Coronavirus und die Immobilienwirtschaft

Abruf von Corona-Hilfen für Unternehmen

 

Überblick

 

 

 

beantragt

bewilligt

KfW-Liquiditätshilfen

63,98 Mrd. Euro

49,25 Mrd. Euro

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

-

8,47 Mrd. Euro

Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (Kredite)

2,60 Mrd. Euro

1,95 Mrd. Euro

Großbürgschaftsprogramm des Bundes

-

2,68 Mrd. Euro

Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler

-

13,68 Mrd. Euro

Überbrückungshilfe I für KMU

1,68 Mrd. Euro*

1,42 Mrd. Euro

Überbrückungshilfe II für KMU

2,84 Mrd. Euro*

2,33 Mrd. Euro

Überbrückungshilfe III

6,81 Mrd. Euro

2,51 Mrd. Euro

Novemberhilfe

5,84 Mrd. Euro

4,98 Mrd. Euro

Dezemberhilfe

6,21 Mrd. Euro

4,96 Mrd. Euro

*ohne Baden-Württemberg und vor Verrechnung mit anderen Programmen

Stand: 6.4.2021

Quellen: BMWi, BMF, KfW, VDB, Destatis, ZIA

 

Details

 

 

KfW-Liquiditätshilfen (Stand 25.3.2021)

-        Antragsvolumen: 63,98 Mrd. €

-        Bewilligt: 49,25 Mrd. €

-        Programmvolumen unbegrenzt (im Haushalt 150 Mrd. € vorgesehen) und keine Aufteilung zwischen den einzelnen Programmen

-        Davon:

 

 

KfW-Unternehmerkredit

 

ERP-Gründerkredit

 

KfW-Schnellkredit

 

Sonderprogramm für Konsortialfinanzierung (Direktbeteiligung)

 

Antragsberechtigt

Unternehmen jeder Größe inkl. Einzelunternehmer und Freiberufler länger als 5 Jahre am Markt, die bis zum 31.12.2019 wirtschaftlich gesund und tragfähig waren

Unternehmen jeder Größe inkl. Einzelunternehmer/innen und Freiberufler/innen 3 bis 5 Jahre am Markt, die bis zum 31.12.2019 wirtschaftlich gesund und tragfähig waren

Unternehmen jeder Größe inkl. Einzelunternehmer/innen und Freiberufler/innen seit min. 1. Januar 2019 am Markt*, die 2019 oder in Summe der Jahre 2017 bis 2019 Gewinne erwirtschaftet haben

Mittelständische & große Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

 

Förderung

Betriebsmittel, Liquidität für Personalkosten, Mieten, Warenlager, Investitionen, Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen und tätige Beteiligungen (Vorhaben in Deutschland)

Förderung für: Betriebsmittel, Liquidität für Personalkosten, Mieten, Warenlager, Investitionen

Kredithöhe

Maximal 100 Mio. € pro Unternehmen/-sgruppe

 

Max. 300.000 € für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Max. 500.000 € für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten

Max. 800.000 € für Unternehmen mit über 50 Beschäftigten

Finanzierungen ab i.d.R. 25 Mio. €

 

Ha­ftungsfreistellung der KfW

90%

80%

100%

Max. 80%

Antragsvolumen

16,91 + 19,80 Mrd. € (KMU)

0,34 + 1,40 Mrd. € (KMU)

7,18 Mrd. €

16,06 Mrd. €

Bewilligungen

12,55 + 17,77 Mrd. € (KMU)

0,28 + 1,29 Mrd. € KMU)

6,96 Mrd. €

8,59 Mrd. €

Weitere:

-          Maßnahmenpaket Start Ups

o   Antragsvolumen: 1,79 Mrd. € (bewilligt: 1,33 Mrd. €)

-          Darlehen gemeinnützige Organisationen

o   Antragsvolumen: 0,49 Mrd. € (bewilligt: 0,49 Mrd. €)

 

(Stand: 25.3.2021)

 

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Stand 6.4.2021)

-        Kapitalmaßnahmen und Bürgschaften für große Unternehmen

-        Für Kapitalmaßnahmen sind 100 Mrd. €, für Bürgschaften 400 Mrd. € verfügbar.

-        Bisher bewilligt: 8,47 Mrd. € für 15 Fälle (u.a. Lufthansa, FTI Touristik, TUI, MV Werften, German Naval Yards Kiel, Schlote Holding, Novum Hospitality, Signa)

 

Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (Stand 31.3.2021)

-        Bürgschaften für Betriebsmittel und Investitionsfinanzierungen

-        Bewilligt: 1,95 Mrd. € unterstütztes Kreditvolumen, 1,40 Mrd. € Bürgschaftsvolumen

 

Großbürgschaftsprogramm des Bundes (Stand 1.4.2021)

-        Ab einem Bürgschaftsbetrag von 20 Millionen € beteiligt sich der Bund in den strukturschwachen Regionen.

-        Der Bund ermöglicht hier die Absicherung von Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. €. Bürgschaften können aktuell maximal 90 % des Kreditrisikos abdecken, d.h. die jeweilige Hausbank muss mindestens 10 % Eigenobligo übernehmen.

