Corporate Social Responsibility (CSR)

Nachhaltigkeitsmessungen im Immobilienportfolio – Technisch-ökologische Aspekte

Der ZIA hat sich das Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeitsperformance beständig fortzuentwickeln und weiter zu verbessern. Dieses Ziel wird nur mit Transparenz und einheitlichen, vergleichbaren Daten aus den Immobilienportfolios erreichbar sein. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe stellt die Immobilienwirtschaft vor einer großen Herausforderung. Geklärt werden muss, welchen Beitrag Eigentümer, Nutzer und die Politik beim Gebäudebestand zur Erreichung der Klimaschutzziele in einem bestimmten, langfristig-orientierten Zeitrahmen zu welchen Kosten leisten können. Kurzfristig oder ad hoc kann diese große Aufgabe nicht bewältigt werden.

Der ZIA-Ausschuss Nachhaltigkeit, Energie, Umwelt (NEU) hat in den vergangenen Jahren u.a. die Themen ,Technisch-ökologisches Benchmarking‘ und ,Reporting‘ intensiv diskutiert. Das Reporting stellt den ersten Schritt zu einem Benchmarking unter den verschiedenen Immobilientypen und Immobilienportfolios dar. Aufbauend auf dem Reporting soll zukünftig ein Benchmarking möglich werden. Der ZIA-Ausschuss NEU hat bereits erste Vorschläge zu einem brancheneinheitlichen technisch-ökologischen Benchmarkingansatz diskutiert. Grundlage des Benchmarkings ist ein Energie-Datenmanagement, d.h. das Erfassen und Prüfen von Verbrauchsdaten. Zu beachten sind ebenso einzelne Kriterien beim Bedarf (Planung) und Verbrauch (Ist). Durch das Auswerten von Benchmarks werden Optimierungsbedarfe wie auch -potentiale identifiziert. Anschließend werden die Optimierungspotentiale regelmäßig durch Betriebsoptimierung und Verbrauchsreduzierung realisiert. Zu diskutieren sind aus geschäftlicher Sicht die internen und zur Veröffentlichung vorgesehenen Informationen der jeweiligen Firmen zu den Benchmarks. Im Ergebnis überwiegen eindeutig die Vorteile des ökologisch-technischen Benchmarkings, da Transparenz und Wettbewerb geschaffen werden, eine erheblich bessere Überwachung und Beurteilung der Verbrauchswerte möglich ist, Eigentümer und Nutzer besser informiert sind sowie Kosten und Ressourcenverbrauch reduziert werden.

Die Ideen zur Entwicklung eines ökologisch-technischen Benchmarkingansatzes werden im „Leitfaden zur Einführung einer technologisch-ökologischen Nachhaltigkeitsmessung im Immobilienportfolio“ erstmals vorgestellt. Der Leitfaden ist als Anregung gedacht, sich mit Benchmarking als spezifischem Aspekt der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, um in den Unternehmen selber einen einheitlichen Überblick zu bekommen. Er stellt eine Konkretisierung von Handlungsempfehlungen des ZIA-Nachhaltigkeitsleitfadens und des darin enthaltenen Branchenkodexes dar. Dem ZIA ist bewusst, dass die Einführung eines Benchmarkings ein langfristiger Prozess ist, bei dem das Machbare in Relation zu den hohen Anforderungen betrachtet werden muss. Dennoch soll mit dem vorliegenden Leitfaden der erste Schritt in diesem Prozess gemacht werden

Unser besonderer Dank gilt der Firma Drees & Sommer und Herrn Dr.-Ing. Peter Mösle für die engagierte fachliche Unterstützung bei der Erstellung dieses Leitfadens.

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