ZIA: Zentraler Immobilien Ausschuss https://www.zia-deutschland.de/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de ZIA: Zentraler Immobilien Ausschuss https://www.zia-deutschland.de/typo3conf/ext/lf_base/Resources/Frontend/build/assets/images/logo_rss_zia.jpg https://www.zia-deutschland.de/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss ZIA-Akademie startet durch – breites Weiterbildungsangebot mit hochkarätigen Dozenten und Dozentinnen Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss startet mit einem neuen, breit angelegten Seminar und Workshop-Angebot neu durch. ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner gab heute in Berlin den Startschuss für das im September beginnende Herbstsemester der Akademie. „Alles neu macht der Mai, heißt es im Volksmund. Und auch bei uns passiert viel Neues in diesem Monat: wir versenden ab heute das wirklich starke und attraktive Programm der ZIA-Akademie“, sagte Mattner.

Zusammen mit Expertinnen und Experten aus der Immobilienwirtschaft präsentiere man ein exzellentes Angebot – aus der Branche für die Branche. Die ZIA-Akademie eröffne den Teilnehmern neue  Perspektiven, ungeahnte Erkenntnisse und spannende Einblicke, so Mattner. „Mit 38 Workshops und Seminaren aus den Themenfeldern Projektentwicklung & Asset-Management, Kommunikation& Digitalisierung, Energy- & Smart Building, Human Resources & Organisation, Finanz- & Kapitalmarkt bietet die ZIA-Akademie für jeden Interessierten etwas.“

Er betonte: „Als eine der wichtigsten und volkswirtschaftlich bedeutendsten Branchen der Bundesrepublik steht und fällt diese mit dem Wissen der Menschen, die in ihr arbeiten. Unsere Branche ist auf die besten Köpfe angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung ist gleichzeitig fundamentaler Bestandteil der eigenen Persönlichkeit und Weiterentwicklung. Erweitert sich der Horizont, öffnet dies neue Türen für neue

Aufgaben, die eine Person nicht nur in der Karriere voranbringen, sondern auch auf dem persönlichen Lebensweg. In der ZIA-Akademie finden diese beiden Welten zueinander. So breit wie die Vielfalt an unterschiedlichen Themen ist, die sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft bewegt, so breit gefächert ist auch das Angebot der ZIA-Akademie.“

Die ZIA-Akademie entstand ursprünglich bereits im vergangenen Jahr, im Zuge der Integration des bsi in den ZIA. Die Akademie versteht sich dabei als Talentschmiede für die Experten von morgen und vermittelt Know-how vom Grundlagenwissen bis hin zur Spezialkenntnis. Mattner sagte: „In Workshops, Thinktanks, Seminaren und Fachtagungen bringen wir Menschen aus der Branche zusammen, erweitern damit Horizonte, motivieren für die eigene Karriere. In einem modernen stilvollen Ambiente inmitten von Berlin und in Nachbarschaft zum Bundestag wollen wir Menschen motivieren – Zukunft gestalten.“

Das vollständige Programm für das Herbst-/Winter-Semester 2019/20 finden Sie hier: https://zia-cloud.de/data/public/b2bf73

Weitere Informationen zur Akademie: https://www.zia-deutschland.de/zia-akademie/

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Tue, 21 May 2019 14:11:29 +0200 Verband Intern
Baugenehmigungen: Ernüchternde Zahlen Berlin, 20.05.2019 – „Die Zahlen sind einmal mehr ernüchternd“, kommentiert Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die heute veröffentlichten Zahlen zu den erteilten Baugenehmigungen von Januar bis März 2019. Demnach sei in Deutschland der Bau von insgesamt 75 600 Wohnungen genehmigt worden – 2,8 Prozent weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang bei der Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser liege bei 4,0 Prozent, bei den genehmigten Mehrfamilienhäuser bei 4,4 Prozent.

„Es zeigt sich ein ganz einfacher Zusammenhang: Je mehr Regulierung desto weniger Wohnungswachstum”, so Mattner weiter. „Wir müssen endlich die Baugenehmigungszahlen deutlich nach oben treiben und Planungsprozesse beschleunigen – etwa durch die Einführung einer digitalen Bauakte, die Einführung einer Muster-Hochhausrichtlinie oder die Harmonisierung der 16 unterschiedlichen Landesbauordnungen, um das serielle Bauen zu fördern. Die Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch, die Politik vergeudet hier wertvolle Zeit“, sagt Mattner.

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Mon, 20 May 2019 9:17:00 +0200 Wohnen
Mietpreisbremsengesetz: Mieter nicht gegen Vermieter ausspielen Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss kritisiert den Gesetzentwurf zur Verschärfung der Mietpreisbremse. „Fachlich bringt uns dieser Gesetzentwurf nicht weiter. Es ist ein durchschaubares Wahlkampfmanöver der Ministerin, hier noch einmal Mieter und Vermieter gegeneinander auszuspielen“, sagte ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner.

Es dürfe zudem keinen Generalverdacht gegen Vermieter geben. „Wer, wie in den vergangenen Tagen geschehen, behauptet, dass die Mehrheit der Vermieter falsche Abrechnungen erstellt, handelt diffamierend“, so Mattner.

Auch mit einer Verschärfung des derzeitigen Gesetzes werde zudem kein Quadratmeter neuer Wohnraum geschaffen, kritisierte Mattner.

