Coronavirus und die Immobilienwirtschaft

Abruf von Corona-Hilfen für Unternehmen

 

Überblick

 

 

 

beantragt

bewilligt

KfW-Liquiditätshilfen

61,17 Mrd. Euro

46,33 Mrd. Euro

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

-

6,78 Mrd. Euro

Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (Kredite)

2,13 Mrd. Euro

1,57 Mrd. Euro

Großbürgschaftsprogramm des Bundes

-

2,76 Mrd. Euro

Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler

-

13,70 Mrd. Euro

Überbrückungshilfe I für KMU

1,46 Mrd. Euro*

1,42 Mrd. Euro

Überbrückungshilfe II für KMU

1,68 Mrd. Euro*

1,44 Mrd. Euro

Überbrückungshilfe III für KMU

-

-

Novemberhilfe

4,68 Mrd. Euro

1,78 Mrd. Euro

Dezemberhilfe

2,77 Mrd. Euro

0,99 Mrd. Euro

*ohne BW

(Stand: 19.1.2021)

 

Details

 

 

KfW-Liquiditätshilfen (Stand 14.1.2021)

-        Antragsvolumen: 61,17 Mrd. €

-        Bewilligt: 46,33 Mrd. €

-        Programmvolumen unbegrenzt (im Haushalt 150 Mrd. € vorgesehen) und keine Aufteilung zwischen den einzelnen Programmen

-        Davon:

 

 

KfW-Unternehmerkredit

 

ERP-Gründerkredit

 

KfW-Schnellkredit

 

Sonderprogramm für Konsortialfinanzierung (Direktbeteiligung)

 

Antragsberechtigt

Unternehmen jeder Größe inkl. Einzelunternehmer und Freiberufler länger als 5 Jahre am Markt, die bis zum 31.12.2019 wirtschaftlich gesund und tragfähig waren

Unternehmen jeder Größe inkl. Einzelunternehmer/innen und Freiberufler/innen 3 bis 5 Jahre am Markt, die bis zum 31.12.2019 wirtschaftlich gesund und tragfähig waren

Unternehmen jeder Größe inkl. Einzelunternehmer/innen und Freiberufler/innen seit min. 1. Januar 2019 am Markt*, die 2019 oder in Summe der Jahre 2017 bis 2019 Gewinne erwirtschaftet haben

Mittelständische & große Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

 

Förderung

Betriebsmittel, Liquidität für Personalkosten, Mieten, Warenlager, Investitionen, Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen und tätige Beteiligungen (Vorhaben in Deutschland)

Förderung für: Betriebsmittel, Liquidität für Personalkosten, Mieten, Warenlager, Investitionen

Kredithöhe

Maximal 100 Mio. € pro Unternehmen/-sgruppe

 

Max. 300.000 € für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Max. 500.000 € für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Max. 800.000 € für Unternehmen mit über 50 Beschäftigten

Finanzierungen ab i.d.R. 25 Mio. €

 

Ha­ftungsfreistellung der KfW

90%

80%

100%

Max. 80%

Antragsvolumen

34,99 Mrd. € (davon 18,60 Mrd. € KMU)

1,61 Mrd. € (davon 1,28 Mrd. € KMU)

6,24 Mrd. €

16,05 Mrd. €

Bewilligungen

28,61 Mrd. € (davon 16,61 Mrd. € KMU)

1,45 Mrd. € (davon 1,18 Mrd. € KMU)

6,04 Mrd. €

8,43 Mrd. €

Weitere:

-           Maßnahmenpaket Start Ups

o    Antragsvolumen: 1,78 Mrd. € (bewilligt: 1,31 Mrd. €)

-           Darlehen gemeinnützige Organisationen

o    Antragsvolumen: 0,49 Mrd. € (bewilligt: 0,49 Mrd. €)

 

(Stand: 29.12.2020)

 

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Stand 19.1.2021)

-        Kapitalmaßnahmen und Bürgschaften für große Unternehmen

-        Für Kapitalmaßnahmen sind 100 Mrd. €, für Bürgschaften 400 Mrd. € verfügbar.

