ZIA: Zentraler Immobilien Ausschuss https://www.zia-deutschland.de/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de ZIA: Zentraler Immobilien Ausschuss https://www.zia-deutschland.de/typo3conf/ext/lf_base/Resources/Frontend/build/assets/images/logo_rss_zia.jpg https://www.zia-deutschland.de/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss ZIA zu Corona-Maßnahmen: Nicht die Falschen treffen Berlin, 28.10.2020 - Die heutigen Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels stoßen beim Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, auf eine gemischte Resonanz. Ein größerer Schaden für den Handel konnte noch in letzter Minute abgewendet werden, indem das Vorhaben, 25qm pro Kunde zu verlangen, abgewendet wurde. 

„Die Maßnahmen dürfen nicht diejenigen treffen, die keine Gefahr darstellen indem sie sich vorbildlich in Sachen Hygiene und Vermeidung von Infektionen verhalten, und sollten diejenigen erreichen, die durch unverantwortliches Verhalten zu den drastischen Infizierten-Zahlen beigetragen haben“, kommentierte ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Wir haben eher ein Kontrollproblem“.

Mattner erklärte: „Die Gewährleistung von anzahlmäßigen Zugangsbeschränkungen zu den jeweiligen Einzelhandelsgeschäften und einer Eigenverpflichtung zur Einhaltung einer festgelegten „Anzahl pro Person pro Quadratmeter“-Regelung hat in den vergangenen Wochen gut funktioniert. Jede Sorge vor mehr Frequenzen ist wieder einmal unberechtigt, die weiterhin schwachen Passantenströme in den Städten befinden sich derzeit erneut im freien Fall. Sozialkontrolle und private Überwachung garantieren zudem in Gewerbeimmobilien die Hygiene.“ 

Er kritisierte demgegenüber die Entscheidung touristische Übernachtungsverbote zu verbieten. „Auch Hotels sind keine Infektionstreiber gewesen. Die neuen Maßnahmen in diesen Bereichen lassen viele weitere Unternehmen gegen die Wand fahren. Sie sind darüber hinaus juristisch fragwürdig und führen mit zu erwartenden Klagen zu weiterer Unsicherheit bei der Bevölkerung und den Betreibern.“

Ausdrücklich begrüßte Mattner die Entscheidung, die Ausfälle durch die Maßnahmen bei kleinen Betriebe mit bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat zu erstatten und bei größeren Betriebe mit bis zu 70 Prozent. „Das wird sicherlich helfen, das Schwierigste zu überstehen“, so Mattner.

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Wed, 28 Oct 2020 17:15:43 +0100 Corona
Begrenzung der Umlagefähigkeit der CO2-Bepreisung: ZIA lehnt SPD-Vorschlag ab Berlin, 28.10.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, lehnt den Vorschlag der SPD-geführten Bundesministerien zur Begrenzung der Umlagefähigkeit der CO2-Bepreisung, entschieden ab. Demnach haben das Bundesumweltministerium, das Bundesjustizministerium und das Bundesfinanzministerium vorgeschlagen, die Umlagefähigkeit auf 50 Prozent zu beschränken – dies soll sowohl für Wohn- als auch für Gewerbemietverhältnisse gelten. 

„Dieser Vorschlag ist so, wie er auf dem Tisch liegt, nicht tragbar“, sagt Maria Hill, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Energie- und Gebäudetechnik. „Der energetische Zustand von Wohn- und Wirtschaftsimmobilien ist sehr heterogen und muss bei der Ausgestaltung der Umlagefähigkeit Berücksichtigung finden. Die begrenzte Umlagefähigkeit ist zu differenzieren: Je umfangreicher ein Gebäude bereits energetisch saniert ist, desto geringer muss der Teil des CO2-Preises beim Vermieter sein. Wenn ein Eigentümer bereits in eine energetisch hochwertige Immobilie investiert hat, sollte die volle Umlagefähigkeit möglich sein.“

Sanierungen seien zudem bereits heute in vielen Fällen wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Eine pauschale Begrenzung der Umlagefähigkeit, wie im Eckpunktepapier der SPD-Ressorts vorgesehen, würde dieses Problem weiter verstärken. Das Investor-Nutzer-Dilemma würde weiter vertieft. „Eigentümer brauchen viel mehr zusätzliche Möglichkeiten, um Sanierungen wirtschaftlich und technologieoffen durchführen zu können“, so Hill. „Etwa durch die steuerliche Förderung für alle Arten von Immobilien und die deutliche Aufstockung der Förderung oder der Anrechenbarkeit von erneuerbaren Energien am Gebäude.“

Die Stellungnahme des ZIA finden Sie unter diesem LINK

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Wed, 28 Oct 2020 9:10:00 +0100 Energie und Umwelt
ZIA mahnt Augenmaß bei Corona-Maßnahmen an Berlin, 27.10.2020 – Vor dem Hintergrund des morgigen Bund-Länder-Gipfels zu einem möglichen Lockdown Light plädiert der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, für verhältnismäßige Entscheidungen. „Es ist wichtig, eventuelle Maßnahmen und Strategien mit den betroffenen Branchen abzustimmen“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Jede Verschärfung verunsichert die Situation für den Handel weiter. Die Frequenzen in den Fußgängerzonen befinden sich im freien Fall – allein am Montag lagen diese bei durchschnittlich minus 30 Prozent im Vergleich zur Normalfrequenz. Wir müssen daher alles tun, um unsere Innenstädte in der Krise zu stärken. Erneute Schließungen von Handelsimmobilien helfen nicht im Kampf gegen die Pandemie – ganz im Gegenteil: Die Unternehmen, die Eigentümer und Vermieter haben in der Krise Verantwortung übernommen und sichere Hygienestandards geschaffen. Kein Einzelhandelsbereich, kein Shopping-Center war ein Infektions-Hotspot, das gilt auch für Hotels“. Und auch im Bereich der Gastronomie und der Hotellerie müsste die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Ein Lockdown in diesen Segmenten werde zu zahlreichen Insolvenzen führen. Alle Maßnahmen sollten deshalb mit Bedacht gewählt werden.

Mattner erinnerte an einzelne Maßnahmen im März und April zur Beschränkung des Handels, die sich nach heutiger Erkenntnis als nicht erforderlich erwiesen haben. Um das Pandemie-Geschehen einzuschränken, ist es sicherlich richtig, Massenversammlungen zu untersagen – Shopping ist aber kein Massenevent. „In Ladenstraßen und Malls ist es zu keinem einzigen Superspreading-Event gekommen“, betonte Mattner.