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Thu, 16 May 2019 9:54:52 +0200 StadtentwicklungWohnen
Energetische Gebäudesanierung: ZIA begrüßt Vorstoß von Seehofer Berlin, 13.05.2019 – Laut Medienberichten plant Bundesbauminister Horst Seehofer die steuerliche Vergünstigung der energetischen Sanierung im Umfang von ein bis zwei Milliarden Euro. „Diesen Vorstoß begrüßen wir ausdrücklich“ sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung fordert der ZIA seit mehreren Jahren. Im Gebäudesektor steckt das größte Potenzial für eine verbesserte Energieeinsparung. Eine steuerliche Abschreibung wirkt wie ein Konjunkturprogramm und kann die Energiewende im Gebäudesektor rapide beschleunigen. Dieses Instrument ist eine wichtige Triebfeder, um die Ökobilanz unseres Sektors weiter zu verbessern. Es ist richtig, dass die Bundesregierung diese Chance, die auch im Koalitionsvertrag steht, jetzt auch in die Tat umsetzen möchte.“

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Mon, 13 May 2019 13:12:00 +0200 Energie und UmweltKapitalmarkt und Steuern
Mietspiegel Berlin zeigt: Der Markt funktioniert Berlin, 13.05.2019 – Laut Medienberichten zum neuen Berliner Mietspiegel steigen die Mieten für Wohnungen in Berlin nur noch halb so schnell wie vor zwei Jahren. Der Anstieg liege demnach nur noch bei 2,5 Prozent jährlich seit 2017. Die durchschnittliche Nettokaltmiete steige damit von 6,39 Euro je Quadratmeter im Jahr 2017 auf jetzt 6,72 Euro. „Die Zahlen lassen aufatmen“, sagt Niclas Karoff, Sprecher der ZIA-Region Ost. „Die Zahlen zeigen aber auch: Es braucht kein Mehr an Regulierung, die Investoren aus der Stadt treibt. Der Markt funktioniert. Dennoch ist das Problem noch nicht gelöst, Berlin benötigt dringend neuen Wohnraum. Dabei können Mietdeckel und Enteignungsfantasien jedoch nicht weiterhelfen. Stattdessen brauchen wir wirtschaftliches und unternehmerisches Engagement und eine Politik, die mitzieht.“

„Wir haben immer gesagt, dass im Neubau die Lösung liegt“, so Karoff weiter. „Die zuletzt positiven Zahlen bei den Baufertigstellungen haben bereits eine gute Entwicklung erkennen lassen: Im Jahr 2017 wurden 14,7 Prozent mehr Wohnungen fertiggestellt als im Jahr zuvor. Auch das Plus bei den erteilten Baugenehmigungen in den ersten drei Monaten 2019 in Berlin stimmt zuversichtlich. Dennoch reichen die Zahlen noch nicht aus.“ Demnach seien in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt 4840 Baugenehmigungen ausgesprochen worden, was einem Zuwachs von 11,9 Prozent entspricht.

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Mon, 13 May 2019 11:04:44 +0200 Wohnen
Koalitionsausschuss zur Grundsteuer: ZIA pocht auf Einigung Berlin, 13.05.2019 – Nach dem Treffen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz mit seinen Länderkollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern sowie Verfassungsrechtlern am vergangenen Freitag wird sich dem Vernehmen nach der Koalitionsausschuss am morgigen Dienstag der Grundsteuer annehmen. „Kommunen, Mieter und Nutzer in Deutschland brauchen Sicherheit – es geht um 14 Milliarden Euro“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Um die vom Bundesverfassungsgericht vorgegebene Frist einzuhalten, braucht es noch vor der Sommerpause einen Beschluss des Gesetzesentwurfs im Kabinett.“

„Nach wie vor wäre ein bundesweit geltendes einfaches und bürokratiearmes Flächenmodell für die Neuberechnung der Grundsteuer vorzuziehen,“ so Mattner weiter. „Der aktuell diskutierte Entwurf aus dem Bundesfinanzministerium verfolgt jedoch leider einen wesentlich komplexeren Ansatz, der insbesondere unter verwaltungsökonomischen Aspekten schwierig ist. In dieser Situation kann der Kompromiss vorbehaltlich verfassungsrechtlicher Konformität daher lauten: Einführung einer Länderöffnungsklausel, die es ermöglicht, zu einem einfachen Flächenmodell zu optieren, damit zumindest in einzelnen Ländern ein einfaches Grundsteuermodell Anwendung finden kann. Dabei muss natürlich das ausgegebene Ziel der Aufkommensneutralität zwingend eingehalten werden. Einzelne Länder dürfen die Reform nicht dazu nutzen, den eigenen Haushalt aufzustocken“, so Mattner.

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Mon, 13 May 2019 11:04:44 +0200 Kapitalmarkt und Steuern
Tag der Städtebauförderung: Förderung verstetigen und bedarfsgerecht ausgestalten Berlin, 10.05.2019 – Vor dem Hintergrund des morgigen Tags der Städtebauförderung am 11. Mai 2019 machen der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, und der Bundesverband DIE STADTENTWICKLER auf die hohe Bedeutung dieses städtebaulichen Instruments aufmerksam. Der Erhalt der Städtebauförderung und die Verstetigung und Erhöhung der Mittel sind für die Städte und Gemeinden zentrale Voraussetzung dafür, die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.

