Klimapfade für Deutschland
Klimapfade für Deutschland

BDI und ZIA unterstützen eine ehrgeizige Klimaschutzpolitik und die nationalen Klimaschutzzielsetzungen bis 2050. Der hierfür notwendige deutliche Wandel in Wirtschaft und Infrastruktur bietet erhebliche Herausforderungen, Risiken und Chancen. Zu der Diskussion um die künftigen energie- und klimapolitischen Weichenstellungen und als Beitrag für die 2018 anstehende Überprüfung des Klimaschutzplans 2050 legt der BDI die von Boston Consulting Group (BCG) und Prognos erarbeitete Studie „Klimapfade für Deutschland“ vor. Sie wurde in einem umfangreichen und intensiven Bottom-up-Prozess mit der Breite der deutschen Industrie erarbeitet. Der ZIA, Mitglied im BDI, hat sich in der Erarbeitung der Studie und Handlungsempfehlungen für den Gebäudesektor, eingebracht.

Die Studie enthält eine profunde volkswirtschaftliche Analyse verschiedener technisch und wirtschaftlich möglicher Ansätze zur Emissionsreduktion von Treibhausgasen (THG) und bietet damit eine solide Grundlage für die anstehende Diskussion. Sie stellt keine Roadmap dar, wie die Entwicklung bis 2050 verlaufen sollte. Vielmehr wird in verschiedenen Szenarien betrachtet, wie mögliche Reduktionspfade in den verschiedenen Sektoren volkswirtschaftlich tragbar verlaufen könnten. Als Ausgangspunkt bildet die Studie ein Referenzszenario, das darstellt, welchen THG-Reduktionswert Deutschland bis 2050 erreichen kann, wenn die derzeitigen Klimaschutz-anstrengungen bis dahin unvermindert fortgesetzt werden. Daraus ergeben sich Lücken bis zu einem 80- und 95-Prozent-Reduktionsszenario. Ausgehend von diesen Lücken wird dann untersucht, ob und wie diese Lücken durch Investitionen in welchen Bereichen geschlossen werden könnten und welche Konsequenzen dies hätte. Die Industrie sieht diese Studie als Beitrag zu einer notwendigen Folgenabschätzung („Impact Assessment“) der Pläne für die Erfüllung der deutschen Klimaschutzziele.

Ehrgeizige politische Ziele, wie sie etwa der Klimaschutzplan 2050 festschreibt, garantieren allein noch nicht, dass sie auch technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich erreichbar sind. Politische Debatten der letzten Zeit über das Erreichen bzw. Verfehlen klimapolitischer Zwischenziele haben diese Problematik deutlich gemacht. Die Erreichbarkeit klimapolitischer Ziele hängt vor allem auch von internationalen politischen und technologischen Entwicklungen ab, die heute noch nicht vollständig absehbar sind. Es bedarf daher stets einer technologisch überzeugenden und wirtschaftlich tragfähigen Steuerung. Klima- und Industriepolitik müssen intelligent miteinander verbunden werden. Das erhöht die Chancen für wirtschaftlichen Erfolg. Zudem braucht die Klimapolitik eine dauerhafte gesellschaftliche Unterstützung, damit sie langfristig mehrheitsfähig ist.

Eine wichtige Grundlage für die Erstellung der Handlungsempfehlungen im Gebäudesektor sind die Alternativvorschläge des ZIA für eine nachhaltige Energiepolitik.

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Kontakt

Maria Hill

Ausschussvorsitzende Energie und Gebäudetechnik
ECE Projektmanagement, Director Sustainability & Internal Services

Philipp Matzke

Referent Energie- und Klimaschutzpolitik, Gebäudetechnik

Tel.: +49 30 2021 585 47