ZIA: Zentraler Immobilien Ausschuss https://www.zia-deutschland.de/rss.xml Unsere Meldungen als RSS-Feed de-de ZIA: Zentraler Immobilien Ausschuss https://www.zia-deutschland.de/typo3conf/ext/lf_base/Resources/Frontend/build/assets/images/logo_rss_zia.jpg https://www.zia-deutschland.de/rss.xml TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss EU-Taxonomie schießt über das Ziel hinaus Berlin, 13.12.2019 – Medienberichten zufolge haben sich Vertreter des Europäischen Parlaments und des unter der finnischen Ratspräsidentschaft stehenden Rates der Europäischen Union auf eine Taxonomie-Verordnung geeinigt, wonach allgemein verbindlich festgelegt wird, welche Investments in der EU als nachhaltig gelten. Der Kompromiss umfasst einige bisher äußerst kontrovers diskutierte Punkte, wie etwa die Verpflichtung für alle Produkte – also auch solchen, die nicht als nachhaltig angeboten werden – anzugeben, ob sie im Sinne der Taxonomie nachhaltig sind oder nicht. Anders als das Parlament hatten Rat und auch Kommission eine solche Pflicht lediglich für als nachhaltig beworbene Produkte verlangt.

„Die Taxonomie ist ein wichtiger Baustein des Sustainable Finance Action Plan, um Kapitalströme in nachhaltige Investments zu lenken“, sagt Burkhard Dallosch, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Finanzierung. „Der EU-Gesetzgeber ist mit der Maßgabe, alle Produkte zur Taxonomie-Angabe zu verpflichten, jedoch über das Ziel hinausgeschossen. Daher liegt jetzt ein besonderes Augenmerk auf den noch nicht final feststehenden Taxonomie-Kriterien im Bereich Immobilien, die marktgerecht und praktikabel ausgestaltet werden müssen. Die bisherigen Vorgaben sind deutlich zu streng und die Anwendung der sehr komplexen Evaluierungskriterien viel zu detailliert und aufwendig. Denn selbst Gebäude, die hohen Energieeffizienzstandards genügen und eine gute CO2-Bilanz aufweisen, würden nach jetzigem Stand nicht unter die Taxonomie fallen. Die Taxonomie droht als Papiertiger zu enden, durch den die erhofften Anreize gerade nicht gesetzt werden können.“

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Fri, 13 Dec 2019 12:16:00 +0100 Kapitalmarkt und Steuern
Diversity: 51 Prozent der Unternehmen fehlt es an klarer Verantwortlichkeit Berlin, 12.12.2019 Nur in zwei Prozent der Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft liegt die strategische Verantwortung des Themas Diversity auf Ebene der Geschäftsführung. In 45 Prozent der Unternehmen findet der Dialog hierzu vor allem punktuell und auf ad-hoc Basis statt – 51 Prozent verfügen sogar über keine klaren Verantwortlichkeiten in diesem Bereich. Zu diesen Ergebnissen kommt die von PwC im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, durchgeführte Studie „Diversity is good for growth“. Die Studie verbindet Befragungsergebnisse von 138 Unternehmen aus der Immobilienbranche mit einem Überblick der bereits vorhandenen Erkenntnisse zum Erfolgsfaktor von „Diversity & Inclusion“ in der Unternehmenswelt.

„Beim Thema Diversity liegt die Immobilienwirtschaft im internationalen Vergleich und gemessen an anderen Wirtschaftszweigen zurück“, so Bärbel Schomberg, ZIA-Vizepräsidentin und Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Diversity. „Hier gibt es dringenden Nachholbedarf – zumal unsere Branche in großem Maße vom Fachkräftemangel betroffen ist. Diese Zahlen bestätigen den richtigen Weg, den wir gehen, das Thema weiter in die Unternehmen zu tragen. Wir dürfen den Blick für die Zukunft nicht verlieren und müssen auf die hohe Bedeutung von Diversity für den geschäftlichen Mehrwert aufmerksam machen.“

Fehlende Innovationskraft bei fehlender Diversität

Wer die Innovationskraft mangels diverser Teams und inklusiver Arbeitsformen verliert, werde laut Studie die herausragenden Talente nicht binden können. Wer die Anforderungen zukünftiger Generationen nicht in den Produkten reflektiert, werde am Markt langfristig nicht erfolgreich sein. Denn die Business-Relevanz von Diversity für Unternehmen sei eindeutig: Wer diese Themen strategisch integriert und gezielt im Unternehmen verankert, profitiere von Geschäftserfolg und Wachstum – eine „Diversity & Inclusion“-Kultur steigere zentrale Kennzahlen wie Mitarbeiter-Engagement, Kundenorientierung und Innovationskraft. Diese Hebelwirkung findet die Studie auch in der Immobilienbranche: Wer „Diversity & Inclusion“ als strategische Querschnittsaufgabe versteht, werde mit besseren Unternehmenskennzahlen belohnt: So berichten Unternehmen, die einen höheren Reifegrad in diesem Bereich aufweisen, von einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit, geringeren Fluktuation und höheren Kundenzufriedenheit. Auch ein stärkeres Umsatzwachstum hinge hiermit zusammen. Über die Hälfte der Antworten stammen von Vorstandsmitgliedern oder Geschäftsführenden, neben HR- und D&I-Beauftragten. Die meisten Antworten kommen aus den Bereichen Beraten (28 Prozent), Betreiben & Vermieten (25 Prozent), sowie Investieren (18 Prozent) und Erstellen (17 Prozent). Die Befragung wurde im Zeitraum September bis November 2019 durchgeführt.

Die Studie führt darüber hinaus Beispiele von Unternehmen auf, die als Best Practice für „Diversity & Inclusion“ herangezogen werden können und liefert konkrete Handlungsempfehlungen und Anregungen, wie dieser Bereich erfolgreich im Unternehmen verankert werden kann, um das Potenzial der Vielfalt zu maximieren.