„Die Städtebauförderung trägt zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei und ist unbestritten ein effektives Programm für wichtige stadtentwicklungspolitische Aufgaben“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Dazu gehören etwa die Quartiersentwicklung, die Integration, der Erhalt des baukulturellen Erbes und der Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels sowie des Klimawandels. Wir brauchen starke Städte und Gemeinden, die sich als moderne, nachhaltige und vielfältige Standorte für Wirtschafts- und Wohnimmobilien auszeichnen. Die Städtebauförderung leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag, auf den die Städte auch in Zukunft nicht verzichten können.“

„Die Städtebauförderung hat durch ihre Beiträge zur Stabilisierung und Stärkung von Quartieren und zur Entwicklung von attraktiven Standorten einen wesentlichen Beitrag bei der Sicherung von Investitionen und Immobilienwerten in diesen Quartieren geleistet“, ergänzt Eckhard Horwedel, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Stadtentwicklung und Sprecher des Vorstands des Bundesverbands DIE STADTENTWICKLER. „Der ökonomische Effekt der Städtebauförderung ist nach wie vor nicht zu unterschätzen. Ein Euro Städtebauförderung zieht durchschnittlich sieben Euro weitere Investitionen nach sich. Damit bleibt die Städtebauförderung ein sich aus Mehrwertsteuereinnahmen selbst tragendes Investitionsprogramm für die Stadtentwicklung.“

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Fri, 10 May 2019 16:53:00 +0200 Stadtentwicklung
Sustainable Finance: ZIA fordert klare Strategie Berlin, 10.05.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, unterstützt die Forderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, beim Thema Sustainable Finance und zum EU-Aktionsplan „Financing Sustainable Growth“ endlich eine klare Strategie zu formulieren. „Nachhaltige Anlageprodukte sind schon längst kein Trend mehr, sondern eine ernstzunehmende Anlageklasse und werden bereits jetzt von professionellen und privaten Investoren nachgefragt“, sagt Martina Hertwig, ZIA-Vizepräsidentin und Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Investitionskapital. „Die Immobilienwirtschaft ist sich ihrer Verantwortung beim Klimaschutz bewusst – schließlich ist der Gebäudesektor mit rund 40 Prozent für einen Großteil des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Wir fühlen uns dem Klimaschutz daher verpflichtet und unterstützen Ideen, die zu mehr Nachhaltigkeit führen.“

Der ZIA weist jedoch gleichermaßen darauf hin, dass politische Maßnahmen im Finanzsektor die bereits bestehenden Standards für den Gebäudesektor berücksichtigen müssen. Zudem dürfe die Stabilität des Finanzsystems nicht durch gesetzgeberische Anreize zur nachhaltigen Finanzierung gefährdet werden. „Die Risiken der Finanzanlagen sollten nicht ausgeblendet werden“ sagt Hertwig. „Deutschland muss sich für einheitliche Regeln stark machen und seine Bedeutung als politisches Schwergewicht und größte Volkswirtschaft der EU nutzen. Bei der nachhaltigen Finanzierung werden jetzt die Weichen gestellt – auf europäischer, nicht auf nationaler Ebene.“

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Fri, 10 May 2019 8:51:00 +0200 Kapitalmarkt und Steuern
ZIA ist Mitunterzeichner der Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht Berlin, 09.05.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, unterstützt als Mitunterzeichner die Forderungen in der Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht für eine Reform der städtebaulichen Gesetzgebung. Gemeinsam mit über 50 Bürgermeistern, Baudezernenten, Stadtbauräten und Stadtplanern teilt der ZIA die Voraussetzungen eines gelungenen Städtebaus nach dem Leitbild einer nachhaltigen Europäischen Stadt. Dazu gehören die klare Trennung öffentlicher und privater Räume, die gute und dauerhafte Gestaltung von Häusern, Straßen- und Platzräumen, die funktionale Vielfalt, die soziale Vielfalt sowie die urbane Dichte. Es seien diese fünf Voraussetzungen, die in den Stadtquartiersentwürfen in der heutigen Zeit häufig fehlen würden. „Wir werden die hier aufgeführten Punkte auch im ZIA-Kommunalrat in der gemeinsamen Diskussion mit den Kommunen und Gemeinden aufnehmen und weiterentwickeln“, so Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA.

Nach Ansicht des ZIA ist insbesondere eine Anpassung der TA Lärm notwendig, um das Nebeneinander von Wohn- und Wirtschaftsimmobilien zu erleichtern sowie den altmodischen und strikten Trennungsgrundsatz des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in den Innenstädten der wachsenden Metropolregionen zu lockern. „Es braucht eine Gleichbehandlung von Verkehrs- und Gewerbelärm in den deutschen Städten“, so Mattner. „Die Anpassung der TA Lärm ist elementar wichtig für das Nebeneinander von Wohn- und Wirtschaftsimmobilien in verdichteten Innenstädten. Aktuell werden die Lärmwerte insbesondere vor dem Fenster gemessen. Dabei ist für die Bewohner doch der Geräuschpegel entscheidend, der in der Wohnung ankommt. Heutzutage gibt es zahlreiche technische Möglichkeiten, um den Lärmschutz im Inneren zu verbessern.

Darüber hinaus stimmt der ZIA darin überein, die Nutzungskataloge der Baugebietstypen der BauNVO grundsätzlich zu überarbeiten. „Eine lebenswerte Stadt ist eine Stadt der kurzen Wege“, sagt Mattner. „Heute brauchen wir lebendige, verdichtete und integrierte Stadtquartiere mit einer ausgewogenen Mischung aller Nutzungsarten im direkten Umfeld. Die soziale und funktionale Vielfalt ist Voraussetzung für funktionierende Quartiere. Zu den entscheidenden Faktoren einer nachhaltigen und modernen Stadt gehört natürlich auch der Erhalt des baukulturellen Erbes, der Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels und die hohe bauliche Energieeffizienz. Nur mit dem Dreiklang aus Leben, Arbeit und Versorgung können unsere Städte funktionieren und wachsen.“

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Thu, 09 May 2019 13:29:00 +0200 Stadtentwicklung
Arbeitsstättenverordnung ist nicht mehr zeitgemäß Berlin, 09.05.2019 – Angesichts der fortschreitenden Transformation der Arbeitswelten und neuen Ansprüchen an Arbeitsplätze und Büroflächen hinkt die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) der Realität hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt die neue digitale Publikation „Zeitgerechte Arbeitsstättenverordnung? Über Wohlbefinden, Produktivität und Change Management auf der Fläche“, die der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, veröffentlicht hat. Festgeschriebene Maße für Büros, Bewegungsflächen und die mangelnde Flexibilität in der Flächennutzung seien nicht mehr zeitgemäß.