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Tue, 27 Oct 2020 13:33:00 +0100 CoronaHandelHotelStadtentwicklung
ZIA für bundesweite Aufhebung von Beherbergungsverboten Berlin, 21.10.2020 – Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald, das Beherbergungsverbot für Mecklenburg-Vorpommern zu kippen, plädiert der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, für eine bundesweite Aufhebung von Beherbergungsverboten. In einer Resolution des Hotel-Ausschusses des Verbands heißt es, dass „die wenig durchdacht wirkenden Regelungen die gesamte Hotellerie und Gastronomie nochmal zusätzlich verunsichert und teilweise erneut hart getroffen haben“.

Der Vorsitzende des Ausschusses Hotelimmobilien, Olaf Steinhage sagte: „Wir brauchen nach den einzelnen Landesentscheidungen jetzt eine bundesweite Regelung, die sich der Rechtsprechung in den Bundesländern, in denen das Beherbergungsverbot aufgehoben wurde, anschließt. Beherbergungsverbote stellen kein sinnvolles Instrument zur Pandemie-Bekämpfung dar und Hotels sind keine Infektionstreiber.“

Viele Unternehmen stünden am Rande des Ruins. Die Unternehmen der Hotel-Branche hätten in den letzten Wochen gezeigt, dass sie durch sichere und strenge Hygiene- und Gesundheitskonzepte Verantwortung übernehmen.

Des Weiteren stellt der ZIA in der Resolution fest, dass die von der Politik angebotenen Überbrückungshilfen nur Teile der Branche erreichen. Größere Hotel-Unternehmen überschritten die hierfür erforderlichen KMU-Kriterien und gingen sowohl auf Betriebsstätten- als auch auf Unternehmensebene leer aus.

Die Gastgewerbe-Resolution des ZIA finden Sie hier: https://bit.ly/2HklXJJ

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Wed, 21 Oct 2020 13:07:00 +0200 Hotel
Professionalisierung im Corporate Real Estate Management: ZIA-Mitglieder entwickeln KPIs für die Branche Berlin, 16.10.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, hat gemeinsam mit führenden Unternehmen aus dem Corporate Real Estate Management (CREM) ein Rahmenwerk entwickelt, mit dem sich der Erfolg und die Leistung von Unternehmen aus diesem Bereich abbilden lassen. „Diese Leistungsindikatoren, die sogenannten Key Performance Indicators (KPI) tragen entscheidend dazu bei, ein einheitliches Verständnis innerhalb der Branche zu entwickeln“, sagt Dr. Zsolt Sluitner, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Corporate Real Estate. „Sie erhöhen die Transparenz und verbessern das Benchmarking, was erheblich zur Professionalisierung des CREM beiträgt.“

Neben einer ausreichenden Datenbasis (Flächendaten, Finanzdaten, Mitarbeiterdaten) und den Steuerungs-KPIs, die aufgrund unterschiedlicher Geschäftsmodelle nicht vereinheitlicht werden können, sind insbesondere die Transparenz-KPIs die relevanten Hauptindikatoren für ein erfolgreiches Immobilien-Geschäft von Unternehmen. Durch sie wird Transparenz im Portfolio und in der Kundenbeziehung generiert. Gleichzeitig dienen diese Kennzahlen als Vergleichswerte für das branchenbezogene Benchmarking. Transparenz-KPIs lassen sich anhand der Kategorien Immobilienkennzahlen (Immobilienportfolio, Betriebskosten, Leerstandsquoten, Endenergieverbrauch, Flächenvolatilität, etc.), Nutzerspezifische Kennzahlen (Nutzer-Zufriedenheit, Flächeneffizienz, Nutzungskosten, etc.) und Finanzkennzahlen (Mietverpflichtungen, Immobilienvermögen, Assets under Management, etc.) unterscheiden.

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Fri, 16 Oct 2020 8:30:00 +0200 CRESonstiges
Beherbergungsverbote werden gekippt: ZIA plädiert für verhältnismäßige Entscheidungen Berlin, 15.10.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt, dass nach Baden-Württemberg nun auch in Sachsen das Beherbergungsverbot aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten aufgehoben wurde. „Es gibt keinen Grund, den Hotelbetreibern und dahinterliegenden Immobilienunternehmen in diesen ohnehin schon schwierigen Zeiten noch mehr Lasten aufzubürden“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Viele Unternehmen stehen am Rande des Ruins. Innerdeutsche Beherbergungsverbote verschlimmern dabei die Situation noch zusätzlich, obwohl sie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht geeignet und unverhältnismäßig sind. Die Unternehmen der Hotel-Branche haben in den letzten Wochen gezeigt, dass sie durch sichere und strenge Hygiene- und Gesundheitskonzepte Verantwortung übernehmen.“ Die Hotellerie brauche Hilfe, um einer Insolvenzwelle entgegenzuwirken – keine weiteren Maßnahmen, durch die Umsätze weiter wegbrechen, so Mattner.

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Thu, 15 Oct 2020 13:52:00 +0200 Hotel
Renovation Wave der EU-Kommission: Alle Nutzungsklassen mit einbeziehen Berlin, 15.10.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, unterstützt das Vorhaben der EU-Kommission, mit dem Strategiepapier „Renovation Wave“ die Themen Energiewende und Klimaschutz detailliert und mit Nachdruck voranzutreiben. „Der Gebäudesektor, insbesondere mit seinen Bestandsimmobilien, ist der Schlüssel dazu, die Klimaziele von Paris zu erreichen“, so ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Dabei ist wichtig, dass dies unter den Voraussetzungen von Wirtschaftlichkeit und Technologieoffenheit geschieht und alle Nutzungsklassen miteinbezogen werden. Die zahlreichen im Dossier enthaltenen Initiativen müssen nun genau geprüft und mit der Branche intensiv diskutiert werden.“

Mattner unterstrich die Bereitschaft der Immobilienwirtschaft, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. „Seit Jahren sind wir Vorreiter beim Klimaschutz – in keinem anderen Sektor sind die bereits realisierten Emissionsreduzierungen so hoch wie im Bereich der Gebäude: Von 1990 bis 2014 erfolgte eine Reduktion von 209 auf 119 Millionen Tonnen jährlich.“ Der ZIA stehe für Gespräche bereit und werde mit der Expertise seiner Mitglieder seinen Beitrag im konstruktiven Dialog auf nationaler und europäischer Ebene leisten, so Mattner.