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Thu, 12 Dec 2019 10:00:00 +0100 CSR / Diversity
ZIA: Mietendeckel-Gesetz verstößt gegen die Interessen von Mietern und Vermietern Angesichts der heutigen Anhörung zum Mietendeckelgesetzentwurf und der 1. Lesung des Gesetzes am Donnerstag sagt der Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, Dr. Andreas Mattner: „Es ist bedauerlich zu sehen, wie eine Landesregierung so sehr gegen die Interessen von Mietern und Vermietern verstößt. Menschen, die nach Berlin kommen wollen, werden noch schwieriger eine Wohnung finden als bisher. Einkommensschwache Mieter konkurrieren dann mit einkommensstarken Mietern um die die Restbestände. Das alles führt zu Unfrieden.“

Zudem sei der wirtschaftliche Schaden für die Hauptstadt immens, so Mattner weiter. Er wies auch auf die vom Senat berechneten Kosten durch Verwaltungsaufbau und Mindereinnahmen in Gesamthöhe von rund 837 Millionen Euro hin. „Es ist vollkommen unverständlich, warum man ein Gesetz macht, für dessen Kosten man immerhin rund 4.000 neue Wohnungen bauen könnte. Ganz zu schweigen von der offensichtlichen Verfassungswidrigkeit des Gesetzentwurfs. Da die Senatorin selber dazu rät, die eingesparte Miete besser zurückzulegen, ist auch ihr klar, dass sie ein Gesetz auf den Weg bringt, das keinen Bestand vor den Richtern des Bundesverfassungsgerichts haben wird.“

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Wed, 11 Dec 2019 17:17:21 +0100 RegionalStadtentwicklungWohnen
Ambitionierter Green Deal der EU funktioniert nur mit Innovationspartnerschaft Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, sieht den heute von der EU-Kommission präsentierten Green Deal weitestgehend positiv. ZIA-Vizepräsident Thomas Zinnöcker sagte: „Der höchst ambitionierte Plan zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 wird nur aufgehen, wenn jetzt alle Player mitwirken. Die Ziele stellen für die Wirtschaft einen enormen Kraftakt dar, der nur mit politischer Flankierung gelingen wird. Unsere langjährige Forderung nach einer Europäischen Innovationspartnerschaft zur Klimapolitik ist hierbei ein wichtiger Schritt und mit dem heute vorgeschlagenen Europäischen Klimapakt auf einem guten Weg.  Die Immobilienwirtschaft ist sich ihrer klimapolitischen Verantwortung bewusst und bereit, die massive Transformationsaufgaben in Deutschland und Europa mitzugestalten.“

Das heute angekündigte europaweite Häuser-Renovierungsprogramm böte zudem zahlreiche Möglichkeiten, für die Immobilienwirtschaft ihre Kompetenz zu zeigen, so Zinnöcker weiter. „Gerne bringen wir uns in den Stakeholder-Dialog für die ‚New initiative on renovation in 2020‘ ein.“ 

Jochen Schenk, ebenfalls ZIA-Vorstandsmitglied, forderte außerdem, dass der Deal „wirtschaftlich vernünftig“ gestaltet werden müsse. „Die Kostenvorstellungen von einer Billion Euro sind immens. Dies wird nicht nur durch aufgestockte EU-Fonds erreicht werden. Sehr sinnvoll ist es deshalb, die Ausweitung des Europäischen Emissionshandelssystems auf weitere Sektoren, vor allem den Gebäudesektor, zu prüfen. Aus unserer Sicht wäre ein EU-weiter Handel mit CO2-Zertifikaten auch im Gebäudesektor ein wirtschaftlich sinnvoller und wirksamer Weg zur Reduktion der Treibhausgase.

Die Ankündigung eines neuen Europäischen Investitionsplans versteht Schenk als Komplementierung der aktuellen Sustainable Finance Strategie. „Es ist sinnvoll, bisherige Schwächen des aktuellen EU Sustainable Finance Action Plans zu beseitigen und punktuell neue Impulse zu setzen, so etwa den Ausbau beim verpflichtenden Reporting zu Nachhaltigkeitsinformationen. Wir brauchen neben Transparenz aber insgesamt banken- und kapitalmarktrechtliche Rahmenbedingungen, die das Engagement von professionellen und privaten Investoren in grüne Investitionen attraktiver machen und dadurch weiter steigern. Wir müssen hierzu auch über Erleichterungen sprechen und nicht nur über immer weitere komplexe Regulierung.“

Die neue Kommissionspräsidentin von der Leyen hatte die Pläne für den Green Deal am Mittag in Brüssel vorgestellt.

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Wed, 11 Dec 2019 15:08:22 +0100 Energie und UmweltEuropa
ZIA: Mietendeckel-Gesetz verstößt gegen die Interessen von Mietern und Vermietern Angesichts der heutigen Anhörung zum Mietendeckelgesetzentwurf und der 1. Lesung des Gesetzes am Donnerstag sagt der Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, Dr. Andreas Mattner: „Es ist bedauerlich zu sehen, wie eine Landesregierung so sehr gegen die Interessen von Mietern und Vermietern verstößt. Menschen, die nach Berlin kommen wollen, werden noch schwieriger eine Wohnung finden als bisher. Einkommensschwache Mieter konkurrieren dann mit einkommensstarken Mietern um die die Restbestände. Das alles führt zu Unfrieden.“

Zudem sei der wirtschaftliche Schaden für die Hauptstadt immens, so Mattner weiter. Er wies auch auf die vom Senat berechneten Kosten durch Verwaltungsaufbau und Mindereinnahmen in Gesamthöhe von rund 837 Millionen Euro hin. „Es ist vollkommen unverständlich, warum man ein Gesetz macht, für dessen Kosten man immerhin rund 4.000 neue Wohnungen bauen könnte. Ganz zu schweigen von der offensichtlichen Verfassungswidrigkeit des Gesetzentwurfs. Da die Senatorin selber dazu rät, die eingesparte Miete besser zurückzulegen, ist auch ihr klar, dass sie ein Gesetz auf den Weg bringt, das keinen Bestand vor den Richtern des Bundesverfassungsgerichts haben wird.“

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Wed, 11 Dec 2019 15:08:22 +0100 StadtentwicklungWohnen
Vermittlungsausschuss zum Klimapaket: Energetische Sanierung statt Mogelpackung Berlin, 09.12.2019 – „Der Vermittlungsausschuss kann jetzt nochmal ein deutliches Signal setzen und die steuerlichen Anreize für mehr Klimaschutz auch auf Vermietungs- und Wirtschaftsimmobilien ausweiten“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Der heute Abend tagende Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat befasst sich mit dem Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht und insbesondere mit der Finanzierung der vorgesehenen Steuerbegünstigung für energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen. Hierbei hatten die Länder eine Kompensation der erwarteten Steuerausfälle gefordert.

