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05. März 2020
Berlin
Energie und Umwelt

GEG schnellstmöglich auf den Weg bringen und weiterentwickeln

Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, sieht in der Anhörung zum geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) die Politik beim Erreichen der Klimaschutzziele auf einem guten Weg. Maria Hill, Ausschussvorsitzende Energie und Gebäudetechnik beim ZIA, plädierte dafür, den Gesetzentwurf bei den energetischen Anforderungen an Neubau und Bestand unverändert zu lassen und das GEG nun zeitnah zu verabschieden. „Die Entscheidung der Bundesregierung, die Standards bis 2023 beizubehalten und zu evaluieren, ist richtig. Wichtig ist insbesondere auch, dass der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beibehalten bleibt und unterschiedliche Gebäudetypen flexibel in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis entwickelt werden, um weitere Effizienzen zu heben.“  

Hill sagte weiter, dass die Aufnahme des Quartiersansatzes ein gutes Signal für mehr Flexibilität im Energieeinsparrecht sei. „Wichtig ist es, die Dinge praktikabel auszugestalten. Beschränkungen, wie etwa das Erfordernis eines unmittelbaren räumlichen Zusammenhangs sollten vermieden werden“, so Hill. Richtig sei zudem, dass auch CO2 als Kriterium in den Energieausweis eingeführt werde. Ausdrücklich zu begrüßen sei auch die Innovationsklausel, mit der künftig auch der alternative Nachweis der Anforderungen über die Treibhausgasemissionen möglich sei. Auch so könne seitens der Gebäudeeigentümer zielgerichteter auf einen angemessenen Mitteileinsatz und hohe CO2 Einsparung reagiert werden.

„Wir begrüßen die Ausweitung der Möglichkeiten zur gebäudenahen Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Photovoltaik, wenngleich es hier noch erhebliche steuerliche Hemmnisse gibt. Zudem ist es ob der Unterschiedlichkeit von Gebäudetypen notwendig, auch gebäudeferne erneuerbare Energie anrechenbar zu machen. Um zu gewährleisten, dass es sich tatsächlich um erneuerbaren Strom handelt, erarbeitet der ZIA aktuell einen Vorschlag“, sagte Hill.

Sie betonte außerdem, dass die Wende im Gebäudebestand sozialverträglich verlaufen sollte. Dazu bedürfe es zusätzlicher erheblicher Fördermittel. „Dies sollte der Politik bewusst sein“, so Hill abschließend.

Vorgesehen ist, dass das GEG das Energieeinsparungsgesetz, die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammenführt.

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Kontakt

Jens Teschke

Abteilungsleiter Strategie und Kommunikation

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Pressesprecher

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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