„Wir müssen uns die Frage stellen, wie sich eine Fläche zusammensetzt, in der gleichermaßen die Produktivität gesteigert, die Gesundheit gefördert und das Wohlbefinden ermöglicht werden“, sagt Andreas Wende, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Büroimmobilien. „Hierauf gibt es sicherlich keine einzig wahre Antwort. Aber die stärkere Nutzung von neuen Technologien – etwa Internet of Things oder Metering – kann dabei helfen, altbekannte Stressoren wie Licht, Akustik oder Luftqualität gesund zu justieren und somit ein Mehr an Gesundheit zu gewährleisten. Wir brauchen ein interdisziplinäres Zusammenspiel aus mehreren Bereichen – darunter auch Human Resources und IT. Denn ohne die diversen Perspektiven ist ein gutes Change Management nicht möglich.“ Auch wenn die Arbeitsstättenverordnung im Kern etwas Gutes habe – nämlich den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerin und des Arbeitsnehmers – ist sie ein Relikt aus alter Zeit. „Sie ist heutzutage größtenteils durch das Konzept des Wohlbefindens abgelöst worden“, so Wende.

Novellierung der ArbStättV: Immobilienwirtschaft fordert Einbeziehung

Für große Unternehmen ist die Arbeitsstättenverordnung an vielen Stellen ein starkes Hindernis, zeitgemäße „Wellbeing-Strategien“ für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Büropraxis umzusetzen. Deshalb brauche es im Zuge einer möglichen Novellierung der ArbStättV die Einbeziehung immobilienwirtschaftlicher Akteure. „Die erfolgreiche Transformation der Arbeitswelten erfordert eine zeitgerechte Regulatorik, bei denen auch technologischen Möglichkeiten und der wachsenden Flexibilisierung Rechnung getragen wird“, sagt Brigitte Walter, stellv. Vorsitzende ZIA-Ausschuss Büroimmobilien. „Der Schulterschluss zwischen Ausstattern, Beratern und Immobilienwirtschaft nimmt in der freien Wirtschaft bereits sehr konkrete Züge an. Politik und Verwaltung lassen diesen Synergieeffekt allerdings noch nicht zu – oder haben die Notwendigkeit noch nicht erkannt. Dabei liefert die Immobilienwirtschaft bereits eine Fülle von Erfahrungswerten und Lösungen mit Blick auf ein Mehr an Wohlbefinden, ein Mehr an Gesundheitsschutz und ein Mehr an Nachhaltigkeit. Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, wie und mit welchen Forderungen wir hier mit den relevanten Akteuren in den politischen Dialog treten. Die Publikation soll dabei zur Diskussion anregen.“

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Thu, 09 May 2019 10:21:00 +0200 Büro
Vorhaben bei Share Deals schaden dem Wirtschaftsstandort Deutschland Berlin, 09.05.2019 – Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) soll dem Vernehmen nach planen, auch die durch die Länder vorgeschlagenen Maßnahmen zur grunderwerbsteuerlichen Behandlung von Share Deals in dem Referentenentwurf für das Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften aufzunehmen. Demnach will das BMF die – von der gesamten Wirtschaft schon zurecht heftig kritisierten – weiteren Ausweitungen bei der grunderwerbsteuerlichen Behandlung von Share Deals umsetzen. Dazu gehört insbesondere – neben einem völlig neuen Ergänzungstatbestand für Kapitalgesellschaften – die relevante Beteiligungshöhe bei sämtlichen Ergänzungstatbeständen von mindestens 95 Prozent auf mindestens 90 Prozent der Anteile abzusenken und die derzeitigen Fünfjahresfristen in den Vorschriften des Grunderwerbsteuergesetzes auf mindestens zehn Jahre zu verlängern.

„Insbesondere der vorgesehene neue Ergänzungstatbestand für Kapitalgesellschaften schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland erheblich“, sagt Dr. Hans Volkert Volckens, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Steuerrecht. In der Folge würde dieser Tatbestand zu der grunderwerbsteuerlichen Absurdität führen, dass die Gesellschaft Grunderwerbsteuer zahlt, wenn beispielsweise 90 Anleger jeweils ein Prozent innerhalb von zehn Jahren erwerben. Volckens fragt: „Was bitte hat der Erwerb eines Kleinstanteils mit dem Erwerb eines Grundstücks zu tun?“ Insbesondere bei börsengehandelten Kapitalgesellschaften müsste künftig die Aktionärsstruktur dauerhaft – auch im Bereich von Kleinstübertragungen – überwacht werden, denn jedweder Handel mit Gesellschaftsanteilen ist ein Share Deal. „Die Relevanz der grunderwerbsteuerlichen Behandlung von Share Deals würde sich für Kapitalgesellschaften völlig verändern. Betroffen wären sämtliche Kapitalgesellschaften, die über Grundbesitz verfügen – viele Unternehmen wissen noch gar nicht, was dadurch auf sie zukommen würde. „Insbesondere bei börsennotierten Aktiengesellschaften ist das Gesetz nicht umsetzbar und die Finanzverwaltung steht vor einem schier ausweglosen Vollzugsdefizit, wenn eine solche Regelung in ein Gesetz gegossen würde“, sagt Volckens. Denn auch mittelbare Veränderungen müssten überwacht werden – dazu gehören etwa auch Bewegungen von Anteilsscheinen von Fonds, die am Unternehmen beteiligt sind. „Das ist praktisch unmöglich“, so Volckens.