-        Bisher bewilligt: 7,87 Mrd. € für 7 Fälle (Lufthansa, FTI Touristik, TUI, MV Werften, German Naval Yards Kiel, Schlote Holding, Novum Hospitality)

 

Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (Stand 6.1.2021)

-        Bürgschaften für Betriebsmittel und Investitionsfinanzierungen

-        Bewilligt: 1,57 Mrd. € unterstütztes Kreditvolumen, 1,14 Mrd. € Bürgschaftsvolumen

 

Großbürgschaftsprogramm des Bundes (Stand 5.1.2021)

-        Ab einem Bürgschaftsbetrag von 20 Millionen € beteiligt sich der Bund in den strukturschwachen Regionen.

-        Der Bund ermöglicht hier die Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. €. Bürgschaften können aktuell maximal 90 % des Kreditrisikos abdecken, d.h. die jeweilige Hausbank muss mindestens 10 % Eigenobligo übernehmen.

-        Bewilligt: 2,76 Mrd. € (10 Bürgschaftszusagen)

 

Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler (Stand 30.11.2020)

-        Anträge konnten bis 31.5.2020 über die Länderbehörden gestellt werden

-        Programmvolumen: ursprünglich bis zu 50 Mrd. € (im 2. Nachtragshaushalt angepasst auf 18 Mrd. €)

-        Bewilligt: 13,70 Mrd. € + Soforthilfeprogramme der Bundesländer (BW, BY, BB, MV, SL, SN, ST und TH haben kein eigenes Landesprogramm)

 

Überbrückungshilfe I für KMU (Stand 15.1.2021)

-        Bundesprogramm mit Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten für Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl, sowie für Soloselbständige und Freiberufler mit hohem Corona-bedingten Umsatzausfall

-        Zuschüsse sind gestaffelt nach dem tatsächlichen Umsatzeinbruch. Der Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

-        Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)

-        Laufzeit: Jun. – Aug. 2020

-        Max. 50.000 € pro Monat (insgesamt maximal 150.000 €)

-        Programmvolumen: 25 Mrd. €

-        Antragsvolumen: 1,46 Mrd. € (ohne BW), bewilligt 1,42 Mrd. €

o   Davon (Stand 10.11.2020):

§  Grundstücks- und Wohnungswesen: 12,6 Mio. €

§  Hotellerie und Gastronomie gesamt: 281,6 Mio. €

§  Beherbergung, Hotels: 120,9 Mio. €

§  Ferienunterkünfte: 8,3 Mio. €

§  Gastronomie: 84,5 Mio. €

§  Caterer etc.: 67,4 Mio. €

§  Reisebranche: 227,4 Mio. €

§  Veranstaltungsbranche 86,5 Mio. €

 

Überbrückungshilfe II für KMU (Stand 15.1.2021)

-        Verlängerung der Überbrückungshilfe I

o   Flexibilisierung der Eintrittsschwelle:

§  entweder Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten

§  oder Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

§  bisher Umsatzeinbruch von 60% in April und Mai 2020

o   Erhöhung der Fördersätze:

§  90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten)

§  60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten)

§  40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch)

§  Personalkostenpauschale 20% der förderfähigen Kosten (bisher 10%)

-        Laufzeit Sept. – Dez. 2020

-        Programmvolumen: Rest von Überbrückungshilfe I (rund 23 Mrd. €)

-        Start am 21.10.2020, Antragsfrist endet am 31.1.2021

o   Elektronische Antragsstellung durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

-        Antragsvolumen: 1,68 Mrd. € (ohne BW), bisher bewilligt und ausbezahlt 1,44 Mrd. €

 

Überbrückungshilfe III für KMU (Stand 19.1.2021)

-        Erweiterung und Verbesserung der Überbrückungshilfen

o   Antragsberechtigung:

§  Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland.

§  Für den Dezember 2020 sind zum einen alle Unternehmen antragsberechtigt, die von den bundesweiten Schließungen ab dem 16. Dezember 2020 direkt betroffen sind und dabei im Dezember 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Dezember 2019 erleiden. Zum anderen sind Unternehmen förderfähig, die zwar nicht unmittelbar schließen mussten, aber einen sehr starken Geschäftsbezug zu den direkt geschlossenen Unternehmen haben. Sie sind als indirekt Betroffene ebenfalls antragsberechtigt. Als indirekt betroffen gelten alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den staatlichen Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen. Die betroffenen Unternehmen erhalten die Hilfe für den Monat Dezember 2020.