„Bislang wird mit dem selbst genutzten Wohneigentum nur einem kleinen Teil des Immobiliensektors ein Anreiz zur Sanierung gesetzt“, so Mattner. „Außen vor bleiben die Wohnungen aller Unternehmen und alle Gewerbeimmobilien – das war nie gewollt. Für die Selbstgenutzten gibt es zudem die KfW-Förderung. Um die klimapolitisch gesetzten Ziele zu erreichen, brauchen wir aber eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudesektors, sonst wird das Ganze zur Mogelpackung. Eventuelle Steuerausfälle werden teilweise durch die Sanierungsbautätigkeit kompensiert. Neben der klassischen Sanierungstätigkeit muss beispielsweise auch für Mieterstrommodelle und die Einführung von Ladeinfrastrukturen eine zeitgemäße Anpassung des Steuerrechts vorgenommen werden.“

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Mon, 09 Dec 2019 12:14:12 +0100 Energie und UmweltKapitalmarkt und Steuern
ZIA unterstützt Berliner Demonstration gegen Mietendeckel Berlin, 09.12.2019 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt die heutige Kundgebung eines breiten Bündnisses der Berliner Bau- und Wohnungswirtschaft, der Kleinvermieter und sonstiger Betroffener gegen den Berliner Mietendeckel. Der Sprecher der ZIA-Region Ost, Niclas Karoff, sagte: „Es ist gut, dass die Betroffenen des unsinnigen Mietendeckelgesetzes auf die Straße gehen. Es muss deutlich werden, wie sehr dieses Gesetz die Wirtschaft und auch die Mieter und Vermieter in der Stadt negativ betreffen wird.“

Das Problem in Berlins angespanntem Wohnungssektor seien nicht die Bestandsmieten, sondern das knappe Wohnraumangebot. Hier müsse man ansetzen, indem mehr Wohnungen entstehen, so Karoff weiter. Der Mietendeckel sei als Instrument jetzt schon absehbar keine Lösung.

„Abgesehen von der ungeklärten Verfassungskonformität des Gesetzentwurfs, spitzt sich mit dem Mietendeckel die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiter zu. Der Mietendeckel verhindert Modernisierungen und führt mittelfristig zu Wohnungen, die nicht instandgehalten werden können. Die Sanierung einer Wohnung kostet (je nach Größe und Zustand) rund 25.000 Euro, von einer energetischen Sanierung der Wohnhäuser ganz zu schweigen. Dafür muss eine moderate Mieterhöhung möglich sein, damit sowohl Mieter als auch Vermieter und die Umwelt profitieren können“, sagte Karoff.

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Mon, 09 Dec 2019 9:40:00 +0100 RegionalStadtentwicklungWohnen
Klimaschutzprogramm im Steuerrecht: ZIA fordert Nachbesserung Berlin, 29.11.2019 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, fordert eine Nachbesserung beim Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht. Diesem hatte der Bundesrat in seiner heutigen Sitzung nicht zugestimmt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Grund dafür ist insbesondere die bislang zwischen Bund und Ländern noch nicht geklärte Frage der Finanzierung der vorgesehenen Steuerbegünstigung für energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen. Die Länder fordern eine Kompensation der erwarteten Steuerausfälle.

Unabhängig von der Finanzierungsfrage muss das Gesetz dringend auch Vermietungs- und Wirtschaftsimmobilien erfassen, um die klimapolitisch gewollte Zielstellung zu erreichen. Denn bisher wird mit dem selbst genutzten Wohneigentum nur einem Teil des Immobiliensektors ein Anreiz zur Sanierung gesetzt. „Wir brauchen jetzt nicht nur eine finanzielle Einigung für die Wohneigentumssanierung, sondern auch eine weitsichtige Anpassung des steuerrechtlichen Rahmens für die gesamte Immobilienwirtschaft. Neben der klassischen Sanierungstätigkeit muss beispielsweise auch für Mieterstrommodelle und die Einführung von Ladeinfrastrukturen eine zeitgemäße Anpassung des Steuerrechts vorgenommen werden“, so ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Deutschland kann es sich nicht leisten, noch länger auf die vom ZIA seit Jahren geforderte und von der Politik versprochene steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung zu verzichten, wenn es die Klimaziele erreichen will. Hier steckt enormes Potenzial, um die Energiewende im Gebäudesektor zu stemmen und die Klimaziele zu erreichen – sie schließt eine große Lücke im Programm zur Vermeidung von CO2.“

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Fri, 29 Nov 2019 12:45:02 +0100 Energie und UmweltKapitalmarkt und Steuern
Über 400 Teilnehmer beim ZIA-Innovationskongress Berlin, 28.11.2019 „Wir dürfen nicht mehr die Getriebenen sein, sondern müssen die Treiber von Innovationen werden.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim heutigen ZIA-Innovationskongress. „Hier treffen sich die innovativsten Köpfe der Immobilienwirtschaft. Der Innovationskongress ist wie kein zweites Event in der Branche geeignet, den fundierten Austausch rund um Transformation, Digitalisierung und Innovation zu fördern. Nahezu alle Nutzungsarten der Immobilienwirtschaft sind hiervon betroffen – und mit ihnen die Arbeitswelten für die Menschen.“