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Thu, 09 May 2019 8:38:00 +0200 Kapitalmarkt und Steuern
Bestellerprinzip hat negative Folgen Berlin, 08.05.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Entlastung von Verbrauchern beim Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien gegen das sogenannte Bestellerprinzip aus. Dieses sieht demnach die alleinige Belastung des Verkäufers bei den anfallenden Maklergebühren bei der Vermittlung von Wohneigentum vor. „Der jetzt zur Diskussion stehende Gesetzentwurf könnte zur Folge haben, dass die sodann einseitig anfallenden Maklerkosten vom Verkäufer auf den Verkaufspreis der Immobilie aufgeschlagen werden“, so Klaus-Peter Hesse, Sprecher der Geschäftsführung des ZIA. „Somit wären diese auch weiterhin mittelbar vom Käufer zu tragen.“

In weiten Teilen der Bundesrepublik habe sich die Teilung der Courtage zu einem bewährten Instrument entwickelt, weshalb eine bundesweite Adaption dieses Modell dem Bestellerprinzip vorzuziehen sei. Hiervon abgesehen würde die vorgeschlagene Neuregelung zur Folge haben, dass der Makler ausschließlich dem Verkäufer beratend zur Seite steht. Dieser Aspekt stehe in direktem Widerspruch zum beruflichen Leitbild der Maklerinnen und Makler, die bisher Käufer und Verkäufer gleichberechtigt und in gleicher Weise beraten. Die im Gesetzentwurf vorgesehene Deckelung der Provision auf zwei Prozent sei darüber hinaus verfassungswidrig. Diese stelle einen Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit sowie die Vertragsfreiheit dar.

„Der Fokus sollte sich viel mehr auf die seit Jahren staatlich verursachten steigenden Erwerbsnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer richten“, sagt Hesse. „Länder und Bund könnten mehrere Fliegen mit einer Klatsche schlagen, wenn sie die Grunderwerbsteuer senken und die Motivation aus dem Länderfinanzausgleich entfernen. So würde man Wohnungskäufe für breitere Kreise erschwinglich machen und den Mietwohnungsmarkt entlasten.“

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Wed, 08 May 2019 13:49:55 +0200 Wohnen
Europatag: ZIA veröffentlicht Positionspapier zur Europawahl und ruft zur Teilnahme am 26. Mai auf Berlin, 08.05.2019 – Anlässlich des morgigen Europatages bekennt sich der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, zu den europäischen Werten und zur Europäischen Union. „Die Einheit Europas hat sich positiv auf die Bevölkerungen des Kontinents ausgewirkt“, so ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Die EU ist nicht nur Friedensprojekt, sondern auch ein starkes Beispiel für eine einzigartige wirtschaftliche Erfolgsgeschichte in den vergangenen 70 Jahren. Doch dieser Weg muss ständig erneuert werden. Die EU muss ihre Reformagenda noch ambitionierter durchsetzen und auch den Bürgerinnen und Bürgern erklären, warum sie täglich von der EU profitieren.“ Zugleich rief er dazu auf, sich am 26. Mai an der Wahl zum Europäischen Parlament zu beteiligen und „die Kräfte der Vernunft, des Miteinanders und der gemeinsamen Verantwortung für unseren Kontinent zu stärken“.

Im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai hat der ZIA ein Positionspapier mit konkreten Forderungen veröffentlicht, die auf europäischer Ebene behandelt werden. „Wir sind uns unserer europäischen Verantwortung bewusst“, so Mattner. „Mit diesem Positionspapier wollen wir in den Bereichen Steuern und Finanzen, Energie- und Klimapolitik, Digitalisierung, Stadtentwicklung und Demographie und Berufsbildungspolitik fünf der wichtigsten Themen für die Immobilienbranche ansprechen und unsere Forderungen auf europäischer Ebene adressieren.“

Unter dem Motto „Miteinander statt Gegeneinander“ wolle man ein klares Signal für Europa und seine politischen Institutionen setzen, so Mattner weiter. Wichtig sei es, Verbesserungen bei Themen zu erreichen, die die Immobilienwirtschaft berühren. „Wir sagen als Spitzenverband der Immobilienwirtschaft Ja zu einem Europa, das für klare klimapolitische Ziele steht, einen für alle EU-Staaten angemessenen und zumutbaren Finanzrahmen entwickelt, sich des Themas Digitalisierung stärker annimmt und struktur- und finanzschwache Regionen innerhalb der EU bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt.“

Das vollständige Positionspapier zur Europawahl 2019 finden Sie unter diesem LINK.

Den Wahlaufruf des ZIA finden Sie unter diesem LINK.