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Thu, 15 Oct 2020 10:04:00 +0200 Energie und UmweltEuropa
ZIA: Förderung von privaten Ladestationen unzureichend Berlin, 12.10.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bemängelt die Förderung von privaten Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden, wie sie durch das Bundesverkehrsministerium kürzlich bekannt gegeben wurde. „Der Fokus der Förderhöhe kann bei dem Förderprogramm lediglich im Bereich der Einfamilienhäuser liegen, denn für die Integration privater Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern ist die Förderung schlicht unzureichend und nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt Maria Hill, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Energie und Gebäudetechnik. „Wir schlagen folglich eine analoge Ausgestaltung der Förderhöhen wie im Bereich der öffentlichen Ladeinfrastruktur und den hiermit verbundenen Ladepunkten vor. Zudem muss die Förderung modelloffen sein.“ 

Die Kosten reichten insbesondere im Bestand nicht aus, um eine verbesserte Anreizwirkung zu erzielen. Vor allem die Planungs- und Umbaukosten überstiegen die Förderung um ein Vielfaches. „Auch im Neubau ist die Förderhöhe unter Berücksichtigung der komplexen zusätzlich notwendigen Technik sowie der umfangreichen Planung längst nicht ausreichend“, so Hill. „Jegliche Erhöhung des gesetzlich geforderten Umfanges des Ausbaus der Ladeinfrastruktur über eine 1:1-Umsetzung der EU-Richtlinie – in Form des Gesetzentwurfs des GEIG – hinaus konterkariert die Fördermöglichkeit und verhindert diese nachhaltig.“ Darüber hinaus blieben Wirtschaftsimmobilien leider völlig unberücksichtigt.

Das Verkehrsministerium hatte bei der Eröffnung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bekanntgegeben, dass erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden mit einem Zuschuss in Höhe von 900 Euro gefördert werden.

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Mon, 12 Oct 2020 9:33:00 +0200 Energie und Umwelt
ZIA plädiert für Modernisierung der Arbeitsstättenverordnung Berlin, 09.10.2020 – Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um das mobile Arbeiten fordert der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) zu modernisieren. „Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist hier dringend gefordert voranzuschreiten und der wachsenden Bedeutung der multilokalen Arbeit gerecht zu werden“, sagt Andreas Wende, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Büroimmobilien. „Moderne Arbeitswelten lassen sich nicht in ein Korsett veralteter Vorstellungen zwängen, das führt zu volkswirtschaftlichen Ineffizienzen und behindert die dringend notwendige immobilienwirtschaftliche Transformation. Starre Vorgaben bei der Beschaffenheit von Arbeitsplätzen, der Einrichtung und der Konstitution der Fläche gehören der Vergangenheit an – Corona hat diese Entwicklung, die sich eh vollzogen hat, nochmals deutlich beschleunigt.“ Die Unternehmen bräuchten über alle Branchen hinweg flexible Rahmenbedingungen und Auflagen. Auch die Bereiche Datenschutz und Versicherungsfragen erforderten eine pragmatische Ausgestaltung. „Wir sind zum Dialog über die richtigen Lösungen bereit – auch im Rahmen einer Mitwirkung im Ausschuss für Arbeitsstätten“, so Wende. 

Aussagen, die Bedeutung von Büroflächen wird in Zukunft stark abnehmen, erteilt Wende eine Absage. „Der veränderte Flächenbedarf macht die Büroimmobilie keinesfalls obsolet – ganz im Gegenteil“, sagt Wende. „Abgesehen davon, dass wir aktuell in vielen deutschen Städten ohnehin einen dramatisch niedrigen Leerstand bei den Büroflächen haben, wird deren Relevanz wird im Zuge einer modernen Stadtentwicklung steigen. Denn die Themen Corporate Identity, aktivitätsbasierte und gesundheitsorientierte Flächenkonzepte, Kollaborationsmodelle und Quartiersgedanken werden zukünftig mehr und mehr im Fokus stehen. Und hier spielen Büroflächen die entscheidende Rolle.“

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Fri, 09 Oct 2020 9:40:00 +0200 Büro
Studie zur immobilienwirtschaftlichen Transformation: Verbesserte Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand hebt Potenziale Berlin, 08.10.2020 – Bei der Bewältigung des Strukturwandels in Deutschland und der damit einhergehenden notwendigen immobilienwirtschaftlichen Transformation der Unternehmen in Deutschland besteht erheblicher Verbesserungsbedarf in der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand. Insbesondere die Anpassung der immobiliaren Betriebsmittel der Unternehmen an die veränderten Herausforderungen zukünftiger Arbeitswelten – die immobilienwirtschaftliche Transformation – hat noch nicht im ausreichenden Umfang stattgefunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Prof. Dr. Andreas Pfnür, Leiter des Fachgebiets Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Darmstadt. „Beschleunigt durch die COVID-19-Pandemie stehen die Unternehmen derzeit – angesichts der Megatrends des sozio-demografischen Wandels, der Urbanisierung, der Digitalisierung, der Globalisierung und des wachsenden Umweltbewusstseins – vor großen Herausforderungen“, so Pfnür. „Nach einhelliger Einschätzung der Unternehmen könnte dabei jedoch eine deutlich verbesserte Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in den Regionen erheblich effektiver gestalten.“

Ineffizienzen verzögern und verteuern Bau- und Immobilienprojekte

Denn der Grund für die schleppende Umsetzung der immobilienwirtschaftlichen Transformation der betrieblichen Immobilienbestände in der deutschen Volkswirtschaft liege nicht nur in den Unternehmen selbst. 80 Prozent der Unternehmen sehen in einer verbesserten Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand erhebliche Potenziale in ihrer Fähigkeit zum wirtschaftlichen Strukturwandel und damit der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Denn durch Ineffizienzen im Planungs- und Genehmigungsprozess verzögern sich die Projekte um durchschnittlich 20 bis 25 Prozent, sie verteuern sich um 9,6 Prozent und neun Prozent der Bau- und Immobilienprojekte werden aufgrund mangelnder Funktionsfähigkeit in der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand sogar ganz abgebrochen. Hochgerechnet auf die immobilienwirtschaftliche Transformation in allen deutschen Unternehmen ergeben sich aus den Ineffizienzen in der Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor innerhalb der nächsten zehn Jahre Kosten in Höhe von 12,6 Milliarden Euro in jedem Jahr.

„Die Ausschöpfung der Potenziale in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und der öffentlichen Hand zur immobilienwirtschaftlichen Transformation der Unternehmen könnten somit auf breiter Front zentrale ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitsziele der deutschen Volkswirtschaft maßgeblich voranbringen“, so Pfnür. 

