Hotelimmobilien

Einfluss von Marktentwicklungen auf die Hotellerie

Die Hotellerie ist eine Wachstumsbranche. Sie verzeichnet steigende Übernachtungszahlen (424,0 Mio. Übernachtungen in 2014 nach 411,8 Mio. in 2013) und steigende Umsätze. Das Gastgewerbe ist zudem einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Am Immobilienmarkt spielen Hotels jedoch eine untergeordnete Rolle. Nur rund fünf Prozent (etwa 36.500) aller gewerblichen Immobilien sind Hotels.

Aus der immer noch mittelständisch geprägten Hotellerie entwickelt sich jedoch langsam eine Hotelindustrie aus global agierenden Hotelgesellschaften (Hotelketten) mit standardisierten Konzepten und Marken. Die so genannte Kettenhotellerie wächst bei einer insgesamt sinkenden Anzahl von Hotels überproportional.

Ein Wandel ist auch auf der Immobilienseite festzustellen. War früher der Eigentümer einer Hotelimmobilie auch gleichzeitig sein Betreiber, ist diese Konstellation (Owner/Operator) heute immer seltener anzutreffen. Betrieb und Besitz werden zunehmend getrennt. Im Rahmen einer so genannten „Asset light“ Strategie reduzieren Hotelgesellschaften zunehmend Immobilienrisiken (Eigentum und Pacht) und konzentrieren sich auf risikoärmere Management- oder Franchiseverträge. Investitionen in Hotels werden somit immer komplexer und erfordern Spezialwissen.

Die Hotelimmobilienplattform des ZIA setzt sich dafür ein, dass sich in der Hotellerie die Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Hotels verbessern. Gleichzeitig müssen in der Branche die Folgen des Strukturwandels von der mittelständischen Hotellerie hin zur kettengebundenen Hotellerie positiv verarbeitet werden.

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Kontakt

Ekin Sevinc

Referentin Hotel- und Gesundheitsimmobilien

Tel.: +49 30 2021 585 46