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Wed, 08 May 2019 13:29:26 +0200 Europa
Öffnungsklausel bei Grundsteuer muss Aufkommensneutralität bewahren Berlin, 02.05.2019 - Nach Medienberichten über einen weiteren Aufschub des Grundsteuerreform-Gesetzes fordert der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, abweichende Regeln zur Grundsteuererhebung in den Bundesländern nur dann zuzulassen, wenn hierdurch das jeweilige Modell vereinfacht wird. „Die Öffnungsklausel ist grundsätzlich ein sinnvoller Ansatz sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Die flexible Gestaltung der Regeln für die Bundesländer sollte aber nur dann möglich sein, wenn die Grundsteuererhebung hierdurch nicht verkompliziert wird. Falls abweichende Regeln erlaubt werden sollten, muss von Anfang an klar sein, dass auch die einzelnen Ländermodelle aufkommensneutral und einfach gestaltet sein müssen. Für haushaltsschwache Bundesländer darf es keinen Freischein zur Schröpfung geben.“

Darüber hinaus mahnte Mattner zur Eile. „Die Zeit läuft. Es geht um 14 Milliarden für die Kommunen, daher brauchen wir dringend ein Gesetz zur Grundsteuerreform. Ein Gesetz, mit dem sowohl Kommunen, Nutzer und Vermieter vernünftig arbeiten und wirtschaften können – und zwar unbürokratisch und transparent“, so Mattner.

Laut Medienberichten ist der Gesetzentwurf zur Grundsteuerreform durch das Bundeskanzleramt gestoppt worden mit der Maßgabe, Bundesfinanzminister Olaf Scholz solle sich zunächst mit Bayern über die dort erhobene Forderung nach einer Länderöffnungsklausel verständigen.

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Thu, 02 May 2019 9:24:41 +0200 Kapitalmarkt und Steuern
ZIA zur Enteignungsdebatte: „Uns geht wertvolle Zeit verloren“ Berlin, 25.04.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, mahnt vor dem Hintergrund des Streits um das Berliner Volksbegehren zur Enteignung von Wohnungsunternehmen, sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren.

„Durch diese sinnlose Debatte geht uns wertvolle Zeit verloren“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Statt Scheindebatten über Enteignungen zu führen, sollten alle Beteiligten auf das Wesentliche schauen: Wie kann Neubau schneller vorangehen und günstiger werden? Durch Enteignungen entsteht keine einzige neue Wohnung. Ganz im Gegenteil: Wichtiges Kapital, mit dem man neue Wohnungen hätte bauen können, geht durch die Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe verloren. Der Berliner Schuldenberg steigt an und am Ende trifft es wieder die Mieter und Nutzer, weil das Geld für andere Investitionen fehlt. Die Losung muss lauten: Planungs- und Baugenehmigungsprozesse etwa durch eine digitale Bauakte beschleunigen und vereinfachen, Bauvorschriften etwa durch die Einführung einer Muster-Hochhausrichtlinie erleichtern und 16 unterschiedliche Landesbauordnungen harmonisieren, um das serielle Bauen zu fördern. Wenn wir anfangen, diese und andere Instrumente umzusetzen, trägt dies zur Entlastung der angespannten Märkte bei.“, so Mattner.

„Die Diskussionen um Enteignungen führen zu nichts als Politikverdruss“, so Mattner weiter. „Scheindebatten um Enteignungen, Vorkaufsrechte, Baugebote und jeden Tag eine neue Regulierung offenbaren gleichermaßen Hilflosigkeit, mit den gestellten aber lösbaren Aufgaben fertig zu werden. Umfragen in Deutschland zur Enteignung zeigen: Die Bürger durchschauen diese Ablenkungsmanöver. Wir brauchen ein Miteinander statt ein Gegeneinander.“

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Thu, 25 Apr 2019 9:23:00 +0200 Stadtentwicklung
Es braucht Investoren: ZIA begrüßt klare Worte des Bundespräsidenten Berlin, 17.04.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt die klare Haltung von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier in der Enteignungsdebatte anlässlich der heutigen Eröffnung der Bundesgartenschau in Heilbronn. „Ideologische Grabenkämpfe“ würden keine neuen Wohnungen schaffen. Es brauche beherzte Kommunen, Investoren, Bauherren und Stadtplaner, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Zuvor hatte sich bereits Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei einer Regierungsbefragung im Parlament deutlich gegen Enteignungen positioniert: „Zu glauben, es entstünden mehr Wohnungen, wenn wir die enteignen, die Wohnungen bauen, halten wir glatt für den falschen Weg“, so Merkel.

ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner: „Ich bin dem Bundespräsidenten dankbar für die klaren Worte: Investoren haben eine sehr wichtige Aufgabe, wenn es darum geht, unsere Städte bezahlbar, modern und nachhaltig wachsen zu lassen. Ohne private Investoren werden wir die aktuellen Herausforderungen nicht stemmen können. Eine solche Kampagne führt lediglich zu Politikverdrossenheit und zu einer Polarisierung der Ränder. Die professionelle Immobilienwirtschaft handelt verantwortungsvoll und ist sich ihrer gesellschaftlichen Rolle und Aufgabe als Gestalterin von Lebensräumen für Wohnen und Arbeiten bewusst. Was unsere Städte nicht vertragen ist Rekommunalisierung, staatliche Regulierung oder sogar Enteignung. Die Beschleunigung bei der Ausweisung von passenden Grundstücken und Flächen zur Entwicklung von neuem und bezahlbarem Raum für Wohn- und Wirtschaftsimmobilien wäre dagegen ein sehr viel geeigneteres Mittel.“