„Wenn wir Deutschland als attraktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschafts- und Immobilienstandort beibehalten wollen, müssen wir den betrieblichen Immobilien von Unternehmen mehr Aufmerksamkeit schenken“, ergänzt Dr. Zsolt Sluitner, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Corporate Real Estate. „Insbesondere vor dem Hintergrund des voranschreitenden Strukturwandels und der Digitalisierung der Arbeitswelten müssen diese Flächen in den nächsten Jahren transformiert werden – sonst verlieren wir den Anschluss. Eine aktive Mitwirkung der öffentlichen Hand ist für die immobilienwirtschaftliche Transformation notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen, von regionalen Wirtschaftsräumen und der deutschen Volkswirtschaft insgesamt abzusichern.“

Einheitliche Ansprechpartner und Ausbau der Digitalisierung

Laut Studie sind für 88 Prozent der Unternehmen „Single Window“-Prozesse mit einheitlichen Ansprechpartnern dazu geeignet, die Bearbeitung aufseiten der öffentlichen Hand zu koordinieren und möglicherweise auch zu verantworten, die oben dargestellten Probleme zu einem guten Teil beseitigen. Verbesserungspotenzial habe auch der vermehrte Einsatz „runder Tische“ zwischen allen Beteiligten, die sowohl projektbezogen als auch zum Zwecke langfristiger Planung mit anschließendem integrierten Flächenmanagement von Unternehmen und öffentlicher Hand eingesetzt werden können. Nicht zuletzt verspreche eine umfassende Digitalisierung der bau- und immobilienwirtschaftlichen Prozesse nach Ansicht von 100 Prozent der Interviewten, also der gesamten Stichprobe aller 56 befragten Unternehmen, ein hohes Effizienzsteigerungspotenzial.

Die „ZIA-CREM-Studie 2020 – Die Rolle der öffentlichen Hand in der immobilienwirtschaftlichen Transformation deutscher Unternehmen“ finden Sie unter diesem LINK.  

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Thu, 08 Oct 2020 9:44:40 +0200
ZIA in Anhörung: Neue Gemeinnützigkeit blockiert moderne Stadtentwicklung Berlin, 07.10.2020 – In der heutigen Anhörung zum Thema „Neue Wohngemeinützigkeit“ im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen des Deutschen Bundestages sagte Stefanie Frensch, Sprecherin der ZIA-Region Ost:

„Wir müssen in den angespannten Mietmärkten in den Metropolen mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Wohngemeinnützigkeit ist dafür allerdings nicht der richtige Weg, auch wenn der Ansatz gut klingen mag. Die Gemeinnützigkeit ist schon einmal an der Realität gescheitert. Das Ergebnis: soziale Brennpunkte. Vor allem die soziale Segregation, die durch den Bau reiner Sozialwohnungsbestände entsteht, ist aus unserer Sicht fatal. Sie nimmt den Bewohnern Teilhabe- und Aufstiegschancen.  Deshalb sollte man vor allem auf den Ankauf von Belegungsrechten und den Neubau mit einem Mix aus günstigen und hochwertigen Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen setzen. Vor allem muss aber mehr Bauland ausgewiesen werden, schneller genehmigt und gebaut werden. So schaffen wir mehr Wohnraum ohne ungewünschte soziale Nachteile für die Mieterinnen und Mieter.“

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Wed, 07 Oct 2020 12:11:34 +0200 Wohnen
Umwandlungsverbot gekippt: Jetzt den Planungsturbo zünden Berlin, 30.09.2020 – Das Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen ist aus dem Entwurf für ein Baulandmobilisierungsgesetz gestrichen worden. „Wir begrüßen, dass auch das BMI erkannt hat, dass es im Baugesetzbuch bereits ausreichende Regelungsmöglichkeiten gibt, um ein Gleichgewicht zwischen Eigentums- und Mietwohnungen herzustellen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Hierbei geht es insbesondere um Maßnahmen zur Beschränkung der Bildung von Wohn- und Teileigentum in Sanierungs- oder Erhaltungssatzungsgebieten. Diese sollten in der Anwendung ausgeschöpft und gezielter genutzt werden statt weitere Regulierungen zu schaffen.“

Das Augenmerk solle vielmehr auf der Planungs-und Baubeschleunigung liegen. „Der Schlüssel zu mehr bezahlbarem Bauen und Wohnen liegt in effizient ausgestalteten bauplanungsrechtlichen Normen. Wir müssen jetzt den Planungsturbo für schnellere Prozesse zünden“, so Mattner. 

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Wed, 30 Sep 2020 12:03:42 +0200 Wohnen
Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten: Erneute Einschränkungen für Handel und Hotel nicht erforderlich Berlin, 28.09.2020 – Vor dem Hintergrund des morgigen Bund-Länder-Gipfels zum Thema Corona fordert der Zentrale Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die Politik dazu auf, Maß zu halten und die Erfahrungen aus dem ersten Shutdown zu berücksichtigen. „Erneute Einschränkungen vertragen Handels- und Hotelimmobilien nicht, flächendeckende Einschränkungen würden die Unternehmen zurück in die Steinzeit bringen – ein erneuter Shutdown ist in diesem Bereich nicht notwendig“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner.

Zwei Monate vor dem 1. Advent, dem traditionellen Beginn der Weihnachtsmärkte, betont der ZIA zudem die hohe Bedeutung der Weihnachtsmärkte. „Auch hier werden professionelle Schutz- und Hygienekonzepte erarbeitet“, sagt Andreas Hohlmann, Vorsitzender der ZIA Task Force Handel. „Die Weihnachtsmärkte sind essenzielle Umsatztreiber für die Anbieter auf den Märkten selbst sowie den umliegenden stationären Einzelhandel, sie beleben die Innenstädte und sollten – entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vorausgesetzt – stattfinden dürfen.“

Der Einzelhandel und insbesondere größere Ladengeschäfte seien dazu in der Lage, Hygienemaßnahmen einzuhalten. „Das haben diese in den letzten Wochen eindrücklich unter Beweis gestellt“, sagt Mattner. „Wir pflichten den jüngsten Aussagen des RKI-Chefs bei, dass es in Geschäften bislang ganz wenige Ansteckungen gegeben hat. Und das verdanken wir vornehmlich verantwortungsvollen Schutz- und Hygienekonzepten unter Beachtung der geltenden Rechtslage und der arbeitsmedizinischen Schutz- und Vorsorgeregelungen. Dazu gehören mitunter die Maskenpflicht, die erhöhte Desinfektion von Flächen sowie Abstandsregelungen“, so Mattner.