Mit hochkarätigen Gästen – darunter Linda Teuteberg MdB, Generalsekretärin der FDP, ging es unter dem diesjährigen Motto „Der Mensch im Fokus – Wege zur Innovation“ auch um den vorherrschenden Fachkräftemangel in der Immobilienwirtschaft. „In einer Branche, die wie so viele andere über Fachkräftemangel klagt, gilt:  Wir müssen die jungen Arbeitskräfte für unsere Branche begeistern, stehen dabei aber natürlich im Wettbewerb mit anderen großen und bedeutenden volkswirtschaftlichen Branchen“, so Mattner. „Wir müssen uns die Frage stellen, wie sich unsere Branche die Arbeit von morgen vorstellt: Die Stichworte lauten hierbei: Wohlbefinden, Flexibilität und Miteinander.“

Passend hierzu wird auf dem Innovationskongress auch eine neue von PwC im Auftrag des ZIA durchgeführte Diversity-Studie vorgestellt. Diese verbindet Befragungsergebnisse von 138 Unternehmen aus der Immobilienbranche mit einer breiten und überzeugenden Datenlage zum Erfolgsfaktor „Diversity & Inclusion“ in der Unternehmenswelt.

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Thu, 28 Nov 2019 10:17:00 +0100 CSR / DiversityInnovation und Digitalisierung
IW-Gutachten zeigt: Mietendeckel verschärft die soziale Ungleichheit in Deutschland Berlin, 26.11.2019 „Der Mietendeckel schießt in seinem gesamten Konstrukt wirtschaftlich und sozialpolitisch völlig am Ziel vorbei.“ So kommentiert Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, das Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der CDU-Fraktion Berlin zum geplanten Berliner Mietendeckel. Dieses kommt zu dem Schluss, dass sich – basierend auf den Erfahrungen in anderen Ländern – der Mietendeckel schädlich auf Mieter und Vermieter sowie den Wirtschaftsstandort Berlin auswirkt. „Es ist gut, dass die Berliner CDU der emotionalen Diskussion mit deutlichen Zahlen und Daten begegnet“, sagt Mattner. Auch vor dem heutigen Beschluss des Berliner Senats zum Mietendeckel sei dies der richtige Weg. „Sehenden Auges rennt die Berliner Politik gegen die Wand und versucht das verfassungsmäßig höchst zweifelhafte Produkt in die Realität umzusetzen.“

Mietendeckel hat sehr wohl negative Auswirkungen auf den Neubau

„Das Gutachten zeigt, welch desaströsen wirtschaftlichen Schäden die Einführung des geplanten Mietendeckels anrichtet“, so Mattner weiter. „Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu, die Konkurrenz um die knappen Wohnungen wird noch größer und dann profitieren noch diejenigen, die ohnehin schon über ein höheres Einkommen verfügen. Der Mietendeckel verhindert Modernisierungen und führt mittelfristig zu Wohnungen, die nicht instandgehalten werden können. Das ist Politik auf dem Rücken von kleinen und großen Vermietern sowie den Mietern. Die Behauptung von Befürwortern des Mietendeckels, dass hierdurch mehr Neubauten entstehen würden, ist schlichtweg falsch – so zeigt es auch das Gutachten. Denn das Vertrauen in die Politik schwindet, Investoren ziehen sich zurück und die Lücke zwischen benötigten Neubauten und realisierten Projekten wird dadurch noch größer. Eine Entlastung am Wohnungsmarkt ist hierdurch nicht in Sicht – ganz im Gegenteil: Der Mietwohnungsmarkt verkleinert sich sogar.“

Mietendeckel führt zu schleichender Enteignung

Laut Gutachten ginge bei rund 70 Prozent der Mietwohnungen bei Wiedervermietung eine Mietabsenkung um rund 25 Prozent einher. Bei 40 Prozent der inserierten Mieten würde es auch Absenkungen in gleicher Höhe bei Bestandsmieten geben. „Das nennt man schleichende Enteignung“, so Mattner. „Die wirtschaftlichen Folgen dieser Vernichtung von volks- und marktwirtschaftlichem Kapital, Immobilienbeständen und letztlich auch Existenzen sind nicht absehbar.“

Neubau wird mit sträflichem Leichtsinn vernachlässigt

Es sei ein gutes Zeichen, dass gegen das Berliner Mietendeckelgesetz nun mit einer abstrakten Normenkontrollklage vorgegangen werden soll. Denn hierdurch werde das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht auf seine Rechtmäßigkeit hin überprüft. „Die klaren Verstöße aufgrund der Nicht-Zuständigkeit des Landes Berlin werden so deutlich aufgezeigt“, sagt Mattner. „Das bringt Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter und man kann nur hoffen, dass sich der Berliner Senat dann auf den Neubau konzentrieren wird, der in dieser Stadt seit Jahren mit sträflichem Leichtsinn vernachlässigt wird.“

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Tue, 26 Nov 2019 11:28:00 +0100 Wohnen
ZIA: CDU-Beschluss bringt Rechtssicherheit für Vermieter und Mieter Berlin, 23.11.2019 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt den Beschluss des CDU-Parteitags die CDU/CSU-Bundestagsfraktion aufzufordern, gegen das Berliner Mietendeckelgesetz mit einer abstrakten Normenkontrollklage vorzugehen.

ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner sagte: „Es ist gleichermaßen ein Etappensieg für Mieter und Vermieter. Wir brauchen eine klare Kante gegen die Politik des Berliner Senats um die Funktionsfähigkeit des sozialen Mietrechts aufrecht zu erhalten. Es ist nicht auszudenken, was zulasten der Mieter passiert, wenn erst nach Jahren feststeht, alle Mietzahlungen waren verfassungswidrig. Insofern freuen wir uns über diesen Beschluss und hoffen, dass den nicht verfassungskonformen Vorstellungen bald ein Ende bereitet werden wird.“

Eine Normenkontrollklage werde zeitnah vor dem Bundesverfassungsgericht das Mietendeckelgesetz auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen und hoffentlich die klaren Verstöße des Gesetzes, wie die Nicht-Zuständigkeit des Landes Berlin für einen Mietendeckel, deutlich beurteilen.