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Wed, 17 Apr 2019 12:11:00 +0200 Stadtentwicklung
Grenzüberschreitender Vertrieb von AIF: ZIA befürwortet Entschärfung des ‚pre-marketing‘-Begriffs Berlin, 16.04.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, befürwortet den Gesetzesbeschluss des Europäischen Parlaments zum grenzüberschreitenden Vertrieb von Alternativen Investmentfonds (AIF) und Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW). Wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen ist die Einführung einer Gesetzesdefinition für das sogenannte ‚pre-marketing‘, durch die ein EU-weit harmonisiertes Verständnis für jene Vertriebsaktivitäten der Kapitalverwaltungsgesellschaften geschaffen wird, die ohne das Erfordernis einer Vertriebszulassung möglich sind. „Für die Verhandlungen über Vertragskonditionen von Immobilienfonds mit institutionellen Investoren benötigen die Kapitalverwaltungsgesellschaften unbedingt Spielräume in der vorvertrieblichen Phase“, sagt Jochen Schenk, Vizepräsident des ZIA. „Es ist nur konsequent, dass der ‚pre-marketing‘-Begriff in der beschlossenen Fassung im Vergleich zur Entwurfsfassung der Europäischen Kommission aus dem letzten Jahr entschärft wurde. Hierfür hatte sich der ZIA eingesetzt.“

Die Europäische Kommission hielt ursprünglich bereits bei der bloßen Zurverfügungstellung von Vertragsentwürfen an potenzielle Anleger eine Vertriebszulassung durch die Aufsicht für erforderlich. Dieser Ansatz ist auf erhebliche Kritik gestoßen, so auch von Seiten des ZIA. Nach den jetzt entschärften Vorgaben des Kompromissvorschlages dürfen potenziellen Investoren Vertragsentwürfe ausgehändigt hergestellt werden. Einschränkend gilt im Wesentlichen, dass die Unterlagen keine Zeichnungsunterlagen beinhalten dürfen und Anlegern nicht die Möglichkeit geben werden darf, Anteile eines konkreten AIFs zu erwerben. Noch unkonturiert ist die Vorgabe, dass die im Rahmen der ‚pre-marketing‘-Aktivitäten bereitgestellten Informationen den Anleger nicht in die Lage versetzen dürfen, sich zum Erwerb von Anteilen eines bestimmten AIF zu verpflichten. „Wir werden uns in enger Abstimmung mit den nationalen Aufsichten an dieser Stelle für eine rechtssichere und praktikable Auslegung einsetzen“, so Schenk weiter.

Gegenüber der Kommissionsfassung neu hinzugekommen ist die Vorgabe, den Beginn von ‚pre-marketing‘-Aktivitäten durch ein formloses Schreiben (auch elektronisch) der Aufsicht innerhalb von zwei Wochen anzuzeigen. In dem Schreiben ist unter anderem anzugeben, über welchen Zeitraum diese Aktivitäten stattfinden.

Die nun verabschiedeten Vorgaben werden nach ihrer Umsetzung in nationales Recht voraussichtlich ab Mitte 2021 zur Anwendung kommen

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Mon, 15 Apr 2019 14:40:20 +0200 Kapitalmarkt und Steuern
Frauenanteil in den Vorständen stagniert: ZIA und ICG fordern Umdenken Berlin, 15.04.2019 – Vor dem Hintergrund des in diesem Monat vorgestellten AllBright Berichts zum Anteil von Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen fordern der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, und das ICG Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft ein Umdenken in der Branche. „In den vergangenen drei Jahren ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten grundsätzlich gestiegen, das ist der richtige Weg“, sagt Bärbel Schomberg, Vorsitzende des Ausschusses Diversity und Vizepräsidentin des ZIA. „Die Immobilienwirtschaft hinkt jedoch weiterhin hinterher. Insbesondere beim Anteil weiblicher Vorstände, die vom Aufsichtsrat berufen werden, zeigt sich keinerlei Verbesserung. Hinzu kommt, dass viele Frauen laut Bericht in den Aufsichtsräten keinem Ausschuss angehören, wo die Beschlüsse des Aufsichtsrates vorbereitet werden. Frauen werden so von den ökonomischen – für die Zukunft der Unternehmen relevanten – Entscheidungen und der Unternehmensführung ferngehalten. Langfristig wirkt sich dies negativ auf die wirtschaftliche Performance eines Unternehmens aus.“

Der Bericht zeigt am Beispiel der Aareal Bank auch positive Beispiele auf, wie Frauenförderung funktionieren kann. So ist dort sowohl der Aufsichtsratsvorsitz als auch der Aufsichtsrat und der Vorstand insgesamt überdurchschnittlich mit Frauen besetzt. Das Ziel, mehr Diversität in die Gremien der Branche zu bringen, verfolgt auch bereits seit einigen Jahren das ICG, welches mit dem ZIA kooperiert, über entsprechende Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen – unter anderem mit dem Programm „Diversity on Boards“. „Ein professionelles Mentoring-Programm hilft dabei, Frauen nach vorne zu bringen“, so Manuela Better, Vorständin des ICG und der DekaBank. „Hierfür braucht es jedoch auch die Überzeugung und den Willen in den Unternehmen selbst, die Anzahl von Frauen in Aufsichts- und Beiräten wie Geschäftsführungs- und Vorstandsgremien in der deutschen Immobilienwirtschaft deutlich zu erhöhen.“

Der ZIA und das ICG begrüßen darüber hinaus die im Bericht aufgeführten Handlungsempfehlungen, wodurch der Rekrutierungsprozess für die Vorstände weiter professionalisiert und der Frauenanteil in den Vorständen nachhaltig erhöht werden kann. „Ein Instrument für mehr Frauenförderung kann auch sein, die bestehende Führungsebene über die Tantiemenregelung für die Förderung der Frauen im eigenen Team zu verpflichten“, schlägt Schomberg vor. „Die Festlegung einer ‚Zielgröße Null‘ für den Vorstand ist dagegen nicht mehr zeitgemäß.“