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Mon, 28 Sep 2020 16:14:00 +0200 Handel
TKG-Novelle: Einigung bei Umlagefähigkeit gut für Mieterinnen und Mieter Berlin, 25.09.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt die mehrheitliche Haltung der Bauminister von Bund und Ländern bei der Bauministerkonferenz, die Umlagefähigkeit der Kabelgebühren bei der anstehenden Reform des Telekommunikationsgesetzes (TKG) beizubehalten. „Dies ist eine positive Nachricht für viele Mieterinnen und Mieter in Deutschland“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Die Wohnungsunternehmen werden so auch in Zukunft in der Lage sein, die Kostenersparnisse an ihre Mieter weiterzurreichen.“ Denn aktuell zahlten zahlreiche Mieterinnen und Mieter über ihre Wohnnebenkosten die monatlichen Grundgebühren für ihren Kabel-TV-Anschluss – und kommen hierbei weitaus günstiger weg, als wenn sie auf die Angebote anderer Kabel-TV-Anbieter zurückgreifen müssten. Das Kabelfernsehen wäre ohne Umlagefähigkeit bis zu 200 Euro pro Jahr teurer, weil jeder einen Einzelvertrag abschließen müsste. 

„Auch für den Breitbandausbau ist dies eine gute Nachricht“, so Mattner. „Denn das Gros der Gewinne aus dem Kabelgeschäft wird reinvestiert. Die Investitionen in den Ausbau der Breitbandkabelinfrastruktur können sich sehen lassen: Allein in den ZIA-Mitgliedsunternehmen werden regelmäßig mindestens 200 Mbit angeboten – das ist etwa achtmal schneller als der Durchschnitt in Deutschland.“

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Fri, 25 Sep 2020 17:30:00 +0200 Wohnen
Verschärfung der EU-Klimaziele erfordert gemeinsame Kraftanstrengung Berlin, 16.09.2020 – In ihrer ersten Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unter anderem eine Verschärfung des EU-Klimaziels vorgeschlagen, wonach bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 mindestens 55 Prozent Emissionen eingespart werden sollen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt diese Ziele, weist aber zugleich darauf hin, dass dies nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung aller relevanten Akteure gelingen wird. „Die Pläne der EU-Kommission sind sehr ehrgeizig und herausfordernd“, so ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Die Immobilienwirtschaft weiß um ihre Verantwortung. Seit Jahren sind wir Vorreiter beim Klimaschutz – in keinem anderen Sektor sind die bereits realisierten Emissionsreduzierungen so hoch wie im Bereich der Gebäude: Von 1990 bis 2014 erfolgte eine Reduktion von 209 auf 119 Millionen Tonnen jährlich. Bestandsimmobilien sind die wichtigste Stellschraube zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor. Hier brauchen wir ein technologieoffenes und wirtschaftlich sinnvolles Umfeld“. Dazu zähle etwa die verbesserte steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung.

„Um das Ziel der zusätzlichen Emissionsreduzierung anzugehen, sollte jetzt dringend der angekündigte European Climate Pact vorangebracht werden. Deutschland kann hier seine Expertise aus der Innovationspartnerschaft mit einbringen – erst recht vor dem Hintergrund der laufenden Ratspräsidentschaft“, so Mattner.

Der ZIA steht zu Gesprächen bereit und wird mit der Expertise seiner Mitglieder seinen Beitrag im konstruktiven Dialog auf nationaler und europäischer Ebene leisten.

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Wed, 16 Sep 2020 10:25:26 +0200 Energie und UmweltEuropa
Herbstgutachten 2020: Innenstädte in Gefahr
  • Hotellerie: Erholung erst bis 2024
  • Wohnimmobilienmarkt unbeeindruckt von Corona-Pandemie
  • Logistikimmobilien: Bedeutung sicherer Supply Chain steigt
  • Büromarkt auf Richtungssuche
  • Verstärkte Nachfrage bei Pflegeimmobilien
  • Berlin, 14.09.2020 – Die Innenstädte in Deutschland sind infolge der Corona-Krise in großer Gefahr, ihre Attraktivität zu verlieren. Förderkonzepte müssen in Zukunft viel treffsicherer sein. Krisengewinner, wie beispielsweise der Onlinehandel, sollten nicht unnötigerweise subventioniert werden. Trotz aller politischer Maßnahmen sind viele Unternehmen nachhaltig in ihrer Existenz bedroht. Das betrifft den stationären Einzelhandel in den Innenstädten ebenso wie die Hotellerie. Dies sind Ergebnisse aus dem Herbstgutachten 2020 des Rates der Immobilienweisen, der im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die Auswirkungen der Corona-Krise auf die verschiedenen Nutzungsarten untersucht hat. 

    „Die Lebendigkeit der Innenstädte ist bedroht – es sind die wegbrechenden kleinen Einzelnutzer in Fußgängerzonen und Handelszentren, die fehlen werden“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Wenn wir hier jetzt nicht gegensteuern, fährt der stationäre Einzelhandel gegen die Wand. Bereits zum heutigen Zeitpunkt zeichnet sich ab: es wird Zahnlücken in den deutschen Fußgängerzonen und Handelszentren geben – das ganze Ausmaß werden wir erst im Laufe des kommenden Jahres spüren. Wir müssen ergebnisoffen über neue Wege und Konzepte der Innenstadtgestaltung und Immobiliennutzung nachdenken. Es ist gemeinsame Aufgabe aller Akteure der Stadtgesellschaft, die Lücken zu füllen – wie etwa beim Konzept des Business Improvment District.“ Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institute und Autor des Einzelhandelsimmobilienkapitels, ergänzt: „Während die Nahversorgungsstandorte florieren, müssen zur Rettung selbst der Innenstädte Veränderungen durch schnellere und pragmatischere Genehmigungsverfahren für den Umbau möglich werden.“

    Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

    Einem guten Start in das Jahr 2020 zum Trotz wurde die deutsche Volkswirtschaft durch die Corona-Pandemie und die seit Mitte März erfolgten Einschränkungen zur Eindämmung der Infektionen stark beeinträchtigt und in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Die schnellen politischen Reaktionen zur Bewältigung der Krise konnten eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland – im Gegensatz zu anderen Ländern – verhindern und waren zudem hilfreich, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern. Dies umfasst neben Steuerstundungen und Kurzarbeit etwa die temporäre Mehrwertsteuersenkung, weil sie geeignet ist, die Realwirtschaft positiv zu beeinflussen. 