§  Ab dem 1. Januar 2020 sind alle Unternehmen antragsberechtigt, die von den bundesweiten Schließungen ab dem 2. November und 16. Dezember 2020direkt oder (im oben genannten Sinne) indirekt betroffen sind und einen Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent erleiden. Sollte es 2021 zu bundesweiten Schließungen weiterer Branchen kommen, wären auch diese Unternehmen im jeweiligen Schließungsmonat antragsberechtigt. Die betroffenen Unternehmen erhalten die Hilfe für jeden Monat des Jahres 2021, in welchem sie von einer bundesweiten staatlichen Schließungsanordnung erfasst sind.

§  Für November und Dezember 2020 sowie alle Monate im ersten Halbjahr 2021, in denen es bundesweite Schließungen gibt, sind außerdem diejenigen Unternehmen antragsberechtigt, die in dem Monat der bundesweiten Schließungsanordnungen mehr als 30 Prozent Umsatzeinbußen im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 erleiden. Die betroffenen Unternehmen erhalten die Hilfe für jeden Monat zwischen November 2020 und Juni 2021, in welchem es bundesweite Schließungen gab und ein entsprechender Umsatzeinbruch erlitten wurde.

§  Schließlich sind für die Monate Dezember 2020 bis Juni 2021 diejenigen Unternehmen antragsberechtigt, die entweder

·       einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten erlitten haben oder

·       einem Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufweisen.

Die betroffenen Unternehmen können die Hilfe für den gesamten Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 beantragen, sofern im jeweiligen Monat ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent vorlag.

o   Zuschusshöhe:

§  Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019

·       bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent: 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten

·       bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent: 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten

·       bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten

§  Der Maximalbetrag pro Monat beträgt für direkt und indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffene Unternehmen 1,5 Mio.Euro. Es gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts (max. 4 Mio. Euro).

§  Zu den förderfähigen Fixkosten zählen insbesondere Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für die notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV sowie Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen sowie betriebliche Lizenzgebühren. Auch die Kosten für Steuerberater, Wirtschaftsprüferinnen, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwältinnen, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen, sind zuschussfähig – ebenso wie Kosten für Auszubildende. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert.

§  Zusätzlich zu den Umbaukosten für Hygienemaßnahmen werden Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechend angemessene Kosten bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind.

§  Für die besonders von der Krise betroffenen Branchen wie die Reisebüros und Reiseveranstalter, die Kultur und Veranstaltungswirtschaft, den Einzelhandel und für Soloselbständige gibt es weitere Möglichkeiten:

·       Für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 wird eine Sonderregelung für Einzelhändler eingeführt.Einzelhändler können unter bestimmten Voraussetzungen ihre Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bei den Fixkosten berücksichtigen. Diese Warenabschreibungen können zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Die Warenwertabschreibung berechnet sich aus der Differenz der kumulierten Einkaufspreise und der kumulierten Abgabepreise. Die Unternehmen haben Dokumentations- und Nachweispflichten für den jeweiligen Verbleib bzw. die Wertentwicklung der Waren zu erfüllen.

·       Weitere Details finden Sie hier.

-        Laufzeit 1.1. – 30.6.2021

-        Programmvolumen: schätzungsweise 26 Mrd. €

-        Start im Januar 2021

o   Elektronische Antragsstellung durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

 

Novemberhilfe (Stand 19.1.2021)

-        Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 für die von den temporären Schließungen im November erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen in Form einer einmaligen Kostenpauschale.

-        Andere gleichartige Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe und das Kurzarbeitergeld werden angerechnet.

-        Programmvolumen: ca. 10 Mrd. €

-        Antragstellung seit 25.11.2020 und bis zum 30.04.2021

o   Elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

-        Antragsvolumen: 4,68 Mrd. €, bisher ausgezahlt 1,78 Mrd. €

 

Dezemberhilfe (Stand 19.1.2021)

-        Äquivalent zur Novemberhilfe

-        Antragstellung seit 23.12.2020 und bis zum 30.04.2021

o   Elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

-        Antragsvolumen: 2,77 Mrd. €, bisher ausgezahlt 0,99 Mrd. €

 

 

 

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Kontakt

André Hentz

Pressesprecher

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Tel.: +49 30 2021 585 23

Dr. Michael Hellwig

Referent Marktbeobachtung und -forschung

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Tel.: +49 30 2021 585 52