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Fri, 12 Apr 2019 16:29:43 +0200 CSR / Diversity
ZDF-Politbarometer zu Enteignungen: ZIA bekräftigt Forderung nach mehr Dialog Berlin, 12.04.2019 – Laut aktuellem ZDF-Politbarometer lehnen 67 Prozent der Befragten die Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften ab. 73 Prozent denken nicht, dass sich dadurch die Situation auf dem Wohnungsmarkt verbessert. „Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Die Mehrheit der Bevölkerung stellt sich gegen eine Politik, die nur eines ausdrückt: Hilflosigkeit. Die Debatte um Enteignungen lässt leider sehr viel Platz für Populismus, den die Mehrheit der Befragten aber als Scheindebatte enttarnt. Der Populismus täuscht über das Grundproblem der angespannten Situation hinweg, nämlich den Wohnraummangel. Zudem suggeriert er Bürgerinnen und Bürgern in Berlin ein falsches Bild und stellt einen gesamten Industriezweig unter Generalverdacht. Das Schlimme ist: Menschen werden mit falschen Hoffnungen politisiert, es kommt – wie voraussichtlich in Berlin – zum Volksbegehren und dann erkennt man, dass die Politik die Versprechungen nicht halten kann – aus juristischen und aus finanziellen Gründen. So eine Kampagne führt zu Politik-Verdruss und zur Polarisierung der Ränder. Der Leitgedanke muss stattdessen lauten: Miteinander statt Gegeneinander. Die Lösungen für schnelleres Bauen und Planen liegen auf dem Tisch – sie müssen nur umgesetzt werden“, so Mattner.

Was stattdessen gebraucht werde, sei eine Bauoffensive für mehr Mietwohnungen – dafür müssten die passenden Rahmenbedingungen hergestellt werden. „Schnellere Planungs- und Baugenehmigungsprozesse erreicht man etwa durch die stärkere Digitalisierung der Verwaltung, die Erleichterung von Bauvorschriften und eine echte Harmonisierung der Landesbauordnungen zur Förderung des seriellen Bauens. Sämtliche Energie sollte in die Ausweisung von passenden Grundstücken und Flächen zur Entwicklung von neuem und bezahlbarem Wohnraum gelegt werden. Gleichzeitig dürfen aber die Wirtschaftsimmobilien nicht vergessen werden, wenn wir die Stadt der kurzen Wege realisieren möchten. Viele Städte klagen bereits heute über Büromangel. Herausforderungen wie diese können wir nur im gemeinsamen Dialog mit sämtlichen Akteuren stemmen. Forderungen nach Enteignung, die wirtschaftlich völlig sinnlos und rückständig sind, helfen den Mietern, Nutzern und Wohnungssuchenden in der aktuellen Situation nicht weiter“, so Mattner.

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Fri, 12 Apr 2019 9:51:00 +0200 StadtentwicklungWohnen
ZIA bewertet Gesetzentwurf zur Grundsteuer: „Licht und Schatten“ Berlin, 10.04.2019 – Der Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Dr. Andreas Mattner, sieht im Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reform der Grundsteuer „Licht und Schatten“. Mattner sagte: „Ein Jahr nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über eine Reform der Grundsteuer will das Ministerium nun endlich Nägel mit Köpfen machen. Wir haben immer für ein einfaches und unbürokratisches Flächenmodell plädiert. Nach langen Diskussionen der vielen Beteiligten schickt das Ministerium beim Thema Wohnen nun aber ein immer noch komplexes, wertorientiertes Modell ins Rennen. Immerhin: Bei Wirtschaftsimmobilien scheinen unsere Hinweise angekommen zu sein, zusätzliche Belastungen sind nicht zu erwarten, wenngleich wir noch weit entfernt von einem einfachen Verfahren sind.“

Bei Wohnimmobilien komme es jetzt zu einem zwar, im Vergleich zu den ursprünglichen Vorstellungen des Ministeriums, vereinfachten aber letztlich noch immer nicht unproblematischen Verfahren. Mattner sagte: „Nachdem man die Probleme des ursprünglichen wertabhängigen Modells erkannt hat, hat man beispielsweise bei der Miete im Sinne der Einfachheit richtigerweise Pauschalierungen vorgenommen. Dennoch: Die Einbeziehung der Bodenrichtwerte bei der Grundsteuer bleibt problematisch, denn das aktuelle Verfahren zur Ermittlung der Bodenrichtwerte ist weder transparent noch rechtssicher. Die im Steuerrecht gerichtliche Überprüfbarkeit ist dringend notwendig, jedoch bisher nicht möglich.“

Ein Flächenmodell wäre hier einfacher gewesen, erläuterte Mattner. Die Bodenrichtwerte stellten aufgrund der in Metropolregionen zuletzt sehr dynamischen Entwicklung nach oben insbesondere im Bereich Wohnen eine große Herausforderung dar. „Dies ließe sich von der jeweiligen Gemeinde mit dem Hebesatz natürlich kontinuierlich korrigieren, jedoch fehlt mir bei haushaltskritischen Gemeinden wie beispielsweise Berlin der Glaube daran“ so Mattner weiter.

Angesichts der Frist durch das Bundesverfassungsgericht bis zum Ende des Jahres ein Gesetz zur Reform zu verabschieden, machte Mattner noch einmal deutlich: „Wenn die Kommunen weiterhin 14 Milliarden Einnahmen erhalten sollen – was wir wollen, brauchen wir schnellstmöglich eine Lösung, bei der alle Interessen angemessen berücksichtigt werden.“

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Wed, 10 Apr 2019 9:11:00 +0200 Kapitalmarkt und SteuernWohnen