    Der deutsche Wohnimmobilienmarkt ist aufgrund von langjährig festgeschriebenen Zinsen, hohen Laufzeiten und hohen Eigenkapitalanforderungen von Stabilität gekennzeichnet. Dagegen sind Wirtschaftsimmobilien besonders anfällig für Konjunktureinbrüche und Unternehmensinsolvenzen. „Ein anhaltender Einbruch der Nachfrage bei den besonders betroffenen Wirtschaftsbereichen kann zu erheblichen Korrekturen bei Mieten und Preisen führen,“ sagt Prof. Dr. Dr. Lars P. Feld von der Universität Freiburg, der die gesamtwirtschaftliche Entwicklung analysiert hat. Beeinträchtigte oder ausbleibende Mieteinnahmen würden die Renditen der Investoren erheblich reduzieren – mit entsprechenden Auswirkungen auf Immobilienunternehmen, Banken und damit auch auf die Finanzstabilität. Demgegenüber könnte das Kündigungsmoratorium zu einer Problemverschleppung geführt haben. Weitere regulatorische Eingriffe in den Wohnungsmarkt schwächen das Vertrauen in Investitionen. Ein Mietenstopp würde Investitionen in einer Situation bremsen, in der sie am dringendsten gebraucht werden. 

    Hotellerie: Erholung erst bis 2024

    Der Erhalt und die Stärkung urbaner Vielfalt stützt dabei auch die gebeutelte Hotellerie. Der Corona-bedingte Shutdown brachte den Tourismus in Deutschland fast vollständig zum Erliegen. Im ersten Halbjahr 2020 sanken die Übernachtungszahlen in Deutschland um rund 47 Prozent zum Vorjahr (Shutdown-Monate April und Mai: -89,3 Prozent beziehungsweise -74,9 Prozent). Trotz der schrittweisen Aufhebung der Reisebeschränkung und der damit einhergehenden erhöhten touristischen Nachfrage zeigte sich im Juni 2020 dennoch ein Übernachtungsminus in Höhe von 41,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Tourismus in Deutschland wird frühestens 2022 wieder das Niveau von 2019 erreichen – mit einer Erholung ist wohl eher in den Jahren 2023/2024 zu rechnen. Die bestehenden staatlichen Maßnahmen werden kaum ausreichen, um einer Insolvenzwelle in der Hotellerie entgegenzuwirken, deren Ausmaß durch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht verschleiert wird. Es bedarf allerdings faktischer Hilfe und keiner Kosmetik für Regulierung.

    „Die Hotelbranche steht in den kommenden Jahren vor der Herausforderung, die Auswirkungen der Corona-Krise in einem strukturellen Umbruch zu bewältigen. Um die hieraus resultierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und die Volkswirtschaft abzufedern, sind intelligente staatliche Unterstützungen gefragt“, sagt Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter der bulwiengesa AG, der im Herbstgutachten die Entwicklung der Büro-, Logistik-, Hotel und Pflegeimmobilien analysiert hat. Ohne massive Unterstützung und einer Verlängerung bereits existierender Hilfen werden sich die vergangenen Entwicklungen verstärken: Kleine mittelständische Hotelbetriebe mit geringen Liquiditätsreserven und veralteten Konzepten werden aufgeben, der Einfluss finanzstarker Hotelketten zunehmen. In wirtschaftlich schwächeren, ländlichen Räumen würden Betriebsschließungen zu hoher Arbeitslosigkeit und Gewerbesteuerverlusten führen. Auch würde die öffentliche Funktion, die die dortigen Betriebe mit ihrer Gastronomie und ihren Veranstaltungsfazilitäten erfüllen, verloren gehen.

    Wohnimmobilienmarkt unbeeindruckt von Corona-Pandemie

    „Der Wohnungsmarkt zeigt sich von der Corona-Pandemie und ihren Folgen bislang völlig unbeeindruckt. Die Mietausfälle sind vernachlässigbar“, stellt Prof. Harald Simons, Vorstand der empirica AG, fest. Die bisher vorherrschenden Trends der Mietentwicklung scheinen ungebrochen. Beim Wohnungsbau zeigt sich kein Einbruch, das Angebot wächst weiter. Ebenso steigen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sowie für Ein- und Zweifamilienhäuser insgesamt unbeeindruckt weiter an, zumal auch die Zinsen anhaltend niedrig sind. Bei Wohnimmobilien gibt es anders als bei Gewerbeimmobilien praktisch keinen Einbruch bei den Mietzahlungen. Weitere Regulierungen oder sonstige Eingriffe finden daher keinen Boden. 

    Die Erfahrungen während des Lockdowns können allerdings die Wohnlagepräferenzen beeinflussen. „Pendeldistanzen verlieren an Bedeutung bei abnehmender Präsenzpflicht aufgrund flexiblerer Arbeitsformen. Das Umland der Städte, aber auch ländliche Räume mit entsprechender Anbindung an wirtschaftsstarke Regionen können mittelfristig an Bedeutung gewinnen“, ergänzt Carolin Wandzik, Geschäftsführerin der GEWOS, die die Wohnungsmärkte in ländlichen Räumen untersucht hat.

    Das vollständige Herbstgutachten 2020 finden Sie unter diesem LINK.

    Die Zusammenfassung des Herbstgutachtens 2020 finden Sie unter diesem LINK

    Weitere Ergebnisse aus dem Herbstgutachten 2020: 

    Logistikimmobilien: Bedeutung sicherer Supply Chain steigt

    Die Nachfrage bei Nutzern und Investoren im Segment der Logistikimmobilien ist weiterhin hoch und hat sich während der Krise sogar noch verstärkt. Das Investmentvolumen in Lager-, Logistik- und Unternehmensimmobilien lag im ersten Halbjahr mit knapp 3,9 Milliarden Euro 57 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. „Weil eine sichere Supply Chain im Krisenfall wichtiger als eine kosteneffiziente Supply Chain erscheint, werden Logistikimmobilien auch in den nächsten Jahren stabile, resiliente Investments darstellen“, erklärt Schulten. Getrieben durch eine erhöhte Nachfrage wachsen die Spitzenmieten vielerorts unverändert. Zukünftig werden dabei auch mehr Ansiedlungsentscheidungen zugunsten peripherer Lagen fallen.

    Büromarkt auf Richtungssuche

    Im ersten Halbjahr 2020 wurden mit 1,13 Millionen Quadratmetern umgesetzter Bürofläche lediglich 66 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht, da Anmietungsentscheidungen vorerst eingestellt beziehungsweise deutlich in die Zukunft verschoben wurden. Die Fundamentalkennzahlen sind jedoch weiterhin positiv – auch aufgrund der Ausgangssituation: Vor allem in den Metropolen stand eine vitale Nachfrage einem limitierten Angebot gegenüber. Erhebungen und Diskussionsbeiträge zum Homeoffice-Trend gehen derzeit davon aus, dass gegenüber dem durchschnittlichen Büroflächenbedarf von 2019 rund zehn Prozent weniger Büroflächen benötigt werden. Für den deutschen Büroimmobilienmarkt war bisher aber entscheidender, wie stark die Bürobeschäftigung zu- oder abnahm. In den A-Städten sank die Bürofläche pro Kopf von 2006 bis 2019 von 27 auf zuletzt 25 Quadratmeter, gleichzeitig stieg die Zahl der Bürobeschäftigten um rund zwei Millionen in Deutschland. „Diesem Effekt ist eine größere Hebelwirkung für den Immobilienmarkt zuzuschreiben als etwa Details in der branchenabhängigen Arbeitsorganisation“, so Schulten.

