Bürgerbeteiligung

Waisengärten Schwerin

Die Waisengärten öffnen sich für alle Bürger der Stadt Schwerin und für ihre Besucher. Das Areal wird in einen attraktiven Wohn- und Freizeitstandort umgewandelt.

In einmaliger Wasserlage entsteht hier:

  • ein neues, modernes und lebendiges Stadtquartier,
  • mit attraktiven, urbanen Wohnungsangeboten,
  • öffentlichen, grünen Plätzen, Wegen und Promenaden,
  • mit sichtbaren und erlebbaren Uferzonen am Schweriner See

Das Konzept sieht vor, die urbane Qualität der Schelfstadt bis an den Schweriner See heranzuführen und die Bebauung zum Wasser hin fließend und behutsam zurückzunehmen. Die Demmlerschen Planungen, die in der Werdervorstadt vorhandenen Blockrandstrukturen weiterzubauen, bilden die zentrale Leitidee.

Zentrale Aspekte sind

  • ein variables Bebauungskonzept für den ersten Bauabschnitt; in diesem urbanen Bereich sind sowohl (Einfamilien)-Stadthäuser als auch mehrgeschossige Bauten möglich
  • aufgelockerte Bebauung in Wassernähe; dieser Bereich wird durch stadtvillenartige Gebäude geprägt werden. Die Amtstraße ist der Haupterschließungsweg für die Waisengärten, die Sicht auf Schelfkirche und den Schweriner See wird berücksichtigt.
  • das vorhandene Grabensystem wird erhalten und ausgebaut

Der gesamte Entwicklungsprozess im Waisengärtenprojekt ist gekennzeichnet von Offenheit, Transparenz und kritischem Dialog. Über herkömmliche Beteiligungsmethoden hinaus wird im Projekt intensiv und partnerschaftlich kommuniziert.

Zentrale Kommunikationselemente:

  • Gespräche / Information für betroffene Kleingartenvereine
  • Machbarkeitsstudie und Masterplan zur Diskussion mit der Stadtverwaltung und Kommunalpolitik
  • Projektgruppe zur Masterplan-Diskussion mit Ortsbeirat Werdervorstadt, Klein- und Wassersportvereinen, Bürgerinitiative, Vereinen Pro Schwerin und Lokale Agenda 21, Vertretern der Architektenkammer M-V, der IHK Schwerin und des Bundes Deutscher Architekten
  • Planungswerkstatt / Dialog mit Investoren-Architektenteams
  • Informationsveranstaltungen / projekteigener Internetauftritt für Fachöffentlichkeit
  • Pressearbeit für breite Öffentlichkeit

Diese besondere Qualität hat zu größtmöglicher Akzeptanz und Zustimmung für das Vorhaben in der Öffentlichkeit geführt, hervorragende städtebauliche Ideen bewirkt und für faire, belastbare Lösungen bei Konflikten gesorgt.

Planungswerkstatt

Für das Waisengärtenareal wurde eine Planungswerkstatt durchgeführt, um der herausragenden Bedeutung und Qualität des Standortes für die Stadt Schwerin und ihren Bewohner gerecht zu werden.  

Ziel der Planungswerkstatt war es, städtebaulich und architektonisch wirtschaftliche Lösungen für die Waisengärten, aber auch für die Flächen der ehemaligen Landespolizei, die im Eigentum der Stadt Schwerin sind, zu finden. Als Grundlage diente der Masterplan.

In einem wettbewerbsähnlichen Verfahren waren Arbeitsgemeinschaften aus Investoren und Architekten/Stadtplanern aufgerufen, sich zu beteiligen und ein Gesamtkonzept mit Kaufpreisangebot für eine Teilfläche vorzulegen.

Die Ergebnisse der Planungswerkstatt zeigen, dass bald junge und ältere Paare, Familien und Senioren in den Waisengärten die Möglichkeit haben werden, zwischen Innenstadt und See, zwischen urbaner Infrastruktur und naturnaher Erholung ihre Wohnwünsche zu realisieren.

Das Auswahlgremium hat sich einhellig für den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Baugesellschaft Schütt mbH & Co. KG, Lübeck / GPK-Architekten GmbH, Schwerin entschieden und das Konzept zur Weiterentwicklung empfohlen.

Die Bewertung:

„Der Städtebau ist in seiner Herleitung nachvollziehbar, die Baukörpersetzung erscheint logisch und richtig. Das Konzept weist durch seine Struktur ein Höchstmaß an Flexibilität auf, die eine Nachhaltigkeit auch über größere Entwicklungszeiträume hinaus sicherstellt. Die zentrale Promenade mit Alleecharakter wird grundsätzlich positiv bewertet. Unklar bleiben teilweise die Qualitäten der Grundstückszuschnitte sowie die Zuordnung der privaten Freiräume."

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Kontakt

Daniel Förste

Referent Stadtentwicklung

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Tel.: +49 30 2021 585 26