Matter erklärte weiter, dass der Mietendeckel die Mechanismen der sozialen Marktwirtschaft außer Kraft setzen würde. „Schon einmal hat die Planwirtschaft im Wohnungsmarkt zu sichtbarem Verfall, zu Modernisierungsstau und zu enormem Wohnungsmangel geführt. Diesen Fehler muss man nicht wiederholen.“

Mit einer Normenkontrollklage werde es schnell Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter geben, die dem sozialen Frieden diene, so Mattner.

Die über 1.000 Delegierten des Parteitags hatten dem Antrag der Landesverbände Berlin und Hamburg mit dem Titel „Mieterinnen und Mieter wirklich schützen - ‚Mietendeckel‘ stoppen!“ mit großer Mehrheit zugestimmt.

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Fri, 22 Nov 2019 12:38:18 +0100 Wohnen
Sinkende Baugenehmigungen: Regulatorik zeigt Wirkung Berlin, 20.11.2019 Laut Statistischem Bundesamt sei von Januar bis September 2019 in Deutschland der Bau von 257.900 Wohnungen genehmigt worden – 1,9 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. „Auch wenn sich die Zahl der genehmigten Wohnungen im längeren Zeitvergleich auf einem insgesamt hohen Niveau befindet, so ist es doch zu wenig, um die Situation zu entlasten“, so Dr. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. „Von einer Neubauoffensive sind wir nach wie vor weit entfernt, zumal die Politik am Regulierungsrad stetig weiterdreht. Das hochregulierte Umfeld in Deutschland zeigt Wirkung: Baugenehmigungs- und Planungsprozesse dauern zu lange, Akteure müssen sich durch 16 verschiedene Landesbauordnungen kämpfen und das Beschleunigungsgesetz im Baubereich lässt weiter auf sich warten.“

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Wed, 20 Nov 2019 9:07:00 +0100 Wohnen
Mietendeckel: Normenkontrolle – jetzt erst recht Berlin, 18.11.2019 - Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hält laut Medienberichten den Berliner Mietendeckel für verfassungswidrig. Nach Auffassung des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, muss der Bundestag jetzt erst recht eine Normenkontrolle beim Bundesverfassungsgericht einreichen. ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner: „Wir können nicht erst nach Jahren feststellen, dass die meisten Berliner Mietverhältnisse neu bewertet werden müssen. Dies ist ein Bärendienst für die Mieter – es gilt großen Schaden von Berlin abzuwenden. Dabei ist ganz besonders der Bundestag gefragt, denn die Berliner Landesregierung will gegen die grundgesetzlich festgeschriebene Gesetzgebungskompetenz verstoßen.“

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Fri, 15 Nov 2019 16:12:28 +0100 StadtentwicklungWohnen
Mietspiegel: Verlängerung des Betrachtungszeitraums entlastet Bewohner in guten Wohnlagen Berlin, 13.11.2019 Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, übt Kritik am Gesetzentwurf zur Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete von vier auf sechs Jahre. „Die Mangelverwaltung geht weiter, die Mangelbeseitigung steht zu wenig auf der Tagesordnung. Dieses Vorhaben hilft Wohnungssuchenden nicht weiter“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Im Gegenteil: Laut Berechnungen des IW Köln sind hierdurch häufig in den guten Wohnlagen die stärksten Effekte zu erwarten. Dadurch werden diejenigen am stärksten entlastet, die sich ohnehin die höchsten Mieten leisten können.“

Das Vorhaben der Bundesregierung habe zudem unmittelbare Folgen für die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen. „Mieten würden damit auf Jahre eingefroren und neue Investitionen stark eingeschränkt“, so Mattner. „Angesichts von Klimaschutz und angespannten Märkten ist dies eine Richtung, die die Politik nicht einschlagen sollte. Außerdem würde sich dies auf die Bewertung sämtlicher Mietwohnungen in den betroffenen Märkten und deren Finanzierung auswirken. Das trifft die gesamte Volkswirtschaft sowie Anlagen vieler Bürgerinnen und Bürger, die indirekt oder direkt in Wohnimmobilien investiert haben.“

Aus Sicht des ZIA ist es sinnvoller, Maßnahmen für Planungs- und Baubeschleunigung in den Vordergrund des politischen Handelns zu stellen. Die Mietspiegel sollten vielmehr dafür verwendet werden, die Praxis abzubilden und abzusichern. „In den letzten Jahren gab es aufgrund der enormen Nachfrage steigende Mietpreise. Daran wird eine Verzerrung der Datengrundlage nichts ändern“, sagt Mattner. „Die Methodik und die gesetzlichen Mindestanforderungen zur Aufstellung von Mietspiegeln sollten konkretisiert werden. Erst dann kann ein Versprechen für mehr Daten aus den Mietverhältnissen real greifen. Die jeweilige Erhebung von Mietabschlussdaten hat in den letzten Jahren mehr an Akzeptanz verloren, als die Wichtigkeit dieses befriedenden Instruments zu festigen.“

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Wed, 13 Nov 2019 13:56:00 +0100 Wohnen
Städtebauförderung: Mittel gezielter einsetzen und Ankerstädte stärken Berlin, 13.11.2019 – In der heutigen Anhörung im Bauausschuss des Deutschen Bundestags zur Städtebauförderung fordert der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die vorhandenen Mittel aus diesem Instrument zielgerichteter einzusetzen. Insbesondere brauche es eine neue Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe ‚Ländliche Räume‘, die die Mittelstädte als zentrale Wohn-, Handels- und Kommunikationsstandorte mit Ausstrahlwirkung auf ihr Umland in den Fokus stellt. „Wir müssen unsere polyzentrische Struktur in Deutschland nutzen und unsere Städte und Ortskerne durch die Städtebauförderung revitalisieren“, sagt Rolf Buch, ZIA-Vizepräsident und Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Wohnen. „So kann der positive Einfluss von Ankerstädten auf ihr Umland und die jeweilige Region gestärkt werden.“ 

