen legten in Deutschland 2018 das neunte Jahr in Folge zu. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen 2018 die Anzahl der Ankünfte im heimischen Beherbergungsgewerbe um 3,8% auf ca. 185,1 Mio. und die Anzahl der Übernachtungen um 3,9% auf rund 477,6 Mio. an.

Auf dem Investmentmarkt für Hotelimmobilien lag das Transaktionsvolumen 2018 mit knapp 4 Mrd. Euro dennoch knapp unter dem Vorjahresergebnis von 4,2 Mrd. Euro. Trotz steigender Preise ist die Nachfrage weiterhin sehr hoch, aber es fehlt an entsprechenden Angeboten. Größere Portfoliodeals gab es fast nur zu Beginn des Jahres. Dafür fanden viele kleinere Transaktionen für unter 25 Mio. Euro statt. Aufgrund des knappen Angebots stieg auch der Anteil der Forward Deals, die 2018 rund 20% der Transaktionsfälle ausmachten. Dabei sicherten sich Investoren besonders häufig Objekte in B- und C-Städten (Kiel, Lübeck, Essen, Oberhausen, Eschborn, Freiburg, Hannover, Darmstadt etc.).

Der für 2018 erwartete Rückgang der Renditen hat sich bestätigt. Die Spitzenrendite liegt in allen A-Städten mittlerweile bei unter 5%, in München mit 3,75% sogar unter der 4%-Schwelle. Hamburg liegt mit 4,0% an zweiter Stelle, gefolgt von Frankfurt mit 4,1%, Stuttgart mit 4,15%, Köln und Düsseldorf mit je 4,5%. In Berlin sind es 4,75%.

Trotz gestiegener Preise liegt der Wert eines Hotelzimmers in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Nach dem von HVS, London publizierten Hotel-Valuation-Index (der jedoch nur das Upscale-Segment abbildet) belegte München 2017 unter den 33 abgebildeten Städten wie im Vorjahr Platz 10. Mit ca. 307.200 Euro je Zimmer liegt München weit hinter der erstplatzierten Stadt Paris (674.100 Euro pro Zimmer). Die Städte Hamburg und Frankfurt belegen die Plätze 15 und 17 (Vorjahr 16 und 17) und Berlin verbesserte sich um einen Rang auf Platz 19 (rund 218.900 Euro je Zimmer).