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09. Dezember 2020
Berlin
Corona | Handel

ZIA plädiert an Politik: kein harter Lockdown vor Weihnachten

Berlin, 09.12.2020 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, hat Verständnis geäußert für Überlegungen, einen harten Lockdown für den Handel zu beschließen. „Auch wir unterstützen alle notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Angesichts weiter stark sinkender Frequenzen in den Fußgängerzonen und Geschäften warnen wir allerdings davor, diesen unmittelbar vor Weihnachten durchzusetzen.“ Ein harter Lockdown vor Weihnachten würde den stationären Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe, insbesondere in den Innenstädten, insgesamt dramatisch treffen. Der Nicht-Lebensmittelhandel verliert bisher schon bis zu 40 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr – die Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft wären überlebenswichtig. Wenn jetzt der Lockdown käme, so befürchtet Mattner, „würde ein Run auf die Geschäfte einsetzen. Das wäre dann eine schwer handhabbare Situation.“

Eine unmittelbare Schließung zum jetzigen Zeitpunkt hätte insgesamt katastrophale Folgen auch für die vielen kleinen und mittleren Einzelhandelsunternehmen, die diesen Ausfall selbst durch größte Anstrengungen im nächsten Jahr nicht werden ausgleichen können. „Um diesen Unternehmen aber noch eine Chance geben zu können, plädieren wir – wenn überhaupt – für eine überschaubare Schließung des Handels ab dem 28. Dezember, besser erst ab dem Neujahr“, sagt Mattner.

„Gesundheitsschutz hat jetzt oberste Priorität. Schon jetzt zeigen aber die dramatisch gesunkenen Frequenzen, dass die Menschen vorsichtig und zurückhaltend unterwegs sind“, so Mattner weiter. Am letzten Samstag vor dem zweiten Advent lagen die Frequenzen in Fußgängerzonen rund 50 Prozent unter dem Durchschnitt, am Montag um etwa 40 Prozent. In Hotspot-Gebieten wie München und Dresden sind die Rückgänge noch deutlich größer. „Zudem haben die Händler und die dahinterstehenden Immobilienunternehmen durch verantwortungsvolle Schutz- und Hygienemaßnahmen, darunter die Optimierung von Lüftungsanlagen, eine sichere Umgebung für die Kunden geschaffen“, erklärt Mattner. Der Handel sei ebenso wie Hotels nicht als Hotspot für ein erhöhtes Infektionsgeschehen bekannt – sehr wohl entständen aber durch die Lockdowns gigantische Schäden für Unternehmen und Arbeitsplätze. „Bei alledem gilt: Die Unternehmen benötigen dringend finanzielle Hilfen und Ausgleichszahlungen.“

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