    Verstärkte Nachfrage bei Pflegeimmobilien

    Als defensive und konjunkturunabhängige Immobilienanlage mit nachhaltigem Cashflow sind Seniorenimmobilien in der aktuell rezessiven Marktphase bei gleichzeitig hohen Marktliquidität verstärkt gefragt. So wurden im ersten Halbjahr 2020 auch rund 888 Millionen Euro umgesetzt. Dieser Nachfragedruck spiegelt sich auch in den Renditen: Die Spitzenrenditen für Pflegeheime liegen derzeit bei rund 4,3 Prozent und für Betreutes Wohnen bei 3,5 Prozent. Der in den kommenden Jahren stark wachsende Sektor für Seniorenwohnen und -pflege sollte hinsichtlich lokal verfügbarer Arbeitskapazitäten, Bedürfnissen auf Freiraum und Erdgeschossnutzungen rechtzeitig in die Stadtentwicklungspolitik und Baukultur eingebunden werden.

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    Mon, 14 Sep 2020 11:37:00 +0200 BüroGesundheits- und SozialimmobilienHandelHotelKapitalmarkt und SteuernLogistikRegionalWohnen
    Immobilienwirtschaft in der Pandemie am digitalen Scheideweg
  • Digitalisierungsbudgets steigen weiter
  • Personalmangel seit fünf Jahren größte Hürde
  • ESG ohne Digitalisierung nicht denkbar
  • Berlin, 9. September 2020. Gut jedes vierte Unternehmen der Immobilienwirtschaft (27 Prozent) investiert mittlerweile mehr als 5 Prozent seines Jahresumsatzes in die digitale Transformation. Insbesondere der Vergleich im Zeitverlauf zeigt: Digitalisierungsinvestitionen sind in der Immobilienwirtschaft zu einer festen, signifikanten Größe aufgestiegen. Vor zwei Jahren lag der Anteil der Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes auf die Digitalisierung verwendeten, mit 14 Prozent gerade einmal bei der Hälfte. 

    Gerade in der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig die Investitionen in Digitalisierung sind: Eine deutliche Mehrheit der Befragten (84 Prozent) gibt an, dass ihr Unternehmen die Krisensituation ohne digitale Technologien nicht unbeschadet überstehen könne. Und knapp 80 Prozent erwägen eine dauerhafte Ausweitung von Homeoffice und digitalen Meetings in ihren Unternehmen. 

    Das sind Ergebnisse der aktuellen Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge erhoben wurde. Für die Studie wurden im Sommer 2020 insgesamt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von privatwirtschaftlichen wie auch öffentlichen Unternehmen mit Bezug zur Immobilie befragt.

    „Die Auswirkungen der Pandemie sind für die Branche ein Lackmustest. Die Vorteile der Digitalisierung zeigen sich nun überdeutlich: sowohl den Marktteilnehmern, die in den vergangenen Jahren bereits vorangeschritten waren und nun profitieren, als auch jenen, die jetzt dringenden Nachholbedarf spüren. Die Branche steht momentan am digitalen Scheideweg“, sagt Christian Schulz-Wulkow, Leiter des Immobiliensektors bei EY in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die gute Nachricht ist der insgesamt steigende Reifegrad der Branche: Fast die Hälfte der Befragten befindet sich nach eigenen Angaben bereits in der Etablierungs- und 39 Prozent in der Entwicklungsphase der digitalen Transformation.

    „Während in den vergangenen Jahren Experimentierfreudigkeit und zuletzt Prozesseffizienz im Fokus der Digitalisierungsbemühungen standen, geht es in der Krise teils um die Existenz. Ganze Geschäftsmodelle werden infrage gestellt. Digitalisierung wird dadurch auch für vormals skeptischere Branchenteilnehmer von einer vermeintlichen Spielerei zum essenziellen Erfolgsfaktor“, sagt Martin Rodeck, Vorsitzender Innovation Think Tank des ZIA und Vorsitzender der Geschäftsführung der EDGE Technologies GmbH. So gaben 55 Prozent der Befragten an, dass die Krise interne Digitalisierungsdefizite aufgezeigt habe.

    Personalmangel bleibt schwierigste Herausforderung

    Seit der ersten Erhebung der Digitalisierungsstudie im Jahr 2016 stellen fehlende personelle Ressourcen Jahr für Jahr die größte Hürde für die Digitalisierung dar – das geben auch in der diesjährigen Befragung 72 Prozent der Teilnehmer an. Während in Bezug auf qualifiziertes Personal jedoch kaum Fortschritte zu erkennen sind, zeigen sich in anderen Bereichen positive Entwicklungen: Nachdem in den Jahren 2016 bis 2018 viele Studienteilnehmer eine fehlende Digitalisierungsstrategie als Herausforderung sahen, scheint diese Hürde seit 2019 gesunken zu sein. Auch der Datenschutz wird heute als geringere Hürde angesehen als noch in den Jahren zuvor.

    Nachholbedarf bei Grundlagentechnologien

    Hohe Kosten für den Aufbau der IT-Infrastruktur führen bei 52 Prozent der Studienteilnehmer dazu, dass Maßnahmen lediglich auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Immerhin 51 Prozent sehen sich zudem durch Themen wie IT-Sicherheit gebremst. Die vollumfänglichen Möglichkeiten von Soft- und Hardware sind nur 51 beziehungsweise 48 Prozent der Studienteilnehmer bekannt. „Bei der IT-Infrastruktur herrscht noch Nachholbedarf. Da diese jedoch die absolute Grundlage aller digitalen Technologien darstellt, drängt die Zeit, den Rückstand aufzuholen“, sagt Rodeck. „Die IT-Infrastruktur wird sonst zum limitierenden Faktor selbst für die beste Idee.“ So nutzen derzeit nur 38 Prozent der Studienteilnehmer Data Analytics aktiv. Zudem gab die Hälfte der Befragten an, sich nicht ausreichend mit diesem Thema auszukennen.

