Stadtentwicklung

Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen

In Deutschland stehen Stadtentwicklung und Wohnungsbau vor großen Herausforderungen. Die wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen an die Stadtentwicklung, demographischer Wandel und Klimaschutz, Unterschiede in den regionalen Immobilien- und Wohnungsmärkten sowie in den Baupreisentwicklungen und natürlich auch soziale Aspekte bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum erfordern ein breites Bündnis sämtlicher Akteure in der Wohnungsbaubranche.

Die Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag geeinigt, das seit 2014 bestehende Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen weiter zu führen. Gemeinsam mit der Immobilien- und Wohnungsbauwirtschaft sollen die Voraussetzungen für den Bau und die Modernisierung von Wohnraum in guter Qualität vorzugsweise im bezahlbaren Segment verbessert werden. Erfolgreich wird das Bündnis nur sein, wenn auch die Leitungsebenen der Ministerien Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen. Der ZIA begrüßt ausdrücklich seine aktive Beteiligung in der privilegierten Partnerschaft des Wohnungswirtschaftlichen Rates des Bündnisses und in den weiteren AGs und Foren des Bündnisses.

Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen bereitete auch den Wohngipfel 2018 vor, der im Kanzleramt in Berlin stattfand. Dort haben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz und Bauminister Horst Seehofer Maßnahmen vorgestellt, die sie in ihren jeweiligen Ressorts umsetzen wollen. Der Gipfel ist ein wichtiger Aufschlag für die dringend benötigte Wohnraumoffensive in Deutschland. Die Ergebnisse können indes nur der Beginn der Umsetzung eines konkreten Aktionsplanes für mehr Wohnungsbau sein, den der ZIA von der Politik einfordert.

Wirkliche Anreize wie die Novellierung einer Musterbauordnung, Unterstützung der Kommunen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren und eine Erleichterung der hohen Auflagen an das Bauen blieben allerdings zu unkonkret. Auch fehlt nach wie vor das eindeutige Zugeständnis der Bundesregierung für die Einführung einer Sonderabschreibung für die energetische Gebäudesanierung.

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Kontakt

Daniel Förste

Referent Stadtentwicklung

Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Tel.: +49 30 2021 585 26