-        Bewilligt: 2,68 Mrd. € (9 Bürgschaftszusagen)

 

Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler (Stand 28.2.2021)

-        Anträge konnten bis 31.5.2020 über die Länderbehörden gestellt werden

-        Programmvolumen: ursprünglich bis zu 50 Mrd. € (im 2. Nachtragshaushalt angepasst auf 18 Mrd. €)

-        Bewilligt: 13,68 Mrd. € (13,58 Mrd. € ausgezahlt) + Soforthilfeprogramme der Bundesländer (BW, BY, BB, MV, SL, SN, ST und TH haben kein eigenes Landesprogramm)

 

Überbrückungshilfe I für KMU (Stand 6.4.2021)

-        Bundesprogramm mit Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten für Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl, sowie für Soloselbständige und Freiberufler mit hohem Corona-bedingten Umsatzausfall

-        Zuschüsse sind gestaffelt nach dem tatsächlichen Umsatzeinbruch. Der Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

-        Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)

-        Laufzeit: Jun. – Aug. 2020

-        Max. 50.000 € pro Monat (insgesamt maximal 150.000 €)

-        Programmvolumen: 25 Mrd. €

-        Antragsvolumen: 1,68 Mrd. € (ohne BW, vor Verrechnung mit anderen Programmen), bewilligt 1,42 Mrd. €

o   Davon (Stand 15. Oktober 2020):

§  Grundstücks- und Wohnungswesen: 12,6 Mio. €

§  Hotellerie und Gastronomie gesamt: 281,6 Mio. €

§  Beherbergung, Hotels: 120,9 Mio. €

§  Ferienunterkünfte: 8,3 Mio. €

§  Gastronomie: 84,5 Mio. €

§  Caterer etc.: 67,4 Mio. €

§  Reisebranche: 227,4 Mio. €

§  Veranstaltungsbranche 86,5 Mio. €

 

Überbrückungshilfe II für KMU (Stand 6.4.2021)

-        Verlängerung der Überbrückungshilfe I

o   Flexibilisierung der Eintrittsschwelle:

§  entweder Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten

§  oder Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

§  bisher Umsatzeinbruch von 60% in April und Mai 2020

o   Erhöhung der Fördersätze:

§  90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten)

§  60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten)

§  40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch)

§  Personalkostenpauschale 20% der förderfähigen Kosten (bisher 10%)

-        Laufzeit Sept. – Dez. 2020

-        Programmvolumen: Rest von Überbrückungshilfe I (rund 23 Mrd. €)

-        Start am 21.10.2020, Antragsfrist endet am 31.1.2021

o   Elektronische Antragsstellung durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

-        Antragsvolumen: 2,84 Mrd. € (ohne BW, vor Verrechnung mit anderen Programmen), bisher bewilligt und ausbezahlt 2,33 Mrd. €

 

Überbrückungshilfe III (Stand 6.4.2021)

-        Erweiterung und Verbesserung der Überbrückungshilfen

o   Antragsberechtigung:

§  Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz auch von über 750 Millionen Euro in Deutschland.

o   Flexibilisierung der Eintrittsschwelle:

§  Umsatzeinbruch in einem Monat im Zeitraum April 2020 bis August 2020 von mindestens 30% gegenüber dem Referenzmonat im Jahr 2019

o   Zuschusshöhe:

§  Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019

·       bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent: 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten

·       bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent: 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten

·       bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten

§  Der Maximalbetrag pro Monat beträgt für direkt und indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffene Unternehmen 1,5 Mio.Euro (3 Mio. Euro für Verbundunternehmen). Es gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts (max. 12 Mio. Euro).

o   Weitere Details im Vergleich zu den vorherigen Überbrückungshilfen finden Sie hier.

o   Neuer zusätzlicher Eigenkapitalzuschuss wird ab dem 3. Monat eines Umsatzrückgangs von mind. 50 % gewährt. Dieser beträgt bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten (ohne Personal-, Modernisierungs-, Marketing- und Werbekosten).

-        Laufzeit 1.1. – 30.6.2021

-        Programmvolumen: schätzungsweise 48-50 Mrd. €

-        Start am 10.2.2021, Antragsfrist endet am 31.8.2021

o   Elektronische Antragsstellung durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

o   Abschlagszahlung i.H.v. 50 Prozent der beantragten Förderung (maximal 100.000 € pro Monat bzw. insgesamt bis zu 800.000 €) durch den Bund, reguläre Auszahlungen durch die Länder

-        Antragsvolumen: 6,81 Mrd. €, bisher bewilligt und ausbezahlt 2,51 Mrd. €

 

Novemberhilfe (Stand 25.3.2021)

-        Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 für die von den temporären Schließungen im November erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen in Form einer einmaligen Kostenpauschale.

-        Andere gleichartige Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe und das Kurzarbeitergeld werden angerechnet.

-        Programmvolumen: ca. 10 Mrd. €

-        Antragstellung seit 25.11.2020 und bis zum 30.04.2021

o   Elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

o   Abschlagszahlung durch den Bund, reguläre Auszahlungen durch die Länder

-        Antragsvolumen: 5,84 Mrd. €, bisher ausgezahlt 4,98 Mrd. €

 

Dezemberhilfe (Stand 25.3.2021)

-        Äquivalent zur Novemberhilfe

-        Antragstellung seit 23.12.2020 und bis zum 30.04.2021

o   Elektronisch durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

o   Abschlagszahlung durch den Bund, reguläre Auszahlungen durch die Länder

-        Antragsvolumen: 6,21 Mrd. €, bisher ausgezahlt 4,96 Mrd. €

 

 

 

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Kontakt

Dr. Michael Hellwig

Referent Marktbeobachtung und -forschung

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Tel.: +49 30 2021 585 52