Finanzierung
Basel III / CRDIV

Basel III ist ein Reformpaket des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (Baseler Ausschuss) für die bereits bestehende Bankenregulierung Basel II. Mit dem Paket wurde den durch die Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 offengelegten Schwächen der bisherigen Bankenregulierung begegnet.

Die mehrfach beschriebenen Auswirkungen wie teurere Kredite mit geringeren Ausläufen bei insgesamt niedrigeren Volumina wurden bzw. werden nicht nur von der Immobilienwirtschaft befürchtet, sondern auch von der Wissenschaft beschrieben. So kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) zu dem Schluss, dass aufgrund der Einführung der Leverage Ratio in Basel III bestimmte Geschäftsmodelle der risikoarmen Kreditvergabe (wie beispielsweise Immobiliendarlehen) überproportional benachteiligt werden, wie beispielsweise die margenschwache Immobilienfinanzierung (siehe IW-Analyse „Immobilienfinanzierung nach der Finanzmarktkrise“, Forschungsberichte aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Nr. 73). Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen von Basel III wird allerdings erst möglich sein, wenn das Zinslevel wieder Normalniveau erreicht hat. 

Im Dezember 2015 wurden vom Baseler Ausschuss im Rahmen eines zweiten Konsultationspapiers Vorschläge zur Überarbeitung des Kreditrisikostandardansatzes (KSA) veröffentlicht. Darin schlägt der Ausschuss bei Immobilienkrediten deutlich erhöhte Risikowerte vor. Aus Sicht des ZIA ist der Vorschlag nicht überzeugend. Er ist nicht sachgerecht, weil bei dem Beleihungsauslauf keine Berücksichtigung findet, dass die Wertermittlung in Deutschland beispielsweise nicht mit der in Großbritannien vergleichbar ist. Der ZIA tritt für eine sachgerechte Anpassung der Werte ein.

Stand: 20. Juni 2017

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