Private Eigentümer einbeziehen – Fokus auch auf Wirtschaftsimmobilien

Hilfreich bei der effektiven Ausgestaltung der Städtebauförderung sei auch die stärkere Einbeziehung privater Eigentümer beziehungsweise die Beteiligung am Quartiersmanagement. „Wir sehen, dass Kommunen und Kooperationen stärker von der Förderung profitieren, wenn sie private Akteure einbinden“, sagt Buch. „Bereits jetzt leistet die Immobilienwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Städte und Gemeinden. Eine zeitgemäße Quartiersentwicklung ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam stemmen können.“ Die Städtebauförderung sei ein zentrales Instrument für eine ganzheitliche und nachhaltige Stadtentwicklung. Der Fokus dürfe sich aber dabei nicht allein auf das Wohnen richten. „Wir brauchen starke Städte und Gemeinden, die sich als moderne, nachhaltige und vielfältige Standorte für Wirtschafts- und Wohnimmobilien auszeichnen,“ sagt Buch.

Kommunen unterstützen

Ein Teil der Kommunen, die nur über eingeschränkte Mittel oder unter Haushaltsvorbehalt stehen, profitieren bisher zu wenig von der Städtebauförderung.  Hier müsse ein Absenken der Eigenanteile möglich sein. In einigen Kommunalverwaltungen fehle es zudem an einer ausreichenden personellen Ausstattung. Aber nur wenn diese vorhanden sei, könne das Programm adäquat umgesetzt werden. Die Inanspruchnahme von Leistungen auf Zeit durch Dritte diene auch der Beschleunigung und der Qualitätssicherung.

Überarbeitung bestehender rechtlicher Normen

Um eine darüber hinaus gehende Vereinfachung der Anforderungen in der Städtebauförderung zu erreichen, spricht sich der ZIA zudem für eine Überarbeitung der bestehenden rechtlichen Normen und Regelungen aus. „Bei der Erstellung der Verwaltungsvereinbarung und der Länder-Förderrichtlinien zur Städtebauförderung sollte auf eine erhebliche Vereinfachung der Anmeldungs- und Abrechnungsprozesse gedrängt werden“, so Buch. „Dies reicht von der einfacheren Antragsstellung über die Verlängerung von Betrachtungszeiträumen bis hin zur Verzahnung von Prozessen der Städtebauförderung mit der Haushaltsplanung.

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Wed, 13 Nov 2019 13:56:00 +0100 StadtentwicklungWohnen
Bundesrat zur Grundsteuer: ZIA spricht sich für einfaches Modell auf Länderebene aus
  • Wiedereinführung der Grundsteuer C ist der falsche Ansatz
  • Klimaschutz: Steuerliche Anreize für alle Nutzungsarten schaffen
  • Berlin, 08.11.2019 Der Bundesrat wird heute aller Voraussicht nach der Reform der Grundsteuer und der hierfür erforderlichen Grundgesetzänderung zustimmen. Nach wie vor bedauert der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, dass sich der Gesetzgeber auf Bundesebene nicht auf ein einfaches Bewertungsmodell für die Grundsteuer einigen konnte. „Zwar gab es im Laufe des Verfahrens erfreulicher Weise auch Vereinfachungen am Bundesmodell“, sagt Dr. Hans Volkert Volckens, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Steuerrecht. „Die nun verabschiedete Regelung wird in der Praxis jedoch trotzdem viele Auseinandersetzungen mit der Finanzverwaltung nach sich ziehen. Auch wird sich zeigen, ob das Bundesmodell überhaupt einer verfassungsrechtlichen Prüfung standhalten wird, wurde dies doch zuletzt erst vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages in Zweifel gezogen“, sagt Volckens. „Es ist Glück im Unglück, dass die Bundesländer durch die Länderöffnungsklausel die rechtssichere Möglichkeit bekommen, ein einfaches und unbürokratisches Flächenmodell einzuführen. Es werden sinnvollerweise schon intensive Beratungen zwischen verschiedenen Ländern geführt. Nur durch ein einfaches Modell auf Länderebene kann der Verwaltungsaufwand für die Steuerpflichtigen und die Finanzverwaltung im Rahmen gehalten werden“, so Volckens weiter.

    Wiedereinführung der Grundsteuer C ist der falsche Ansatz

    Zum Gesetzespaket zählt auch die Grundsteuer C, deren Wiedereinführung der ZIA kritisiert. „Grundsätzlich befürworten wir die Idee der Grundstücksmobilisierung – insbesondere im Hinblick auf den in bestimmten Regionen angespannten Immobilienmarkt“, so Volckens. Die Grundsteuer C sei hierzu aber der falsche Ansatz. „Zahlreiche Expertisen, unter anderem vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages haben unmissverständlich dargelegt, dass die bereits in den sechziger Jahren eingeführte Steuer ihr Ziel bereits einmal verfehlt hat. Damals wurden vor allem finanzschwache Bürger zum Verkauf ihrer Grundstücke gezwungen. Besonders zu kritisieren ist, dass die Anwendung eines höheren Hebesatzes durch die Gemeinden schon aus stadtplanerischen Gründen erfolgen kann, auch wenn gar kein Wohnraumbedarf besteht. Dem Ermessen der Gemeinden wird hierdurch ein viel zu großer und nicht zu rechtfertigender Handlungsspielraum eingeräumt. Man kann nur an die Gemeinden appellieren, sich bei ihrer Ermessensausübung die verfassungsrechtlich garantierte Eigentumsfreiheit der Bürger immer wieder vor Augen zu führen“, sagt Volckens.