    ESG ohne Digitalisierung nicht denkbar

    Eine herausgehobene Stellung schreiben die Studienteilnehmer der Digitalisierung bei den als „ESG“ (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) umschriebenen Nachhaltigkeitsbestrebungen zu. Sie ist der Schlüssel für eine professionelle Umsetzung der ESG-Richtlinien, meinen 84 Prozent der Befragten. Daten und deren Auswertung sind für 87 Prozent der Teilnehmer die Basis für ein professionelles ESG-Management. „Die Potenziale digitaler Technologien und Anwendungen etablieren sich immer mehr auch als wertstiftendende Treiber im Rahmen einer erfolgreichen ESG-Strategie. Eine solide Datenbasis ist die Voraussetzung, um ESG-Vorgaben wie etwa die Reduktion von Verbräuchen und Emissionen überprüfen zu können – ohne Digitalisierung lassen sich die Klimaziele nicht erreichen!“, sagt Schulz-Wulkow.

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    Wed, 09 Sep 2020 11:00:00 +0200 Innovation und Digitalisierung
    Tag der Logistikimmobilie: Luksic fordert Re-Privatisierung des Lkw-Mautbetreibers Toll Collect Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, MdB, hat sich beim Tag der Logistikimmobilie des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA für eine Re-Privatisierung der Toll Collect ausgesprochen. Beim ersten großen Branchentreffen der Logistikimmobilienunternehmen sagte Luksic, die endgültige Verstaatlichung des Unternehmens im Januar 2019 habe das Bundesverkehrsministerium vorgenommen, „mit dem einzigen Zweck, die bereits damals vom Scheitern bedrohte Pkw-Maut durch vermeintliche Synergieeffekte mit der Lkw-Maut zu retten.“

    Weiter sagte der FDP-Politiker: „Mit dem Scheitern der Pkw-Maut nach dem EuGH-Urteil sind auch die Synergieeffekte Geschichte. Es darf deshalb bezweifelt werden, dass eine aktuelle und ehrliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erneut die Verstaatlichung einer Privatisierung vorziehen würde. Toll Collect sollte wie geplant privatisiert werden, das bringt dem Bund Einnahmen und verhindert schmutzige Deals mit Staatsunternehmen.“

    Der Bund hatte Toll Collect im Herbst 2018 nach Auslaufen des Betreibervertrags im Herbst übernommen. Dies war eigentlich nur bis zu einem Weiterverkauf an neue private Betreiber geplant. Im Januar 2019 entschied Bundesverkehrsminister Scheuer dann aber, das Unternehmen auf Dauer zu behalten, da der Betrieb in staatlicher Regie wirtschaftlicher sei. Anlagen von Toll Collect sollten außerdem beim Betrieb der inzwischen gescheiterten Pkw-Maut mitgenutzt werden.

    Ein Video-Interview mit Oliver Luksic beim Tag der Logistikimmobilie finden Sie hier: https://youtu.be/5LRwqCaEASI

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    Tue, 08 Sep 2020 16:28:00 +0200 Logistik
    Ministerin a.D. Aygül Özkan neue ZIA-Geschäftsführerin Berlin, 03.09.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, verstärkt erneut seine Führungsstruktur. Der Vorstand hat Aygül Özkan mit sofortiger Wirkung zur weiteren Geschäftsführerin berufen. Die 49 jährige Juristin und Wirtschaftsmanagerin blickt auf 20 Jahre Führungsfunktionen in der deutschen Wirtschaft, bei der Deutschen Telekom AG, der TNT Post sowie zuletzt als Geschäftsführerin und Mitglied der Management Group Germany der Deutschen Bank PCC Services GmbH. Die mehrfach als Young Leader ausgezeichnete Hamburgerin bekleidete politische Führungsämter in der Hamburgischen Bürgerschaft wie auch im Niedersächsischen Landtag und war zudem Landesministerin in Niedersachsen. Neben zahlreichen weiteren Ehrenämtern führt sie als Vorstand den Bundesverband der Migrantenwirtschaft.

    ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner: „Mit Aygül Özkan kommt eine hochkompetente ehemalige Gesundheits- und Bauministerin zu uns – nicht nur in diesen Zeiten ein ganz besonderer Gewinn“.

    Im Zuge des weiteren Wachstums des Spitzenverbandes der Immobilienwirtschaft konnte bereits der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Bundes-wirtschaftsministerium Oliver Wittke, MdB verpflichtet werden. Der einstige Landesbauminister und Oberbürgermeister aus NRW beginnt sein Amt im März 2021 beim ZIA. Mit in der Geschäftsführung bleibt Rechtsanwalt Gero Gosslar, Sun Jensch ist von der ZIA-Geschäftsführung in die Geschäftsführung der ZIA Service GmbH gewechselt und wird dort die ständig wachsenden wirtschaftlichen Aktivitäten des Verbandes ausbauen.

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    Thu, 03 Sep 2020 13:58:00 +0200 Verband Intern
    ZIA kritisiert Vorgaben zum ESG-Reporting für Immobilienfonds Berlin, 03.09.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, kritisiert die Vorschläge der europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) für technische Regulierungsstandards zur EU-Offenlegungs-Verordnung. In seiner Stellungnahme bemängelt er insbesondere die Komplexität und den Detailgrad der Vorgaben, aber auch die fehlende Proportionalität der Regelungen nach Größe und Ausrichtung der verpflichteten Unternehmen. Demnach müssen Fondsmanager und andere Finanzmarktakteure künftig umfassend und detailliert über Nachhaltigkeitsaspekte auf ihrer Website, in Verkaufsprospekten und Jahresberichten informieren. So soll etwa über ein Template durch 32 Indikatoren dokumentiert werden, wie sich Investitionen auf verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte auswirken (sog. principle adverse impacts).

    „Der ZIA unterstützt den notwendigen Wandel im Zusammenhang mit entsprechenden ESG-Aktivitäten. Transparenz und Vergleichbarkeit zu schaffen ist dazu grundlegend wichtig. Ob die Offenlegungs-Verordnung Klarheit bringt, ist zweifelhaft – zumal sie nicht mit der Taxonomie synchronisiert ist“, sagt ZIA-Vizepräsident Jochen Schenk. „Die Vorgaben sind viel zu einseitig auf Unternehmensbeteiligungen zugeschnitten, wohingegen Immobilien keine Berücksichtigung finden. Auch der vorgesehene Zeitraum greift viel zu kurz: Die weiteren durch die ESAs angekündigten Templates für ESG- und Impact-Produkte müssen erst noch konsultiert werden und liegen voraussichtlich erst Anfang 2021 final vor. Angesichts der zu erhebenden Datenmengen und zu implementierender Prozesse ist der bis März zur Verfügung stehende Zeitraum viel zu kurz.“

    Die Offenlegungs-Verordnung ist Teil des EU Sustainable Finance Action Plan und kommt bereits am 10. März 2021 zur Anwendung.

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    Thu, 03 Sep 2020 7:40:00 +0200 Kapitalmarkt und Steuern