    Klimaschutz: Steuerliche Anreize für alle Nutzungsarten

    Neben der Grundsteuerreform wird der Bundesrat auch zu den steuerlichen Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung Stellung nehmen. Hierbei geht es unter anderem um die Förderung energetischer Gebäudesanierung. Die hierbei vorgesehene Entlastung bei bestimmten Sanierungsmaßnahmen betrifft jedoch bisher ausschließlich selbstgenutztes Wohneigentum. Nach Ansicht des ZIA müssen steuerliche Anreize für den gesamten Gebäudesektor, also auch für gewerblich genutzte und vermietete Immobilien, geschaffen werden. Auch bei der Erzeugung elektrischen Stroms aus regenerativen Energien müssen im Immobiliensektor bestehende steuerliche Hemmnisse beseitigt werden. Bisher drohen den Betreibern solcher Modelle erhebliche gewerbesteuerliche Risiken. „Nur wenn die steuerlichen Rahmenbedingungen eine zeitgemäße Anpassung erfahren, kann der Immobiliensektor zum starken Treiber für den Klimaschutz werden“, kommentiert Volckens die Maßnahmen des Klimapakets.

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    Fri, 08 Nov 2019 14:16:00 +0100 Kapitalmarkt und Steuern
    Normen im Baurecht: ZIA begrüßt Vorstoß aus Bayern und NRW Berlin, 05.11.2019 – Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt den Vorstoß aus Bayern und Nordrhein-Westfalen für eine grundlegende Reform der Normung. Dem Vorschlag der Bundesländer zufolge sollten Normen im Baurecht künftig in drei Kategorien unterteilt werden, anhand derer deutlich wird, welche Standards wirklich notwendig sind („necessary“), welche über die Mindestanforderung hinaus gehen („nice to have“) und welche lediglich als Beiwerk („luxury“) gelten. Beim Wohnungsbau reiche die Beschränkung auf die erste Kategorie, damit die Schaffung von Wohnraum beschleunigt und effizienter ausgestaltet wird.

    „Das ist ein guter Vorschlag, wie man die bestehende Normenstruktur im Wohnungsbau entschlacken könnte“, so Dr. Andreas Mattner. „Für das bezahlbare Wohnen und Bauen wäre dies eine Wohltat, wenn die Pflichtvorschriften gesenkt werden und so der Arbeits- und Kostenaufwand reduziert werden. Die Zunahme der Bauvorschriften in den letzten Jahren hat mit dafür gesorgt, dass Projekte verlangsamt werden und die Kosten ansteigen. Jeder Schritt, der zur Entbürokratisierung beiträgt, ist daher ein richtiger Schritt. Jetzt geht es darum, für diesen Vorstoß die übrigen Länder zu gewinnen und ihn auch auf Bundesebene weiter voranzutreiben.“

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    Tue, 05 Nov 2019 12:16:00 +0100 StadtentwicklungWohnen
    Kategorisierung von Wirtschaftsimmobilien: ZIA legt zweiten Ergebnisbericht vor
  • Fortsetzung der Kategorisierung sachlicher Teilmärkte und genauere Definition weiterer Immobilienarten
  • Verbesserungen bei Vergleichbarkeit, Datenlage und Rechtssicherheit
  • Erste Erfolge – sowohl national als auch international
  • Berlin, 29.10.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, hat den zweiten Ergebnisbericht zur Kategorisierung von Wirtschaftsimmobilien vorgelegt. Als Ergebnis intensiver Fachgespräche mit dem Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse, Zentralen Geschäftsstellen und Gutachterausschüsse in Deutschland (AK OGA), dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp), des AK Wertermittlung des Deutschen Städtetags, des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), der RICS sowie der Deutschen Bundesbank (Beobachterstatus) leistet der Bericht durch seine Standardisierung einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Markttransparenz. Unter dem Titel „Strukturierung des sachlichen Teilmarktes wirtschaftlich genutzter Immobilien zum Zwecke der Marktbeobachtung und Wertermittlung“ wurden Beherbergungs- und Gastronomieimmobilien, Industrie-, Produktions- und Logistikimmobilien sowie das Segment der Gesundheits- und Sozialimmobilien näher beleuchtet.

    Durch eine einheitliche Definition der Immobilienarten werden drei zentrale Verbesserungen erreicht:

    • Verbesserte Vergleichbarkeit: Immobilienmarktberichte können miteinander verglichen werden. Dadurch wird es möglich, die Analyseergebnisse zu verifizieren und die Qualität der Analysen zu bewerten.
    • Verbesserte Datenlage: Die Zusammenführung von Datensammlungen verbessert die Datenlage für seltener vorkommende Transaktionen. Dies fördert die stetige Verbesserung der Transparenz des Marktes.
    • Verbesserte Rechtssicherheit: Die Methoden und Modelle zur Ableitung wesentlicher Marktinformationen und der für die Immobilienwertermittlung erforderlichen Daten sind rechtssicherer, wenn Datenquellen und Wertgutachten unterschiedlicher Stellen besser vergleichbar sind.

    „Wir haben uns im Ausschuss das Ziel gesetzt, die Transparenz innerhalb der Immobilienbranche maßgeblich voranzutreiben“, sagt Prof. Dr. Thomas Beyerle, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Transparenz und Benchmarking. „Denn auch wenn zunehmend Daten generiert werden, handelt es sich oftmals noch um Insellösungen, deren eigentliches Potential in der späteren Vernetzung liegt. Hierfür fördern wir den Austausch zwischen den Marktakteuren, aber auch mit der öffentlichen Hand. Die Kategorisierung von Wirtschaftsimmobilien leistet hierzu einen ganz wesentlichen Beitrag.“

    Zukünftig sollen die Wirtschaftsimmobilien noch weiter ausdifferenziert werden. „Insbesondere zu den Untersegmenten der Gesundheits- und Sozialimmobilien, der Freizeit-, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie der Immobilien für technische Infrastruktur und öffentliche Sicherheit sind weitere Definitionen geplant“, ergänzt Sabine Georgi, Country Managerin Deutschland und Leiterin des Bereichs „Business Development & Politikberatung“ beim Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS), die gleichzeitig die Fachgespräche leitet. „Zudem ist die Entwicklung von wertbestimmenden Kriterien zur Darstellung des Marktverhaltens der Immobilienarten auf der Ebene der Segmente geplant.“

    Erste Erfolge – sowohl national als auch international

    Mit dem vorangegangenen ersten Ergebnisbericht zur Kategorisierung sachlicher Teilmärkte und zur genaueren Definition einzelner Immobilienarten aus dem Jahr 2016 konnten bereits Erfolge verzeichnet werden. Unter anderem der Immobilienmarktbericht Deutschland basiert in seiner Struktur nahezu vollständig auf den gewonnenen Erkenntnissen. Peter Ache von der Redaktionsstelle für den Immobilienmarktbericht Deutschland des AK OGA hatte die fachliche Federführung des Ergebnisberichtes und führt dazu aus: „Für die Erhebung der Daten von den Gutachterausschüssen im Zusammenhang mit dem Immobilienmarktbericht Deutschland hat die Struktur bereits jetzt maßgebliche Bedeutung erlangt; die Immobilienarten konnten eindeutiger definiert werden und sind dadurch bundesweit besser vergleichbar.“

    Auch das Europäische Statistikamt (Eurostat) bezeichnete den ersten Ergebnisbericht im Jahr 2017 im Arbeitspapier „Commercial Property Price Indicators: Sources, Methods and Issues“ als vorbildlich.

    Den zweiten Ergebnisbericht finden Sie als Download unter diesem LINK.

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    Tue, 29 Oct 2019 10:27:00 +0100 Sonstiges
    Rücktritt vom Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs: Oliver Wittke wird Hauptgeschäftsführer des ZIA Berlin, 28.10.2019 – Der Vorstand des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, hat die Berufung des bisherigen Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium Oliver Wittke zum Hauptgeschäftsführer des Verbandes beschlossen. ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner verweist auf Wittkes Erfahrung als Oberbürgermeister, Landesbauminister und seine Tätigkeiten in der Immobilienbranche selbst: „Es kommt nicht häufig vor, dass jemand so viele Fähigkeiten für die Hauptgeschäftsführertätigkeit mitbringt. Oliver Wittke ist ein weiterer Meilenstein im Wachstum des ZIA“, so Mattner.

    Das derzeitige Regierungsmitglied soll sein Amt beim ZIA im Herbst 2020 antreten – das genaue Datum hängt noch von einer Entscheidung der Bundesregierung aufgrund der Empfehlung eines beratenden Gremiums ab. Es befindet darüber, ob das Regierungsmitglied beim ZIA in einem Bereich arbeitet, in dem das ehemalige Mitglied der Bundesregierung während seiner Amtszeit tätig war. Eine Untersagung soll in der Regel die Dauer von einem Jahr nicht überschreiten. Mit Datum vom heutigen Tag hat der nordrhein-westfälische Abgeordnete die Bundeskanzlerin um Entlassung aus dem Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs zum 31. Oktober gebeten und bleibt bis zu seiner Arbeitsaufnahme in der Immobilienbranche Abgeordneter.

    Klaus-Peter Hesse kehrt nach Hamburg zurück

    Gleichzeitig gibt der ZIA bekannt: Der langjährige Geschäftsführer Klaus-Peter Hesse, derzeit Sprecher der Geschäftsführung, verlässt den Verband auf eigenen Wunsch. Nach elf Jahren Tätigkeit – anfänglich als Pressesprecher, dann als Geschäftsführer – widmet er sich in seiner Heimatstadt Hamburg neuen beruflichen Herausforderungen. Hesse hatte den Vorstand frühzeitig über seine persönliche Entscheidung informiert, damit auf dieser bedeutenden Stelle keine Vakanz entsteht. „Klaus Peter Hesse hat den ZIA geprägt und ihm in der Verbandslandschaft durch seine akquisitorische Fähigkeit und sein politisches Geschick seine führende Stellung erarbeitet“, sagt Mattner. „Wir bedauern seine Rückkehr in die Hansestadt und freuen uns gleichzeitig über eine weitere Zusammenarbeit mit ihm auf ehrenamtlicher Ebene“.

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    Mon, 28 Oct 2019 11:24:00 +0100 Verband Intern
    ZIA begrüßt Beschluss zum Gebäudeenergiegesetz Berlin, 23.10.2019 – Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt den vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG). „Dieser Entwurf schafft eine deutliche Erleichterung und Vereinfachung für die Immobilienwirtschaft, weil damit das Nebeneinander mehrerer Regelwerke beendet wird“, sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Unsere langjährigen Forderungen wurden erhört – jetzt sollte zeitnah das parlamentarische Verfahren beginnen.“ Insbesondere die Nicht-Verschärfung der EnEV 2016 sei richtig, weil mehr Dämmung eher ökologische Nacheile mit sich gebracht hätte. „Eine etwaige Weiterentwicklung muss sich stets am Stand der Technik orientieren und darüber hinaus die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Technologieoffenheit einhalten“, sagt Mattner. „So wurde es auch völlig zurecht im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung festgelegt.“

    Besonders positiv bewertet der ZIA die bessere Anrechnung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien, eine stärkere Berücksichtigung von Biomethan und die Stärkung des Quartiersansatzes. „Bei der Anrechenbarkeit von Erneuerbaren Energien wäre allerdings mehr drin gewesen“, so Mattner.

    Es sei außerdem gut, dass die Primärenergiefaktoren für Bauherren und Eigentümer künftig transparent im Gesetz geregelt sind. Mit der Angabe der Kohlendioxidemission eines Gebäudes im Energieausweis werde zudem eine zentrale Forderung des ZIA erfüllt. Auch die jetzige Hinzunahme der Innovationsklausel hat der ZIA bereits im Rahmen der Verbändeanhörung gefordert. Durch diese werde bis Ende 2023 eine gleichwertige Erfüllung der Neubau- und Sanierungsanforderungen auf Basis der CO2-Emissionen und eines Effizienzkriteriums ermöglicht. 

    Diese Erprobung eines alternativen Anforderungssystems geht einher mit dem Auftrag des Koalitionsvertrages, eine Umstellung künftiger Anforderungen auf CO2-Emissionen zu prüfen. „Dies ist ganz im Sinne einer CO2-Orientierung und der Weg, den wir gemeinsam mit der Politik gehen sollten“, sagt Mattner.

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    Wed, 23 Oct 2019 10:57:42 +0200 Energie und Umwelt